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Spezielle Fußreflexzonen-Massage gegen chronische Schmerzen
Spezielle Fußreflexzonen-Massage gegen chronische Schmerzen

Quelle: Pexels

Gesundheit

Spezielle Fußreflexzonen-Massage gegen chronische Schmerzen

Vielen Menschen, die schon jahrelang mit Rückenschmerzen, Hüftbeschwerden oder Problemen im Hals-Nacken- und Schulterbereich kämpfen, kann eine gezielte Behandlung der Fußreflexzonen endlich helfen. Hier bekommst du erklärt, wie due diese Fußreflexzonen-Massage bei dir anwendest

Warum sind die Füße bei einer Schmerzbehandlung so wichtig?

Weil der Fuß das Spiegelbild unseres Körpers ist. An jeder Fußsohle befinden sich etwa 70 000 Nerven, gesammelt in den so genannten Meridianpunkten. Alle 48 Organe unseres Körpers – und wie man inzwischen weiß – auch die 24 Wirbel der Wirbelsäule können einem speziellen Punkt auf den Fußsohlen zugeordnet werden.

Was wird durch die Stimulation dieser Punkte erreicht?

Werden bestimmte Punkte gezielt stimuliert, können Energieblockaden im Körper gelöst und damit Schmerzen beseitigt werden. Durch Druck auf diese Punkte wird der Nerven- oder auch Meridianfluss wieder aktiviert. Im Körper werden die Selbstheilungsprozesse wieder in Gang gesetzt, die oft jahrelang blockiert waren.

Bei welchen Schmerzen kann eine Fußreflexmassage helfen?

Fast 95 Prozent der  Schmerzpatienten leiden unter chronischen Rückenschmerzen. Sie haben oft Jahre, manchmal sogar Jahrzehnte lange Odysseen mit Tabletten, Spritzen, Fango oder Rückenschulen hinter sich. Aber auch bei Spannungskopfschmerz, Migräne, Nacken-, Schulter- oder Armschmerzen hilft die Fußreflexmassage. In einer Studie der Uni-Klinik Innsbruck für innere Medizin wurde jetzt beweisen, dass die Massage des Fußbereiches, der den Nieren zugeordnet ist, den Blutfluss in den Nierenarterien verbesserte.

Wie kann die Schmerzquelle aufgespürt werden?

Durch systematisches Abtasten der einzelnen Meridianpunkte an beiden Füßen. Spürt der Betroffene dabei einen Schmerz, liegt genau dort auch die Energieblockade der Nervenbahnen und die eigentliche Schmerzquelle ist gefunden. Nicht selten werden dabei verdeckte, weil überlagerte Schmerzen aufgespürt.

Was passiert danach bei der Fußreflexmassage?

Mit dem Knöchel des Mittelfingers wird genau dieser Meridianpunkt für 6 bis 7 Sekunden gedrückt und bewusst ein Schmerz hervorgerufen. Dies wird mit kleinen Pausen mindestens 100 Mal wiederholt. Das dauert etwa eine Stunde. Diese Dauer ist wichtig. Nur 20 oder 30 Minuten, wie oftmals praktiziert, bringen einfach zu wenig.

Wie reagiert der Körper auf diese Druckmassage?

Durch den gewollten Schmerzreiz werden die Schmerzneuronen im Gehirn stimuliert. Der Kopf aktiviert darüber die gezielte Versendung von Endorphinen. Sie wiederum aktivieren die Selbstheilungsprozesse des Körpers. Man kann sagen, dass durch den Druck- und Schmerzreiz der „innere Arzt“ stimuliert wird. Bei Spannungskopfschmerzen, die oft vom Nacken ausgehen, ist es beispielsweise der Kopfpunkt am großen Zeh.

Verschwinden danach tatsächlich die Schmerzen?

Wie auch bei anderen Naturheilverfahren kann es in den ersten zwei Sitzungen zu einer Verschlechterung der Beschwerden kommen. Sie zeigen aber nur die Reaktionsfähigkeit an und werden später von einer Verbesserung abgelöst. Nach praktischen Erfahrungen werden über 80 Prozent der Betroffenen dauerhaft von ihren Schmerzen befreit. Und das wohlgemerkt auch noch nach jahrelangen Beschwerden.

Wie oft muss die Fußreflexmassage wiederholt werden?

In der Regel sind sechs bis zwölf Massagen nötig. Allerdings gilt hier die Faustregel: Je länger das Problem schon bestand, umso länger dauert die Behandlung. Der Schmerz wird so lange aktiviert, bis er verschwindet. In den ersten drei Wochen muss mindestens zwei Mal, danach ein Mal pro Woche behandelt werden.

Was bewirkt die Massage neben der Schmerzbehandlung noch?

Da die Organe zur intensiveren Tätigkeit angeregt werden, kommt es insgesamt zu einer verbesserten Durchblutung, zur Stärkung des Immunsystems, zur Harmonisierung des Energieflusses im Körper und damit zu mehr Vitalität und Wohlbefinden.

Bei welchen Beschwerden hilft die Fußreflexmassage nicht?

Sie stößt an ihre Grenzen bei allen echten Krankheiten wie Wirbelsäulenschäden, Bandscheibenvorfall, Herzrhythmusstörungen, Krampfadern, offenen Beinen und ähnlichem.

Kann ich mir die Füße auch selbst massieren?

Durchaus. Besser ist es aber, wenn dies der Partner übernimmt. Denn man sollte dabei bequem liegen. Gerade bei nervösen Unruhezuständen kann auch eine Laienmassage sehr wohl helfen.

Diese leichte Fußmassage kannst du selbst machen

Bei nervöser Unruhe, Abgespanntheit oder leichten Schlafstörungen kannst du dir auch selbst die Füße massieren. Und so geht es Schritt für Schritt:

  1. Nimm dir für ca. 5 bis 10 Min. ein heißes Fußbad. Füße danach gut abtrocknen.
  2. Setze oder stelle dich danach aufrecht hin. Lasse einen Igel- oder Tennisball unter deiner Fußsohle kreisen. Möglichst alle Fußregionen mit einbeziehen. Übe dabei einen leichten Druck aus. Je Fußsohle 2 bis 3 Min., jeweils 3 x wiederholen.
  3. Danach die Füße eincremen oder –ölen und systematisch durchkneten. Zwischendurch immer wieder mal die Zehen in die Länge ziehen. Je Fuß ca. 5 Min.

Da du bei dieser Massage alle Meridianpunkte erreichst, wird dein Körper insgesamt vitalisiert und harmonisiert. Zudem werden keine Schmerzpunkte aktiviert, deshalb wirkt diese Fußmassage beruhigend und schlaffördernd.


ist Diplom-Journalistin und hat ein Staatsexamen in Psychologie. Die alleinerziehende Mutter war viele Jahre Mitglied der Chefredaktion großer deutscher Frauenzeitschriften. Derzeit ist die überzeugte Vegetarierin, freie Autorin und findet die besten Ideen auf Spaziergängen mit ihrem Hund Quadriga.

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