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Schuppen & Juckreiz? Endlich wieder schöne Ha...

Schöne Haare und eine gesunde Kopfhaut sind gerade für uns Frauen ein optisches „Aushängeschild“. Ärgerlich, wenn es durch Schuppen, Schuppenflechten oder sogar Juckreiz gestört wird. Jeder 3. Frau hat mit solchen Kopfhautproblemen zu kämpfen. Was dahinter stecken kann und welche Hilfe es für dich gibt, hier im Kurzüberblick.

Warum kommt es überhaupt zur Schuppenbildung?

Schuppen sind ganz normal. Denn auch auf dem Kopf teilen sich die Zellen der Hornhaut permanent. Sie wandern an die Oberfläche, sind dort bereits abgestorben und lösen sich aus dem Verbund mit den tiefen Zellschichten. Diese toten Zellen sind aber meist so klein, dass man sie nicht sieht. Erst, wenn sich die Hornhautzellen zu schnell entwickeln, kann die Kittsubstanz dazwischen nicht rasch genug abgebaut werden. Die toten Zellen lösen sich dann in größeren Zellverbänden und sind bis dahin kaum wahrnehmbar. Ab 500 Zellen allerdings sind sie als Schuppen sichtbar.

Sind Schuppen immer gleich?

Nein, es gibt trockene und fettige Schuppen. Trockene Schuppen sind klein, gleichmäßig auf dem Kopf verteilt und rieseln leicht auf Kleidung und Kissen. Sie nehmen meist nur überhand, wenn die Kopfhaut durch Hitze im Sommer, zu heißes Duschen oder Fönen stark austrocknet. Wenn du dieses „Fehlverhalten“ korrigierst und zudem ein Schuppenshampoo benutzt, verschwinden sie meist wieder.

Und fettige Schuppen?

Sie entstehen häufig als Folge einer Überfunktionsstörung der Talgdrüsen. Der überschüssige Talg lagert sich als gelblich-öliger Film zwischen den Haaren ab. Oftmals entstehen dann rötliche Entzündungsherde – das so genannte seborrhoische Ekzem. Zudem können fettige Schuppen leicht verkleben und bilden dadurch einen idealen Nährboden für Pilze oder Bakterien.

Was kann ich gegen fettige Schuppen unternehmen?

Du solltest einen Hautarzt aufsuchen, denn es ist eine chronische Erkrankung der Kopfhaut. Im akuten Stadium wird die seborrhoische Dermatitis mit pilzabtötenden und antibaktieriellen Antimykotika behandelt. Dafür gibt es spezielle Cremes, Lotionen oder Shampoos. Bei starken Entzündungen können zeitweilig Glukokortikoide als äußerlich anzuwendende Präparate eingesetzt werden. Ist die Schuppenbildung besonders stark ausgeprägt, werden so genannte Keratolytika verwendet. Sie enthalten Salizylsäure oder Harnstoff. Diese Substanzen weichen die Schuppen auf und lösen sie ab. Auch eine therapeutische Anwendung von UVB-Strahlen (Phototherapie) kann helfen.

Wann spricht man von einer Schuppenflechte?

Schuppenflechte (Psoriasis) ist eine gutartige, aber chronisch-entzündliche und oft auch immer wiederkehrende Hautkrankheit. Sie ist zwar nicht ansteckend, kann jedoch vererbt werden. Bei dieser Funktionsstörung der Haut werden die Hautzellen viel schneller als normal erneuert. Dadurch stauen sich unreife Hautzellen an der Oberfläche und es kommt zu Schuppen und juckenden Entzündungen.

Wie wird sie behandelt?

Wichtig ist die richtige Hautpflege durch rückfettende Ölbäder, Duschöle, Fettsalben oder fette Cremes. Günstig sind auch Inhaltsstoffe wie Harnstoff und Glycerin. Sie schützen vor Austrocknung. Im akuten Krankheitsschub wird zunächst die Schuppenschicht mit Salbenverbänden (Salicylsäure, Milchsäure, Harnstoff) abgelöst. Danach kommen Substanzen (z.B. Steinkohleteer, Dithranol, Corticoide) zum Einsatz, die das übermäßige Wachstum der Hautzellen bremsen und/ oder entzündungshemmend wirken.

Warum rufen Haarfärbemittel oft Allergien hervor?

Gerade dunkle Haarfärbemittel können in der Tat schwere Allergien auslösen. Es kommt dann zu starkem Juckreiz, Rötungen und Schwellungen. Zuweilen bilden sich auch Bläschen und Knoten. Die  Substanz p-Phenylendiamin (p-PD) ist häufig ein Auslöser und kommt unter anderem in preiswerten Textilien vor. Sie wird verwendet, weil sie eine intensivere Farbe, gute Farbdeckung und hohe Farbbeständigkeit gewährleistet.

Wie kann ich mich davor schützen?

Wer selbst zuhause färbt, sollte keine p-PD haltige Farbe verwenden. Bei anderen Farbprodukten sollte eine kleine Menge in der Armbeuge auf Verträglichkeit geprüft und 2 bis 3 Tage abgewartet werden. Kommt es zu Rötungen – Finger weg. Allergiker können  alternativ auf pflanzliche Produkte umsteigen. Schwangere sollten auf chemische Haarfärbemittel ganz verzichten.

Warum muss ich auch meine Kopfhaut vor Sonne schützen?

Weil der Kopf neben Schultern, Ohren und Gesicht zu den „Sonnenterassen“ des Körpers gehört. Vor allem Frauen mit dünnerem Haar müssen diese Region besonders schützen. Denn sonst droht neben Sonnenbrand als Spätfolge Hautkrebs. Seit 1950 hat sich durch starke UV-Strahlung seine Rate leider versechsfacht.

Und wie schütze ich mich am besten?

Die banalste, aber wirksamste Regel: Vermeide jede Rötung. Trage als Kopfschutz Hüte. Auch, wenn du ins Wasser gehst. Halte dich vor allem mittags im Schatten auf. Schütze dich anfangs mit einem besonders hohen und vor allem typgerechten Lichtschutzfaktor (mindestens LSF 20). Nach dem Sonnenbad kannst du eine After Sun Lotion verwenden. Sie gleicht sonnenbedingte Defizite der Hautfeuchtigkeit aus.


ist Diplom-Journalistin und hat ein Staatsexamen in Psychologie. Die alleinerziehende Mutter war viele Jahre Mitglied der Chefredaktion großer deutscher Frauenzeitschriften. Derzeit ist die überzeugte Vegetarierin, freie Autorin und findet die besten Ideen auf Spaziergängen mit ihrem Hund Quadriga.

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