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Neues Jahr, neuer Job: 10 goldene Regeln für die e...

Die Beschäftigungssituation in Deutschland ist so gut wie zuletzt vor 25 Jahren. Qualifizierte Arbeitskräfte sind weiter gefragt - vor allem bei Unternehmensdienstleistern. Häufig beginnen neue Arbeitsverhältnisse im Januar. Wenn auch du jetzt einen neuen Job antrittst, solltest du in den ersten100 Tagen zwar richtig „Gas“ geben, aber auch einige goldene Regeln beachten.

Die Beschäftigungssituation in Deutschland ist so gut wie zuletzt vor 25 Jahren. Qualifizierte Arbeitskräfte sind weiter gefragt – vor allem bei Unternehmensdienstleistern. Häufig beginnen neue Arbeitsverhältnisse im Januar. Wenn auch du jetzt einen neuen Job antrittst, solltest du in den ersten100 Tagen zwar richtig „Gas“ geben, aber auch einige goldene Regeln beachten.

Im Schnitt wechseln Arbeitnehmer heute alle zwei bis drei Jahre in einen neuen Job – intern oder extern, besonders häufig zum Jahresbeginn oder in der Jahresmitte. Doch nur noch sehr selten werden die Neuen buchstäblich mit Blumen begrüßt. Sei also darauf gefasst, zunächst einmal einen schweren Stand zu haben –  deinen Platz im Team musst du dir erst „erobern“ und die neuen Kollegen (nicht nur den Chef) an dich gewöhnen. Neulinge stehen immer unter besonderer Beobachtung und müssen sich möglichst schnell bewähren.
Mache dir gleich zu Beginn bewusst, dass du zwar hoch motiviert und mit viel Fachwissen sowie frischen Ideen ins Team kommst, dafür fehlen dir  jedoch Kenntnisse der Unternehmenskultur, über betriebliche Abläufe und Hierarchien. Sei Sie darauf gefasst, dass du nicht alle „Klippen“ sofort erfolgreich „umschiffen“ und auch Fehler machen wirst. Damit du die Probezeit erfolgreich meisterst, solltest du folgende zehn Regeln grundsätzlich beherzigen.

Die 10 wichtigsten Regeln für „Frischlinge“

  • Insider-Wissen: Sammle vorab so viel Firmenwissen wie möglich. Dafür eignen sich Internet und Intranet, gute Handbücher sowie – wenn vorhanden – Mitarbeiter-Zeitschriften als gute Info-Quellen. Für den Neuen geht es darum, sich möglichst schnell ein Insider-Wissen über das Unternehmen anzueignen. Ist das von außen nicht oder nur bedingt möglich, hilft nur das Gespräch mit den Kollegen.
  • Kollegen-Kontakt: Einen guten „Draht“ zu den Kollegen aufzubauen, ist fast überlebenswichtig. Dennoch geht es hier nicht um offenkundiges Anbiedern. Suche auf „leisen Sohlen“ das Gespräch mit den Kollegen. Nutze dafür ruhig die Kaffee- oder Mittagspausen. Schicke als Neuling keine Sammel-E-Mail zur Begrüßung raus. Stelle dich – auch in größeren Betrieben – am besten immer persönlich vor. Versuche auch, dir die Namen möglichst schnell zu merken.
  • Keinen Übereifer: Zeige dich stets motiviert und aktiv, aber mache dich nicht mit Übereifer unbeliebt. Startet die Bürozeit beispielsweise um 8.00 Uhr, dann komme nicht immer schon eine halbe Stunde früher. Sonst bringst du die Kollegen schnell gegen dich auf. Ähnlich verhält es sich übrigens auch mit Überstunden. Du musst als Neue nicht automatisch immer als Letzte gehen.
  • Respektvolle Neugier: Wer zurückhaltend, scheu und schüchtern auftritt, wird nicht so bald Punkte sammeln. Nur wer Fragen stellt, seine Mitarbeit anbietet und offen für neue Aufgaben ist, wird Anerkennung ernten. Dabei unbedingt immer Respekt vor der Arbeit der Kollegen zeigen und nicht als Besserwisser auftreten. Schließlich haben die Kollegen meist einen erheblichen Wissensvorsprung.
  • Schnell einarbeiten: Sorge dafür, dass du dich möglichst schnell integrierst und einarbeitest. Nutze dafür alle Lernmöglichkeiten, die sich bieten. Wenn es Einführungsveranstaltungen gibt, nimm unbedingt daran teil. Aufmerksamkeit spielt eine große Rolle, mache dir Notizen und wiederhole die neu erarbeiteten Themen für dich noch einmal.
  • Wer? Wie? Was? Frage ruhig nach – aus eigenem Interesse und um sicher zu gehen, dass du auch wirklich alles verstehst. Keine Angst vor zu vielen Fragen. Du solltest lieber einmal mehr fragen, als Fehler zu begehen. Fragenstellen ermöglicht es dir auch, schneller selbständig zu arbeiten. Du signalisierst so zudem, dass du wirklich interessiert bist.
  • Gute Arbeit: Leiste bei allem, was du anpackst, immer eine gute Arbeit. So erlangst du Vertrauen und einen guten Ruf bei Vorgesetzten und Kollegen. Bitte den Chef und die Kollegen um ein Feedback zu deinen Leistungen. Das zeigt, dass du dich für den Eindruck interessierst, den andere von dir haben. Nimm mögliche Kritik an, ohne gekränkt zu sein. Schließlich ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Das wissen auch die anderen. Lerne aus deinen Fehlern. Solltest du Fehler gemacht haben, die andere für dich „ausbaden“ müssen, dann entschuldige dich unbedingt bei der betreffenden Person dafür.
  • Kollegial genial: Zeige dich auch unbedingt Interesse an der Arbeit deiner Kollegen. Frage ruhig nach deren Aufgaben und finde heraus, wie diese Tätigkeiten zu deinem eigenen Job stehen. Das ermöglicht dir, Zusammenhänge  im Betrieb besser zu erkennen und hilft bei der Team-Bildung. Mal ganz abgesehen davon, dass du damit schnell ein persönliches Beziehungs-Netz in der Firma knüpfst. Offene und unverkrampfte Kontakte zu anderen sind wesentliche Voraussetzungen dafür, um selbst gut und effektiv zu arbeiten.
  • Hilfsbereit sein: Selbstverständlich solltest du deine eigenen Aufgaben gut erledigen. Gerade in der ersten Zeit kann es aber oftmals noch „Zwangspausen“ geben, in denen du nichts arbeiten kannst. In solchen Situationen solltest du deine Hilfe anbieten. Bloß keine Däumchen drehen. Erweise dich sich in solch einer Situation als echter Mit-Arbeiter und Teamplayer.

3 x Nein: Ganz zum Schluss noch ein paar kleine Hinweise, die aber große Bedeutung erlangen können:

  • Duze nicht zu schnell und von dir aus, sondern erst dann, wenn du die Betriebssitten kennst und diese ein Du erlauben.
  • Lästere nicht über abwesende Kollegen. Büroklatsch macht keine Freunde.
  • Private Telefonate zu führen, ist ebenfalls ein Tabu. Verlege diese unbedingt in den Feierabend und die eigenen Vier-Wände.

ist Diplom-Journalistin und hat ein Staatsexamen in Psychologie. Die alleinerziehende Mutter war viele Jahre Mitglied der Chefredaktion großer deutscher Frauenzeitschriften. Derzeit ist die überzeugte Vegetarierin, freie Autorin und findet die besten Ideen auf Spaziergängen mit ihrem Hund Quadriga.

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