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9 Dinge, die du bei einer möglichen Mieterhöhung u...

9 Dinge, die du bei einer möglichen Mieterhöhung unbedingt wissen solltest!

9 Dinge, die du bei einer möglichen Mieterhöhung unbedingt wissen solltest!

Quelle: Pixabay

 

Die meisten Mieter finden regelmäßig eine Mieterhöhung im Postkasten. Aber Vermieter brauchen die Zustimmung ihrer Mieter, wenn sie die Miete anheben wollen!

Muss eine Mieterhöhung schriftlich erfolgen?

Die Schriftform ist gesetzlich vorgeschrieben. Mündliche oder telefonische Mieterhöhungen sind unzulässig. Das Mieterhöhungsschreiben muss von allen Vermietern stammen – wenn es mehrerer Eigentümer gibt. Und: Der Vermieter muss nachweisen, dass die neue Miete ortsüblich ist.

Welche Fristen gelten für Mieter und Vermieter?

Vermieter müssen eine Mieterhöhung zwei Monate vorher ankündigen. Nach Zugang des Schreibens steht dem Mieter eine Überlegungsfrist zu. Beispiel: Der Mieter erhält die Mieterhöhung am 1. März, dann endet die Überlegungsfrist 31. Mai und die neue Miete ist am 1. Juni fällig.

Ist eine Zustimmung des Mieters erforderlich?

Ja. Jede Mieterhöhung braucht grundsätzlich die Zustimmung des Mieters, sonst wird sie nicht rechtswirksam.

Was geschieht, wenn ein Mieter nicht zustimmt?

Stimmt der Mieter der Erhöhung nicht zu, muss er innerhalb von 14 Tagen Widerspruch einlegen. Tut er das nicht, kann der Vermieter auf Zustimmung klagen, wenn der Mieter die erhöhte Mietforderung auch nach Ablauf der Überlegungsfrist nicht zahlt. Reagiert der Mieter nicht, sondern und zahlt die höhere Miete kommentarlos, gilt die Zahlung als Zustimmung zur Mieterhöhung.

Ist eine Erhöhung vom Verwalter zulässig?

Schickt ein Anwalt oder die Hausverwaltung einem Mieter eine Mieterhöhung, muss dem Erhöhungsschreiben eine Original-Vollmachtsurkunde beiliegen. Fehlt diese, kann die Mieterhöhung als unzulässig zurückgewiesen werden. Der Mieter hat für diese Zurückweisung eine Widerspruchsfrist von 14 Tagen.

Wann steigt die Miete nach einem Neueinzug?

Eine Mieterhöhung wird nicht wirksam, wenn nach dem Einzug in eine neue Wohnung die Jahressperrfrist nicht eingehalten wird – diese beträgt mindestens zwölf Monate.

Welche Zeitabstände gelten für Erhöhungen?

Zwischen der letzten Mieterhöhung und einem neuen Erhöhungsverlangen müssen 15 Monate liegen. Ausnahmen: Mieterhöhungen wegen Modernisierung oder Anpassung an die Nebenkosten.

Um wie viel Prozent darf die Miete steigen?

Für Mieterhöhungen gilt die Kappungsgrenze. Der Mietaufschlag darf innerhalb von drei Jahren nicht höher als 20 Prozent sein. In Großstädten wie z.B. Berlin, Hamburg oder München darf die Miete innerhalb von drei Jahren sogar nur um 15 Prozent steigen.

Vergleichswohnungen: gelten sie als Nachweis?

Weist der Vermieter auf Vergleichswohnungen hin, heißt es für Mieter: Aufgepasst! In der Praxis sind Vergleichswohnungen oft nicht vergleichbar, sondern meist überteuert. Um das konkret nachprüfen zu können, müssen Adresse, Geschoss und Quadratmeterpreis der Vergleichswohnungen angegeben sein. Und hier gilt: Ist ein qualifizierter Mietspiegel vorhanden, muss der Vermieter diesen immer mit anführen.

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Betty arbeitet als freie Journalistin und ist Herausgeberin im Verlag Berliner Journalisten. Im Ullstein-Verlag veröffentlichte sie drei Sachbücher zu den Themen Europa, Verbraucherrecht und der Gleichstellung allein erziehender Mütter.

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