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Haustiere für Kinder: 8 wichtige Tipps für Eltern ...

Die Deutschen lieben Haustiere! Mehr als 34 Millionen tierische Freunde leben in Familien oder bei Einzelpersonen. Die absoluten Lieblinge der Deutschen sind Katzen (13.7 Millionen), gefolgt von Hunden (9,2 Millionen). Auch Kleintiere wie Hamster, Kaninchen und Meerschweinchen (6,12 Millionen) sind beliebt – besonders bei Kindern, denn fast jedes zweite Kind hat ein Haustier und wünscht sich einen tierischen Freund. In Familien, in denen es keine Haustiere gibt, denken die Eltern beim Wunsch der

Die Deutschen lieben Haustiere! Mehr als 34 Millionen tierische Freunde leben in Familien oder bei Einzelpersonen. Die absoluten Lieblinge der Deutschen sind Katzen (13.7 Millionen), gefolgt von Hunden (9,2 Millionen). Auch Kleintiere wie Hamster, Kaninchen und Meerschweinchen (6,12 Millionen) sind beliebt – besonders bei Kindern, denn fast jedes zweite Kind hat ein Haustier und wünscht sich einen tierischen Freund. In Familien, in denen es keine Haustiere gibt, denken die Eltern beim Wunsch der Kinder nach einem Haustier zuerst an die Kosten und den Aufwand. Dabei wirken sich Haustiere sehr positiv auf die Entwicklung von Kindern aus und das in ganz unterschiedlichen Bereichen. Die Frage ist: Ab welchem Alter sollten Kinder ein Haustier bekommen Kinder und was sollten Eltern dabei unbedingt beachten?

Tipp 1: Tierhaarallergie in der Familie abklären

Familien, in denen es bisher keine Haustiere gibt, sollten vor der Anschaffung eines „haarigen“ Freundes unbedingt klären, ob jemand aus der Familie unter einer Tierhaarallergie leidet. Denn es ist dramatisch – für das Kind und das Tier – wenn ein Haustier ins Tierheim muss, weil das Kind oder ein Familienmitglied allergisch auf Tierhaare reagiert. In solchen Fällen sind Ziervögel oder Fische eine Alternative, die lösten nur selten Allergien aus.

Tipp 2: Mit dem Kind über den Wunsch sprechen

Kinder, die sich ein Haustier wünschen, haben oft ganz konkrete Vorstellungen von einem vierbeinigen Freund. Doch nicht alle Wünsche lassen sich tatsächlich realisieren. Es kann zum Beispiel sein, dass der Vermieter keine Hunde oder Katzen in der Wohnung erlaubt – dann könnte sich das Kind alternativ für ein Kleintier entscheiden. Eltern sollten mit dem Kind aber auch darüber sprechen, dass ein Haustier Verantwortung bedeutet. Denn es kommt nicht nur ein Kuschelfreund in die Familie, sondern ein Lebewesen, das liebvolle Betreuung braucht und gefüttert werden muss – und zwar ohne Ausnahme jeden Tag!

Tipp 3: Tierhandlung, Züchter oder Tierheim?

Ein Haustier gehört nicht nur dem Kind, sondern es wird ein Familienmitglied. Kinder interessiert es allerdings nicht, ob Hund oder Katze bei einem Züchter gekauft werden oder der Hamster, das Heerschwein oder der Hase in einer Tierhandlung erworben wird. In den meisten Städten warten in den Tierheimen viele Tiere auf ein neues und liebevolles zu Hause – dort sollten sich Eltern mit den Kindern unbedingt umschauen. Der Vorteil von einem Tierheim ist auch, dass man sich dort mit einem Tier anfreunden kann. Man kann es zuerst besuchen und mit einem Hund zum Beispiel einige Male spazieren gehe. Es bleibt also genau Zeit für die Entscheidung – wenn es nicht Liebe auf den ersten Blick ist.

Tipp 4: Ab welchem Alter ein eigenes Haustier?

