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Die 7 besten Strategien gegen Wetterfühligkeit im ...

Die 7 besten Strategien gegen Wetterfühligkeit im Frühling – Mit Selbsttest!

Die 7 besten Strategien gegen Wetterfühligkeit im Frühling - Mit Selbsttest!

Quelle: Kristina Paukshtite / Pexels

 

Schlägt das Wetter im Frühling Kapriolen, leiden über 50 Prozent der Deutschen unter Temperaturschwankungen und schnellen Druckwechseln. Doch es gibt wirksame neue Strategien gegen die so genannte Wetterfühligkeit

Wenn das Wetter laufend wechselt, starke Temperaturunterschiede und große Druckschwankungen die Tage prägen, dann kann auch unser Körper aus seiner Balance geraten. Aktuelle Studien belegen, dass über 50 Prozent der Deutschen darauf mit Symptomen wie Schlafstörungen, Gereiztheit, Konzentrationsschwäche,  Appetitlosigkeit, Kopfschmerzen bis hin zur Migräne, Kreislaufproblemen, Gelenkschmerzen  und sogar Depressionen reagieren. Und das kann sich negativ auf die Arbeitsleistung auswirken. Ein Phänomen der Neuzeit? Keineswegs. Schon Hippokrates (griechischer Arzt um 400 v. Ch.) wusste: „Wer die Heilkunst in der rechten Weise ausüben will, der muss die warmen und kalten Winde und die Jahreszeiten beachten.“  Dennoch hat die Wetterfühligkeit durchaus zugenommen. Der Grund: Unser zivilisiertes Arbeits- und Alltagsleben in beheizten, trockenen Räumen, mit warmem Wasser, wenig Bewegung im Freien und damit mit reduzierten  thermischen „Herausforderungen“ an den Körper.

Welches Wetter uns besonders „anstrengt“.

Jeder 3. Deutsche gibt zu, dass ihm das Wetter schon mal derart zugesetzt hat, dass er nicht zur Arbeit gehen konnte. Besonders anstrengend sind Studien zufolge Stürme – 30,3 Prozent klagen dann über wetterbedingte Beschwerden. Gleich danach kommen Kälteeinbrüche mit 28,8 Prozent. Erstaunlicherweise setzten uns Gewitter mit nur 6,4 Prozent nicht so zu. Dafür aber schnelle Temperaturanstiege, starke Bewölkung mit hoher Luftfeuchte, aber auch zu schwache Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht.

Welche physikalischen Faktoren die Wetterfühligkeit verursachen.

Einen der wichtigsten Gründe für Wetterfühligkeit sehen die Experten im Luftdruck. Aus dem Physikunterricht weiß es noch so mancher: Über einen Quadratmeter Bodenfläche beträgt die Luftmasse dem Luftdruck entsprechend etwa 10.000 Kilogramm. Eine erstaunliche Last, die der Körper nur „schultert“, weil der Druck von allen Seiten kommt. Für gewöhnlich auch beschwerdefrei. Doch wenn dieser Druck wechselt und sich in einem Tiefdruckgebiet zum Beispiel verringert, dann ist das „Stress“ für den Körper. Als weiterer wichtiger Grund gelten so genannte Sferics. Das sind elektromagnetische Reize in der Atmosphäre, die bei der Reibung von Luftteilchen entstehen. Das vegetative Nervensystem kann darauf höchst sensibel reagieren und wird überlastet. Fatal, denn es dient zur Aufrechterhaltung des inneren Gleichgewichts. Wetterfühlige Menschen können diese „Sferics“ vor Blitz und Donner regelrecht spüren. Denn bei turbulentem Wetter ist diese Reibung besonders groß.

Wer besonders unter Wetterfühligkeit leidet.

Obwohl Wetterfühligkeit an sich keine Krankheit ist, kann sie  „schlummernde“ Erkrankungen ausbrechen lassen oder bestehende verstärken. So steigt bei bestimmten Wetterlagen beispielsweise die Zahl der Herz-Kreislauf-Beschwerden, Gallen- und Nierenkoliken treten häufiger auf und Rheumatiker leiden unter vermehrten Schmerzen. Und auch, wer vermeintlich ganz gesund ist, aber dennoch unter dem Wetter leidet, sollte dies nicht als „Zipperlein“ abtun. Denn es kann durchaus ein Hinweis auf mögliche, bereits schwelende Krankheitsherde, seelische Spannungen oder auf zu viel Stress sein.

Selbst-Test: Wie wetterfühlig bin ich?

  • Ich bin besonders gereizt, wenn das Wetter umschlägt.
  • Wenn es stürmt, bricht mir der Schweiß aus oder ich bekomme Kreislaufstörungen.
  • Bei bestimmten Wetterlagen bin ich trauriger als sonst.
  • Ich kann nur schwer einschlafen, wenn sich das Wetter ändert.
  • Ein- oder zweimal pro Woche reagiere ich auf das Wetter mit Kopfschmerz.
  • Mir geht es besser, wenn es draußen kühler ist.
  • Bei Regen und Kälte habe ich oft Schmerzen in den Gelenken.
  • Bei Hitze kann ich mich nicht mehr richtig konzentrieren.

