close
Ständig pleite? Die 13 häufigsten Fehler beim Umgang mit Geld und wie ihr sie vermeidet
Ständig pleite? Die 5 häufigsten Fehler beim Umgang mit Geld und wie ihr sie vermeidet

Quelle: Pexels

Lifestyle - Ratgeber

Ständig pleite? Die 13 häufigsten Fehler beim Umgang mit Geld und wie ihr sie vermeidet

Mal ehrlich: Ist bei euch auch am Ende des Geldes zu viel Monat übrig? Wisst ihr oftmals nicht, wofür ihr den Fünfziger ausgegeben habt, den ihr gerade am Automaten gezogen habt? Verliert ihr schnell den Überblick über eure Finanzen und wundert euch, dass ihr schon wieder im Dispo seid? Dann solltet ihr dringen etwas unternehmen, um eure finanzielle Schieflage in den Griff zu bekommen. Wir haben 5 geniale Tipps, wie ihr Fehler beim Umgang mit Geld vermeidet.

Mal ehrlich: Ist bei euch am Ende des Geldes auch immer zu viel Monat übrig? Wisst ihr oftmals nicht, wofür ihr den Fünfziger oder den Zwanziger ausgegeben habt, den ihr gerade am Automaten gezogen hattet? Verliert ihr schnell den Überblick über eure Finanzen und wundert euch, dass ihr schon wieder im Dispo seid? Dann solltet ihr dringen etwas unternehmen, um eure finanzielle Schieflage in den Griff zu bekommen. Denn wer seine Finanzen nicht regelt und mehr Geld ausgibt, als er monatlich verdient, wird eines Tages vielleicht Insolvenz anmelden müssen. Dieser Schritt ist schmerzhaft und es dauert lange, bin wieder Normalität einzieht und man wieder Herr über sein Geld ist. Damit euch das nicht passiert, haben wir geniale Tipps, wie ihr Fehler beim Umgang mit Geld vermeidet.

Fehler Nr.1: Das Konto mit dem Partner teilen

In einer Partnerschaft sollte jeder sein eigenes Geld verdienen und sein eigenes Konto haben. Nicht selten – vor allem um Kontogebühren zu sparen – richten sich Paare ein gemeinsames Konto ein. Das kann fatal werden – wenn zwei Personen auf ein Konto zugreifen und nicht jeder verantwortungsvoll mit dem Geld umgeht. Dann kann es schnell zu Spannungen kommen und es stellen sich Frage: Wer gibt mehr Geld aus und vor allem wofür? Um solche Spannungen zu vermeiden, sind getrennte Konten besser und es muss keine Frage von Kontogebühren sein. Es gibt Onlinebanken, die immer noch kostenlose Gehaltskonten anbieten.

Fehler Nr. 2: Die Prioritäten nicht kennen

Wer viel verdient gibt oft viel aus – sagt ein altes Sprichwort. Stimmt häufig, aber nicht immer. Wer sein Einkommen nicht genau einteilt und nach Prioritäten ordnet, verliert schnell den Überblick. Vom Gehalt sollten immer die Miete, der Strom, die Auto- und die Mobilfunkkosten, die Monatskarte für die Bahn und die kleinen Posten wie zum Beispiel die Gebühr fürs Fitness-Studio abgezogen werden. Dann – ganz wichtig – die Sparrücklage für ungeplante Ausgaben und den Urlaub zurücklegen. Erst dann kann „der Rest“ auf den Monat aufgeteilt werden. Wer seine Prioritäten nicht kennt und das Geld ohne Überblick ausgibt, kann schnell in Schwierigkeiten kommen – wenn die Bank zum Beispiel die Miete zurückbucht, weil das Konto nicht ausreichend gedeckt ist.

Fehler Nr. 3: Den Dispokredit in Anspruch nehmen

Viele kennen das: Eigentlich ist das Geld schon knapp oder das Konto schon im Minus, aber ein besonderes Paar Schuhe oder eine neue Jeans haben es uns angetan. Wer sich dann nicht disziplinieren kann, rutscht schnell in den Dispo – und da wieder herauszukommen, ist enorm schwer. Vor allem aber ist ein Dispokredit sehr teuer. Die Banken verlangen horrende Zinsen für die Kontoüberziehung – bis zu 13 oder gar 14 Prozent. Vermeidet es also, über eure Verhältnisse zu leben – auch wenn es schwerfällt. Denn: Schulden machen ist leicht – Schulden zurückzahlen sehr schwer.