Diese Frage werden viele Eltern sehr unterschiedlich beantworten. Gibt es in der Familie bereits einen Hund oder eine Katze, einen Hamster oder ein Meerschwein und vielleicht Geschwister, wenn ein neues Kind geboren wird, wächst es natürlich mit dem Haustier auf. Hier gilt aber der Grundsatz: Babys oder Kleinkinder sollten nie mit einem Tier allein gelassen werden! Auch wenn ein Haustier noch so „lieb“ ist, bleibt es unberechenbar. Tiere können sogar eifersüchtig auf das neue Familienmitglied reagieren und ein total lieber Hund kann plötzlich zubeißen oder eine Schmusekatze kann kratzen. Gibt es keine Tiere in der Familie, sollten Eltern bis zum Grundschulalter des Kindes warten, bevor ein Tier in die Familie kommt.

Tipp 5: Kinder müssen Verantwortung für das Tier übernehmen

Ab der zweiten oder dritten Klasse ist ein Kind in der Lage, ein Haustier allein zu versorgen. Die Freude von Kindern über ein Haustier ist am Anfang natürlich groß – die Versprechungen, sich IMMER um das Tier zu kümmern allerdings auch. Die Eltern sollten deshalb mit dem Kind besprechen, dass es eine große Verantwortung trägt – die es nicht mal eben den Eltern überantworten oder vernachlässigen kann. Beim Gassi gehen mit dem Hund können Eltern ein Grundschulkind noch begleiten – ab 10 Jahren kann es das allein übernehmen. Aber: Das Katzenklo oder den Hamsterkäfig sollten Kinder allein reinigen. Eltern sollten das zwar kontrollieren, aber dem Kind keinesfalls diese Aufgabe abnehmen.

Tipp 6: Welchen Einfluss haben Haustiere auf die Entwicklung?

Kinder, die sich um ein Haustier kümmern, lernen nicht nur Verantwortung für ein Lebewesen zu übernehmen, der Umgang mit einem Tier fördert auch die Sozialkompetenz und Kinder machen die Erfahrung, einen wahren Freund zu haben. Denn Tiere interessiert es nicht, ob ein Kind zum Beispiel dick oder dünn ist, es liebt seinen Freund bedingungslos. Nicht zuletzt lernen Kinder mit einem Haustier aber auch, dass Themen wie Krankheit und Tod zum Leben gehören. Freilaufende Katzen können überfahren werden, Hunde können weglaufen, Kleintiere an einer Krankheit sterben. Eltern sollten auch solche Themen mit den Kindern besprechen. Und wenn ein solcher Fall eintritt, sollten sie das Kind gut begleiten und es wissen lassen, dass es jederzeit über das Ereignis sprechen kann.

Tipp 7: Welche Tiere sind nicht für Kinder geeignet?

Wenn es kein haariges Haustier werden soll, können Ziervögel oder Fische eine Alternative sein. Spinnen, Echsen oder Schlangen hingegen sind als Haustiere für Kinder nicht gut geeignet.

Tipp 8: Die Zusatzkosten im Blick haben

Die Kosten für die Anschaffung eines Haustiers sind natürlich ein Thema, über das die Familie sprechen sollte – aber auch die zusätzlichen und die täglichen Kosten spielen eine große Rolle. Welche Ausstattung Tiere brauchen, haben wir hier zusammengetragen (Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit).

  • Fressnapf
  • Futter – täglich früh und abends
  • Leine und Halsband
  • Tierspielzeug
  • Fellbürste
  • Schlafkorb
  • Vogelkäfig
  • Vogelsand
  • Hamsterkäfig/Hasenkäfig
  • Heu oder Stroh
  • Transportkorb
  • Tierarztkosten für Impfungen, bei Erkrankungen oder die Kosten für Behandlungen bei Unfällen
  • Haftpflichtversicherung vor allem für Hunde

Betty arbeitet als freie Journalistin und ist Herausgeberin im Verlag Berliner Journalisten. Im Ullstein-Verlag veröffentlichte sie drei Sachbücher zu den Themen Europa, Verbraucherrecht und der Gleichstellung allein erziehender Mütter.

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