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Wiedereinstieg ins Berufsleben – Wohin mit dem Baby?
Wiedereinstieg ins Berufsleben – Wohin mit dem Baby?

Quelle: Pixabay

Arbeit - Familie

Wiedereinstieg ins Berufsleben – Wohin mit dem Baby?

Irgendwann kommt der Tag, die Elternzeit geht zu Ende und die meisten Mamas kehren zurück in ihren beruflichen Alltag. Und es ist oft mit einem mulmigen Gefühl verbunden, nach so langer Zeit wieder zu arbeiten.

Irgendwann kommt der Tag, die Elternzeit geht zu Ende und die meisten Mamas kehren zurück in ihren beruflichen Alltag. Und es ist oft mit einem mulmigen Gefühl verbunden, nach so langer Zeit wieder zu arbeiten.

Wie gelingt der Start ins Berufsleben? Arbeite ich Voll- oder Teilzeit? Wie werden mein Baby bzw. Kind mit der Trennung fertig? Wer betreut das Baby bzw. Kind? Fragen über Fragen, denn der Einstieg nach der Elternzeit muss wohlüberlegt und geplant werden, damit alle Seiten – Arbeitgeber, Eltern, Kind und Betreuungspersonen zufrieden sind.

Den Wiedereinstieg frühzeitig planen

Ich habe eine acht Monate alte Tochter und fange nach der Elternzeit wieder an, in Teilzeit zu arbeiten. Etwas drei Monate vor Ende der Elternzeit habe ich mich meiner Vorgesetzten meine weitere berufliche Zukunft besprochen. Sie und ich haben unsere jeweiligen Wünsche und Anforderungen vorgetragen, die wir dann gebündelt haben. Ich arbeite pro Woche 20 Stunden, verteilt an drei Tagen. Da mein Arbeitgeber eine familienfreundliche Infrastruktur hat, besteht die Möglichkeit, einen Teil dieser 20 Stunden im Home-Office zu absolvieren. Konkret bedeutet das, ich arbeite einen Tag pro Woche von zu Hause und an den anderen Tagen im Unternehmen. Wir haben meine Arbeitsschwerpunkte so verteilt, dass ich im Home-Office einen Teil erledige, und in der Firma. Meine Arbeitstage sind also klar aufgeteilt.

Es ist enorm wichtig, mit dem Arbeitgeber offen zu sprechen, damit du keine böse Überraschung erlebst, wenn der erste Arbeitstag beginnt. Viele Vorgesetzte sind froh, nicht vollständig auf Mitarbeiter verzichten zu müssen, da du wichtige Fachkompetenzen hast, und stimmen daher einer Teilzeitarbeit gerne zu. Zum einen behältst du den Kontakt zur Arbeit und zum Unternehmen, kannst dich andererseits immer noch um dein Kind kümmern.

Wohin mit dem Baby?

An zwei Tagen pro Woche bin ich im Unternehmen und nicht zu Hause. Da mein Mann ebenfalls arbeiten muss, stellt sich zwangsläufig die Frage, wohin mit dem Baby in dieser Zeit? Vor dieser Frage stehen sehr viele junge Eltern und es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Betreuung für das Baby zu gewährleisten. Familienangehörige, Kita, Hort, Tagesmutter – für jede Familie kommt ein anderes Modell in Frage.

Da mein Mann und ich das große Glück haben, dass unsere Eltern nicht mehr berufstätig sind, bleibt unser Baby an beiden Tagen bei den Großeltern. An einem Tag bringe ich das Baby zu meinen Eltern, am anderen Tag bleibt es zu Hause, denn wir wohnen mit meinen Schwiegereltern zusammen. Nach der Kita sind Großeltern die wichtigsten Bezugspersonen für Kinder, wie das Deutsche Jugendinstitut in München herausgefunden hat. Dies ist vorteilhaft, da die Babys die Bezugspersonen schon sehr intensiv kennen und es so für die Mama leichter ist, wieder arbeiten zu gehen. Das Baby ist nicht bei Fremden, sondern bei Personen, die es sehr genau kennen und lieben. Die Betreuung bei Oma und Opa ist kostenfrei, was ist natürlich ein finanzieller Vorteil gegenüber Kitas oder Tagesmüttern ist. In Kitas und bei Tagesmüttern kommen die Kinder natürlich sehr frühzeitig mit Gleichaltrigen in Kontakt, was ein Vorteil gegen über der Betreuung durch Oma und Opa ist.

Oftmals sind Omas und Opas aber auch noch berufstätig oder wohnen zu weit weg, so dass eine Betreuung gar nicht möglich ist und als Alternative nur die Kita oder Tagesmütter bleiben. Jede Familie muss aufgrund seiner aktuellen Lebenssituation herausfinden, was das passende Modell ist. Ein allgemeingültiger Rat ist nicht möglich, denn jede Familie ist anders.

Bei einer Kita oder Tagesmutter ist es wichtig, dass du dich frühzeitig um einen Platz kümmerst. Unser Kind wird erst mit drei Jahren in den Kindergarten gehen und wir müssen es jetzt schon anmelden, damit es einen Platz bekommt. Kümmere dich also frühzeitig um einen Platz, am besten schon in der Elternzeit, denn ohne Kita-Platz wird es schwierig, wieder arbeiten zu gehen. Viele Kitas haben leider zu wenig Kapazitäten und sind deshalb schnell belegt.

Wir haben das Glück, dass unser Baby bei Oma und Opa bleiben kann. Das hat mir persönlich eine große Last von den Schultern genommen, denn ich weiß, dass mein Baby in der Zeit, wo ich arbeiten gehe, bestmöglich bei wundervollen Menschen aufgehoben ist, welche die kleine Maus über alles lieben. Aber auch in Kitas und bei Tagesmüttern sind die Kleinen perfekt aufgehoben und sind somit sehr früh im Kontakt mit Gleichaltrigen, was auf jeden Fall positiv für die Entwicklung der Sozialkompetenz ist.

Ich freue mich schon sehr darauf, eine Working-Mom zu sein und bin sehr gespannt, wie sich Familie und Arbeit miteinander vereinbaren lässt. Dazu aber vielleicht bald mehr…


Natascha hat Oecotrophologie studiert und arbeitet hauptberuflich an einer Hochschule. Dort betreut sie Studierende und Unternehmen und arbeitet im Bereich E-Learning und Social Media. Die Mama einer kleinen Tochter ist im Nebenerwerb selbstständig mit einem Online-Shop, in welchem sie Schmuck verkauft. Sie führt mit großer Leidenschaft ihren Blog daydreamin, auf dem sie Ausschnitte aus ihrem Leben zeigt – Essen, DIYs, Tipps und Tricks rund ums Mama-Sein und schöne Dinge des täglichen Lebens. Website | Instagram | Facebook | Pinterest

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