Fehler Nr. 4: Leichtfertig mit Kreditkarte zahlen

Klar, es ist kinderleicht, mit der Plastikkarte zu zahlen. Hier ein Abendessen, dort ein Kinobesuch und auch im Supermarkt kann die Kreditkarte zum Einsatz kommen. Wer da nicht genau Buch führt und den Überblick behält, für den kommt am Ende des Monats das böse Erwachen. Dann können schnell mal 400 oder 500 Euro zusammenkommen, die man gar nicht eingeplant hat. Wenn dann nach allen Fixkosten vom Gehalt nichts mehr übrig bleibt, muss wieder der Dispo in Anspruch genommen werden – und die Finanzspirale nach unten dreht sich weiter. Als bleibt standhaft. Zahlt nicht leichtfertig mit Kreditkarte und verzichtet mal auf ein neues Oberteil oder eine neue Handtasche.

Fehler Nr. 5: Das Thema Finanzen vor sich herschieben

Weil es vielen lästig ist, schieben sie das Thema Finanzen vor sich her. Es ist ja auch nicht besonders angenehm, wenn man sich eingestehen muss, dass man über seine Verhältnisse lebt. Wer es nicht gelernt hat, sein Geld richtig einzuteilen, kommt irgendwann an seine finanziellen Grenzen – so etwas endet nicht selten in einer Privatinsolvenz. Macht euch deshalb lieber heute als Morgen einen Finanzplan. Kürzt unnötige Ausgabe und vor allem – legt euch ein Finanzpolster an. Damit seid ihr flexibel und müsst keine Schulden machen, die ihr dann mit großer Mühe zurückzahlen müsst.

Tipp 6: Haushaltsbücher sind absolut nicht out!

Wer den Überblick behalten möchte, kann nicht auf Haushaltsbuch verzichten. Ja, das ist tatsächlich gemeint! Die Fixkosten haben wir ja meist im Hinterkopf  Miete, Strom, Telefonkosten, Versicherungen. Aber der Rest? Natürlich ist ein Haushaltsbuch auf Papier oder in Form einer Excel-Tabelle längst überholt, denn das funktioniert vielleicht in den ersten drei Wochen – dann wird es vergessen und es ist lästig, sich am Abend hinzusetzen, um die Positionen zu erfassen, die man ausgegeben hat. Besser ist, jede Ausgabe unmittelbar zu notieren. Wie? Dafür gibt es inzwischen viele Apps. Einfach auf dem Smartphone installieren, denn dort kann man jederzeit (noch im Laden) Einträge vornehmen und verliert nie den Überblick. Vor Vorteil ist auch, dass die Übersicht auf einer App immer abrufbar ist. Ihr wisst also, was ihr bereits ausgegeben hat und könnt die Bremse ziehen, wenn es zu viel war. Und: Am Monatsende wisst ihr ganz genau, wo das Geld geblieben ist. Wer seinen Monat mit einem Minus abschließt, sollte sofort überlegen, wo er im nächsten Monat die Ausgaben reduzieren kann.

 

Tipp 7: Rücklagen bilden ist existenziell

Hört sich schwierig ab, ist aber sinnvoll und vor allem notwendig. Rücklagen sind deshalb so wichtig, weil sie außerplanmäßige Ausgaben puffern können. Wenn der Laptop den Geist aufgibt oder das Auto in die Werkstatt muss, liegen die Nerven blank, wenn das Geld fehlt, um diese Ausgaben zu bezahlen. Da die wenigsten solche Zusatzausgaben aus den laufenden Kosten bezahlen können, ist es gut, wenn man auf ein Rücklagekonto zurückgreifen kann. Deshalb sollte Monat für Monat ein fixer Betrag als Rücklage gebildet werden – zum Beispiel auf einem Unterkonto und am besten mit einem Dauerauftrag ein.

Tipp 8: Ziel setzen und erreichen

Mit den Rücklagen solltet ihr euch nicht überfordern. Es reicht, wenn ihr monatlich 50, 100 oder 150 Euro anspart und euch ein konkretes Ziel setzt. Vielleicht ist euer Laptop oder das Fahrrad ja ohnehin schon in die Jahre gekommen und sollte ausgetauscht werden. Spart auf ein Ziel und versucht es zu erreichen. Es ist nämlich ein tolles Gefühl, wenn ihr euch von den Rücklagen dann einen Wunsch erfüllen könnt.

Tipp 9: Mit Freunden über Geld reden

Wenn ihr euch konkrete Finanzziele gesetzt habt, könnt ihr euch mit Freunden austauschen, wie die ihre Finanzen in den Griff bekommen – vielleicht erfahrt ihr neue Tipps? Denn der Satz: „Über Geld redet man nicht“ ist überholt! Es ist interessant zu wissen, wie viel Freunde für Lebensmittel ausgeben? Welche nachhaltigen Strategien haben sie, um monatlich zu sparen? Wer sich austauscht, kann seine eigene Finanzstrategie vergleichen und findet neue Wege, um sinnvoller mit Geld umzugehen.

