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Sanfte Hilfe vor dem Wechsel: 5 Heil-Tees speziell...

Nicht in fernen Ländern, sondern am heimischen Feldrain oder direkt vor der Haustür wachsen diese Heilpflanzen. Als Tee verarbeitet vollbringen sie kleine Wunder. Und einige von ihnen helfen besonders Frauen über 40. Denn nun stellt sich der weibliche Körper langsam auf den Wechsel ein. Und dabei kann er Hilfe gebrauchen.

Nicht in fernen Ländern, sondern am heimischen Feldrain oder direkt vor der Haustür wachsen diese Heilpflanzen. Als Tee verarbeitet vollbringen sie kleine Wunder. Und einige von ihnen helfen besonders Frauen über 40. Denn nun stellt sich der weibliche Körper langsam auf den Wechsel ein. Und dabei kann er Hilfe gebrauchen.

GÄNSEBLÜMCHEN zur Vorbeugung von Osteoporose

Das beliebte kleine Gänseblümchen (lat. Bellis perennis) stammt aus der Familie der Korbblütengewächse und wird in der Volksheilkunde schon lange genutzt. Vor allem die weißen Blütenblätter enthalten u.a. Gerb- und Bitterstoffe, ätherische Öle, Anthoxanthin, Fumarsäure, Inulin, Saponine und Flavonoide.

Wirkung: Es wirkt regenerierend und regt den Stoffwechsel an. Deshalb ist es besonders gut zur Vorbeugung von Osteoporose (Knochenschwund). Äußerlich angewendet ist es ein hervorragendes Schmerzmittel bei Prellungen, Verstauchungen und Muskelschmerzen.

Dosierung: Zu empfehlen als Daueranwendung. Dazu über sechs Wochen täglich zwei bis drei Tassen trinken. Kurz pausieren, um eine Gewöhnung des Körpers zu verhindern. Danach wieder sechs Wochen.

MELISSE bei beginnenden Wechseljahresbeschwerden

Die Melisse (lat. Melissa officinalis) wurde schon im Mittelalter in Klostergärten angebaut und gehört zur Familie der Lippenblütengewächse. Das blühende Kraut enthält u.a. Bitter- und Gerbstoffe, Gerbsäure, Thymol, Harz, Schleim, Glykosid und Saponin.

Wirkung: Sie beruhigt die Nerven, lindert Unruhe und Reizbarkeit, entkrampft den Unterleib. Melisse wirkt in den Wechseljahren ausgleichend und lindert Hitzewallungen, nächtliche Schweißausbrüche und Herzklopfen.

Dosierung: Bei akuten Beschwerden drei bis fünf Tassen täglich. Geeignet zur Daueranwendung. Mit Honig ein guter Schlaftee.

WALDMEISTER bei Ein- und Durchschlaf-Störungen

Waldmeister (lat. Galium odoratum) wird auch wohlriechendes Labkraut genannt und findet bereits seit Jahrhunderten Anwendung als Heilpflanze. Der wohl bekannteste Inhaltstoff Cumarin ist auch für den sehr typischen Geruch verantwortlich. Ein mögliches Symptom für den beginnenden Wechsel bei Frauen sind gelegentlich oder auch häufiger auftretende Ein- und Durchschlaf-Probleme.
Wirkung: Hier kann Waldmeister eine wunderbare pflanzliche Entspannungs- und Einschlafhilfe sein. Das blühende Kraut hilft zudem bei Unruhe und Nervosität.

Anwendung: Bei akuten Schlafproblemen täglich 3 bis 5 Tassen Waldmeistertee trinken, am besten am Nachmittag beginnend.

BLUTWURZ bei stärker werdender Regelblutung

Wie zu vermuten war, bekam der Blutwurz (lat. Potentilla erecta) seinen Namen durch seinen blutroten Wurzelstock. Die auch als Rotwurz bekannte heimische Pflanze gehört zu den Rosengewächsen. Genutzt wird vor allem die Wurzel. Sie enthält u.a. das Glykosid Tormentillin, viele Catechin-Gerbstoffe, ätherische Öle und organische Säuren. Zu Beginn der hormonellen Umstellung klagen viele Frauen über bislang nicht gekannte Periodenschmerzen, längere Blutungen sowie erste, leichte Hitzewallungen. Hier kann Blutwurz helfen.

Wirkung: Er wirkt stark adstringierend (zusammenziehend) und blutstillend, dazu krampflösend (spasnolytisch) und entgiftend. Zu empfehlen bei chronischen und infektiösen Darmerkrankungen und zu starker Regelblutung. Äußerlich angewendet hilft er bei Zahnfleisch- und Hautentzündungen.

Dosierung: Bei akuten Beschwerden drei bis vier Tassen täglich. Bei längerer Anwendung zwei Tassen.

FRAUENMANTEL gegen den sinkenden Progesteron-Spiegel

Ebenfalls bereits seit dem Mittelalter ist der Frauenmantel (lat. Alchemilla vulgaris) eine der wichtigsten Pflanzen in der Frauenheilkunde überhaupt. Er gehört zu den Rosengewächsen und enthält u.a. Gerb- und Bitterstoffe, Phytosterin, Glykoside, Saponine und Tannine.

Wirkung: Weil die in ihm enthaltenen Pflanzenhormone dem weiblichen Progesteron in seiner Wirkung sehr ähneln, können Frauen in der Lebensmitte beginnende Mangelzustände auf natürliche Weise wieder ausgleichen. Deshalb hilft Frauenmantel ganz besonders bei Beschwerden in den Wechseljahren, aber auch bei Kopfschmerz und Migräne.

Dosierung: Bei akuten Beschwerden drei bis vier Tassen täglich. Bei längerer Anwendung ein bis zwei Tassen.


ist Diplom-Journalistin und hat ein Staatsexamen in Psychologie. Die alleinerziehende Mutter war viele Jahre Mitglied der Chefredaktion großer deutscher Frauenzeitschriften. Derzeit ist die überzeugte Vegetarierin, freie Autorin und findet die besten Ideen auf Spaziergängen mit ihrem Hund Quadriga.

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