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5 Tipps, wie du deinem Kind das Wir-Gefühl beibrin...

5 Tipps, wie du deinem Kind das Wir-Gefühl beibringst (mit Leon und Jelena)

5 Tipps, wie du deinem Kind das Wir-Gefühl beibringst (mit Leon und Jelena)

Quelle: Trinity Kubassek / Pexels

 
5 Tipps, wie du deinem Kind das Wir-Gefühl beibringst

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Spätestens mit drei, vier Jahren weiß ein Kind genau, was es will. Oder auch nicht. Trotzköpfchen trotz Köpfchen – so erleben Eltern nun ihre Knirpse. Aber sind sie als Kita-Kinder auch schon reif für ein Parlament? Wollen und können sie bereits im Kindergarten mitbestimmen und mitmachen? Ja!

Gib dein Kind unbedingt in die Kita!

Nichts macht es fitter in Sachen Sozialkompetenz, als der Umgang und ja auch die Auseinandersetzung mit anderen Gleichaltrigen. Diese Erfahrungen des „Wir-Gefühls“ solltest du dein Kind unbedingt machen lassen und es deshalb in der Kita anmelden.

Erklären statt bevormunden!

Dein Kind wird nach jedem Kita-Tag randvoll mit Erlebnissen sein. Höre geduldig zu. Nimm seine Probleme ernst. Suche mit deinem Kind nach Lösungen. Beispiel: Janne will das Puzzle immer allein machen? Aber zwei Augenpaare sehen mehr. Ermuntere dein Kind, geduldig zu bleiben und Janne Puzzle-Teile beizusteuern. Der gemeinsame Erfolg wird beide belohnen.

Die Sache mit dem Teilen!

Kindern fällt es anfangs sehr schwer, etwas von sich abzugeben. Dafür braucht es deine Ermunterung und auch dein Vorbild. Gib zu einem Kinderfest in der Kita z.B. so viele Gummitiere mit, dass jedes Kind drei Gummitiere bekommen kann. Wichtig: Dein Kind darf sie verteilen! Das macht dein Kind so stolz, dass es gar nicht bemerkt, was es eben gemacht hat. Nämlich teilen.

Für kluge Kinder gibt es Tabus!

Hauen, kratzen, beißen? Um sein Recht durchzusetzen? Geht gar nicht. Erkläre deinem Kind, dass so etwas nur Katzen oder Hunde machen. Sage deinem Kind, dass er/sie dafür doch viel zu klug ist. Denn kleine Kinder wollen unbedingt klug sein. Und biete Alternativen an. Wenn die Anna-Maria wieder an deinen Haaren zieht, hältst du einfach ihre Hand fest, schaust ihr ins Gesicht und sagst ihr dann, dass dir das wehtut.

Geschützte Orte besprechen!

Fast jede Kita bietet einen Platz an, wo sich die Kinder mal zurückziehen können. Bei meiner Tochter war es die Elefantenecke. Da gab es ein Elefantenplüschtier, zu dem sie flüchten konnte, wenn ihr der Trubel der Gruppe zu viel wurde. Ich habe ihr erklärt, dass sie dem Elefanten ruhig erzählen kann, was sie stört oder bedrückt. Er würde es gewiss nicht weitererzählen. Ein paar Minuten der Ruhezuflucht reichen aus, um wieder zurück zu den anderen Kindern zu wollen. Denn: Kinder ziehen Kinder magisch an! Vertraue darauf.


Acht kleine Geschichten über großes Engagement erzählen die Bücher „Leon und Jelena“ der Bertelsmann Stiftung*:

Leon hat vom Papa einen Motoradhelm geschenkt bekommen. Keinen echten. Aber mit der schicken „1“ darauf fühlt sich Leon wie ein Rennpilot und kann gar nicht schnell genug in den Kindergarten kommen. Denn dort gibt es Dreiräder, mit denen er Motorradfahrer-mäßig durch die Gegend kurven möchte. Aber Leon hat Pech. Alle Dreiräder sind besetzt. Frustriert muss er warten. Und auch als das Dreirad von Badu endlich frei wird, währt Leons Glück kaum länger als eine Runde. Semra will nämlich auch mal fahren. Und so wird Leon von seiner Erzieherin Anja buchstäblich ausgebremst. Das Dreirad-Problem landet bald darauf in der Kinderkonferenz, in der alle Kinder einer Kitagruppe ihre Probleme erzählen dürfen. Nach einer hitzigen Diskussion meint Jelena schließlich: „Wer fährt, muss das Dreirad auch abgeben.“ Und Badu erklärt: „Wir brauchen eine Regel.“ Weil aber alle Kita-Gruppen die Dreiräder nutzen, landet die Angelegenheit im Kinderparlament. Dort treffen sich die Kinder-Vertreter der einzelnen Gruppen mit Erziehern und Kindergartenleiterin….

5 Tipps, wie du deinem Kind das Wir-Gefühl beibringst (mit Leon und Jelena)

Wer selbst (Kita-)Kinder hat, kann täglich beobachten, wie aus einem Kleinkind eine Persönlichkeit wird. Vielleicht hast du mit deinem Kind auch den berühmten Creme-Test gemacht: Unbemerkt etwas weiße Creme auf die Nasenspitze gegen, das Kind vor einen Spiegel stellen und sehen, was passiert. Fasst es sich an seine Nase, hast du die „Geburt“ seines Ichs erlebt. Ich bin das und auf meiner Nase ist Creme. Die will ich da aber nicht haben. Meine Tochter hat sie entschlossen abgewischt und schon bald darauf nicht mehr gesagt, „Leonie will das nicht“. Aus der dritten Person wurde fast über Nacht eine Ich-Person. Fortan hieß es – übrigens reichlich – ich will das nicht.

Die Haltestelle für Dreiräder: Zurück zu den Kita-Kids und ihrem Dreirad-Problem. Da sitzen nun im Kinder-Parlament lauter engagierte Ich-Personen und sprechen darüber, welche Möglichkeiten es gibt, damit alle zu ihrem Recht kommen. Verschiedene Lösungen werden erdacht und ausprobiert. Nicht gleich funktioniert es wie erhofft. Am Ende aber einigen sie sich auf Jelenas Idee – eine Haltestelle für Dreiräder. Wer nicht mehr fahren will, kommt dort zu den wartenden Kindern und gibt das Dreirad weiter. Und das klappt bestens.
Am Ende haben sie gelernt: Nur in der Gemeinschaft konnten sie ihr Problem lösen. Und aus den vielen engagierten „Ichs“ wurde letztlich ein starkes „Wir“.

5 Tipps, wie du deinem Kind das Wir-Gefühl beibringst (mit Leon und Jelena) 5 Tipps, wie du deinem Kind das Wir-Gefühl beibringst (mit Leon und Jelena)

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Du musst dich dafür nur in die untenstehende Box eintragen. Das Gewinnspiel läuft bis zum 26.2.2017, danach wird der oder die Gewinner(in) mit einer E-Mail benachrichtigt. Der Gewinn kann nicht ausgezahlt werden und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

 

 

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ist Diplom-Journalistin und hat ein Staatsexamen in Psychologie. Die alleinerziehende Mutter war viele Jahre Mitglied der Chefredaktion großer deutscher Frauenzeitschriften. Derzeit ist die überzeugte Vegetarierin, freie Autorin und findet die besten Ideen auf Spaziergängen mit ihrem Hund Quadriga.

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