Tipp 10: Nicht auf Werbung hereinfallen

Wie oft habt ihr schon „Impuls-Käufe“ getätigt? Sicher oft – wie viele andere auch. Denn die Werbung suggeriert, dass bestimmte Artikel jetzt besonders günstig sind oder noch nie so günstig waren. Hier sollte die erste Frage lauten: Brauche ich ein Produkt tatsächlich? Spare ich wirklich, wenn ich es kaufe? Grundsätzlich gilt: Nur wer nichts kauft, spart tatsächlich und wer eine Ware kauft, die „angeblich preiswert“ ist, gibt vielleicht unnötig Geld aus!

Tipp 11: Schon jetzt fürs Alter vorsorgen?

Wer seine Finanzen im Griff hat, der sollte auch an später denken, denn wer nicht vorsorgt, kann schnell in Altersarmut geraten – und Frauen sind besonders davon betroffen und die Zahlen sollten besonders Frauen alarmieren:

  • Im Jahr 2016 erhielten Frauen von der gesetzlichen Rentenversicherung durchschnittlich 634 Euro, bei Männern waren es 1.154 Euro.
  • Die Rentenlücke zwischen Frauen und Männern liegt im Moment bei 53 Prozent.
  • Jede 5. alleinlebende Frau, die älter als 65 ist, muss momentan mit weniger als 900 Euro im Moant auskommen.
  • Eine Studie der Bertelsmann Stiftung besagt, dass 2016 bereits 16,2 Prozent der alleinstehenden Frauen über 67 Jahren von staatlichen Zahlungen abhängig waren – im Jahr 2036 werden es 27,8 Prozent sein, so die Prognose.

 

Tipp 12: Altersarmut nicht unterschätzen

„Drei von vier Frauen droht Altersarmut, deshalb sollten Frauen jetzt den ersten Schritt wagen – denn der richtige Weg beginnt immer mit dem ersten Schritt, sagte Marlies Mierbeth, Vorstandsmitglied der Stadtsparkasse München auf einer Veranstaltung in Berlin: Frauen, die unsicher sind, sollten sich an einen Berater wenden – und vor allem ihre Bedenken vergessen. Es spielt keine Rolle, ob sich Frauen für die Riester-Rente oder eine private Altersvorsorge, einen Sparplan oder ein Festgeldkonto entscheiden. Frauen sind stark und selbstbewusst – und schaffen oft viel mehr, als Männer ihnen zutrauen. Die Berater der Sparkassen sind auf jeden Fall immer kompetente Ansprechpartner. Egal, an welchen Berater man sich wendet, wichtig ist es, Fragen zu stellen. Man muss selbst kein Finanzexperte sein, aber man muss nachhaken, um wirklich die Beratung zu bekommen, die einem zusteht“.

 

Tipp 13: Vorsorge ist wichtig und unabdingbar

Frauen sollten JETZT damit beginnen, sich um ihre Alterssicherung zu kümmern, denn niemand weiß heute, welche Wege das eigene Leben in den kommenden Jahren noch geht. Ich habe schon vor mehr als 25 Jahren damit begonnen, mich um meine Alterssicherung zu kümmern. Mit einer privaten Rente, in die ich monatlich einen dreistelligen Betrag einzahle und die noch gut verzinst wird. Außerdem habe ich eine Immobilie gekauft, die im Wert gestiegen ist und die abgezahlt sein wird, wenn ich einmal in Rente gehe. Mir war es immer wichtig, in der Finanzierung meiner Alterssicherung zwei Standbeine zu haben – um gegen Unvorhersehbares gewappnet zu sein. Ich sehe schon heute Frauen in meinem Freundes- und Bekanntenkreis, die die Alterssicherung immer auf später verschoben haben und jetzt dafür bezahlen müssen. Wenn sie einmal im SPÄTER angekommen sind, wird das Wort Altersarmut eine ständige Bedrohung sein, die sie ihre Lebensqualität kosten wird. Deshalb kann ich nur allen Frauen raten, JETZT etwas zu tun. JETZT, wenn sie noch jung genug sind, um sich eine solide Finanzbasis fürs Alter aufzubauen. Denn von der staatlichen Rente allein ist niemand mehr ausreichend abgesichert.


Betty arbeitet als freie Journalistin und ist Herausgeberin im Verlag Berliner Journalisten. Im Ullstein-Verlag veröffentlichte sie drei Sachbücher zu den Themen Europa, Verbraucherrecht und der Gleichstellung allein erziehender Mütter.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.