 

Weniger als 3 Fragen mit „Ja“ beantwortet? Du bist vermutlich nur schwach wetterfühlig. Versuche dennoch, dich durch Wechselduschen abzuhärten, bewege dich sich viel an frischer Luft, entspanne dich z. B. durch Autogenes Training.

Mehr als 3 Fragen mit „Ja“ beantwortet? Du leidest wahrscheinlich unter einer ausgeprägten Wetterfühligkeit. Lasse dich von einem Arzt beraten und durchchecken. Um abzuklären, ob sich hinter deinen Beschwerden nicht doch eine ernsthafte Erkrankung verbirgt.

 

Die 7 wirksamsten Strategien gegen Wetterfühligkeit

Strategie 1 – Kreislauf trainieren: Treibe zwei bis drei Mal pro Woche leichten Sport wie Schwimmen, Walken, Radfahren oder Gymnastik. Das trainiert deinen Kreislauf, macht das Herz stark und dich fit für jedes Wetter. Denn der Körper ist dadurch geübt, auf kleinere Belastungen zu reagieren. Sport erhöht nämlich die Anpassungsfähigkeit von Kreislauf und Stoffwechsel.

Strategie 2 – bei jedem Wetter raus: Überwinde deinen inneren Schw…, na du weisst schon und gehe täglich spazieren. Und zwar bei jedem Wetter! Selbst Wind und Regen können mit der geeigneten Kleidung richtig Spaß machen. Zudem erlernt der Körper so wieder, was unsere Vorfahren noch problemlos konnten: Sich den verändernden Wetterreizen anzupassen. Bei Kälte beispielsweise ziehen sich nicht nur die Blutgefäße direkt unter der Haut zusammen, sondern auch die im Körperinnern. Ein kostenloses Training für den „Ernstfall“.

Strategie 3 – heiß-kalte Reize setzen: Gehe regelmäßig – am besten ein Mal pro Woche – in die Sauna. Durch den Wechsel von feuchtheißer Innenluft und kälterer Außenluft härtet die Sauna hervorragend ab. Dabei wird nämlich die Wärmeregulation des Körpers trainiert und damit die Anpassungsfähigkeit für Wetterwechsel gesteigert. Die Sauna simuliert quasi extreme Witterungsschwankungen.

Strategie 4 – viel Wasser trinken: Vor allem Menschen mit eher niedrigem Blutdruck  sollten täglich zwei Liter Flüssigkeit – bei Hitze sogar bis zu vier Liter – zu sich nehmen. Am besten Wasser oder ungesüßte Kräutertees. Das wirkt bei wetterbedingtem Kopfschmerz meist besser, als Schmerztabletten. Denn Kopfschmerz und auch Schwindelgefühle verschwinden durch reichlich Flüssigkeit oder bleiben ganz aus, weil sich der Blutdruck von allein wieder einpendelt.  Zudem kann der Körper auch die Abfallprodukte des Stoffwechsels besser ausscheiden.

Strategie 5 – zu Vollkornprodukten greifen: Sie sind gleich aus zwei Gründen zu empfehlen. Zum einen sind sie fettarm. Das ist gut, denn für fettes Essen braucht der Körper viel Energie bei der Verdauung. Mit dem Ergebnis, dass man müde wird und der Kreislauf schneller schlapp macht. Zum anderen enthalten Vollkornprodukte neben vielen Ballaststoffen auch Stärke. Zusammen sorgen sie für einen gleichmäßigen Blutzuckerspiegel.

Strategie 6 – üppig Obst und Gemüse essen: Auch hierfür gibt es zwei Gründe. Erstens sind die Lieferanten für Vitamine und Mineralien kalorienarm. Eine Erleichterung für den Stoffwechsel. Zweitens ist unser Körper zwar mit Kalorien meist überversorgt. Doch viele Lebensmittel sind inzwischen extrem arm an Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen. Dadurch verschlechtert sich im Körper die Leitfähigkeit für Körperflüssigkeiten. Folge: die elektrischen Spannungsverhältnisse in den Zellmembranen verändern sich ungünstig. Hier hilft nur der gezielte Griff zu Obst und Gemüse. Am besten fünf Portionen pro Tag mit insgesamt 300 g bis 600 g.

Strategie 7 – der Seele helfen: Wer bei Wetterwechsel unter Gefühlsschwankungen oder depressiven Verstimmungen leidet, sollte möglichst Stress meiden und zudem z.B. autogenes Training betreiben. Auch ein bestimmtes Mudra (Finger-Yoga) kann bei Wetterfühligkeit helfen. Dazu Zeigefingerkuppe der rechten Hand innen auf das Daumengelenk drücken, dabei Daumenspitze leicht an den inneren Ringfingernagelfalz drücken. Daumen und Kleinfingerspitze der linken Hand leicht gegeneinander drücken, die anderen Finger locker ausstrecken. Täglich mehrfach anwenden.

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ist Diplom-Journalistin und hat ein Staatsexamen in Psychologie. Die alleinerziehende Mutter war viele Jahre Mitglied der Chefredaktion großer deutscher Frauenzeitschriften. Derzeit ist die überzeugte Vegetarierin, freie Autorin und findet die besten Ideen auf Spaziergängen mit ihrem Hund Quadriga.

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