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Mädchen lernt MINT – überlasst gutbezahlte, ...

Noch immer sind Kauffrau und Verkäuferin die häufigsten Ausbildungsberufe von Mädchen. Doch wer einen sicheren Job mit guten Verdienst- und Karrierechancen möchte, sollte unbedingt auch über MINT-Berufe nachdenken.  Denn sie sind längst nicht mehr nur für junge Männer interessant.

Noch immer sind Kauffrau und Verkäuferin die häufigsten Ausbildungsberufe von Mädchen. Doch wer einen sicheren Job mit guten Verdienst- und Karrierechancen möchte, sollte unbedingt auch über MINT-Berufe nachdenken.  Denn sie sind längst nicht mehr nur für junge Männer interessant.

Was in MINT steckt:

Du möchtest als Mädchen/ junge Frau einen interessanten Beruf mit guten Zukunftsaussichten erlernen? Dann am besten einen MINT-Beruf anstreben. MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Eine junge Frau „tanzte“ schon vor Jahrzehnten aus der Reihe und wurde gegen den Mainstream Physikerin. Heute ist sie Bundeskanzlerin. Natürlich ist hier Angela Merkel gemeint.
Politik und Wirtschaft sind sich einig: Um in den kommenden Jahren dem Fachkräftemangel im naturwissenschaftlich-technischen Bereich entgegenzuwirken, wird das Potential von Frauen dringend gebraucht. Wenn du also als Mädchen/ junge Frau das Ende der Schulzeit bereits vor Augen hast und über deine berufliche Perspektive nachdenkst, solltest du auch einen möglichen MINT-Beruf für dich in Erwägung ziehen.

WARUM? 3 sehr gute Gründe für MINT-Berufe

1. Mehr unbefristete Arbeitsverträge: Nur 7,3 Prozent der MINT-Fachkräfte haben einen befristeten Arbeitsvertrag. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 8,5 Prozent.
2. Mehr Vollzeit: Fachkräfte in MINT-Berufen arbeiten häufiger in Vollzeit als Fachkräfte in anderen Bereichen.
3. Bessere Karrierechancen und höheres Gehalt: Fachkräfte in MINT-Berufen sind häufiger in leitenden Positionen als andere Fachkräfte. Das bedingt auch einen höheren Verdienst. Und sie finden auf dem Arbeitsmarkt sehr schnelle eine freie Stelle. Laut MINT-Report 2018 des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (*) waren im Oktober 2018 fast eine halbe Millionen MINT-Stellen unbesetzt.
* Quelle: www.iwkoeln.de

Mal ein Berufs-Beispiel: Wie wäre es mit Süßwaren-Technologin?

Die duale Ausbildung dauert drei Jahre. Meist wird ein mittlerer Schulabschluss vorausgesetzt. Der Beruf selbst ist so vielseitig wie interessant:

Süßwarentechnologinnen beschicken, steuern und überwachen Maschinen und Anlagen. Die automatisierte Produktion umfasst alle Arbeitsschritte von der Rohstoffaufbereitung bis zur Verpackung der Ware. Zutaten wie Zucker, Kakaobohnen oder Nüsse werden maschinell gewogen, dosiert und ggf. gereinigt und zerkleinert. Den Rohstoffen geben die Fachkräfte verschiedene Zusatzstoffe bei. Automaten und Maschinen werden von den Fachkräften beschickt und überwacht. Bei der Rohstoffanlieferung und während der Herstellung nehmen sie Proben für das Labor, überzeugen sich aber auch durch Augenschein, Geruchs- und vor allem Geschmackstests davon, dass die Produktionsprozesse einwandfrei ablaufen. Außerdem reinigen und warten sie die Maschinen und Anlagen.
Zum Einsatz kommen Süßwaren-Technologinnen dann u.a. bei der Herstellung von Schokolade, Bonbons, feinen Backwaren, Knabberartikel sowie Speiseeis.

Guter Verdienst bereits in der Lehre: Die Ausbildungsvergütung beträgt bereits im 1. Ausbildungsjahr bis zu 739 € und steigert sich dann im 3. Jahr auf bis zu 944 €.

Oder wie wäre es mit Lehrerin für Natur-Wissenschaften und Mathematik?

Lehrer im humanistischen oder geisteswissenschaftlichen Bereich (wie Deutsch, Geschichte oder Englisch) haben derzeit keine guten Aussichten. Für sie ist der Arbeitsmarkt fast gesättigt. Sehr viel besser sieht es in den Natur-Wissenschaften und bei Mathematik aus. Dort haben weibliche Lehrkräfte die besten Chancen. Dazu lockt der Beamtenstatus und ein Einstiegsgehalt von ca. 45.000 Euro.

Auch sehr gefragt: IT-Sicherheitstechnikerin:  Voraussetzung für diesen Job ist ein Informatik-Studium, aber auch Physikerinnen oder Mathematikerinnen können sich spezialisieren. Die TU Darmstadt bietet z.B. einen Studiengang „Master in IT-Sicherheit“ an. Ein ähnliches Schwerpunkt-Studium gibt es auch an der Ruhr-Universität in Bochum. Unternehmen achten bei der Einstellung vor allem darauf, dass Absolventinnen sich in die Tricks potenzieller Angreifer hineindenken können – also erkennen, wo das Unternehmens-System Lücken hat, und diese schließen. Da ist weibliche Intuition gefragt. Es lockt ein Einstiegsgehalt von 45.000 – 50.000 Euro.

Für Berufsanfänger: Hilfreiche Internet-Portale für deine Orientierung

www.planet-beruf.de Dort werden nicht nur hunderte Berufe ausführlich vorgestellt. Neben Bewerbungstraining und vielen Sonderheften gibt es u.a. auch  einen Test, bei dem Mädchen/ junge Frauen ihre technische Begabung abklären können.

www.abi.de Hier gibt es viele Infos, Reportagen, Erfahrungsberichte und Blogs rund um Studienwahl bzw. Berufswahl sowie die abi-Heftreihe mit ihren Sonderheften, z.B. „abi extra – Frauen, Männer und andere Vorurteile“ oder „abi extra – Typisch Frau, typisch Mann“ zu den Chancen von Frauen in MINT-Berufen.

www.berufenet.arbeitsagentur.de: Es wird ständig aktuell überarbeitet, neu gestaltet und modernisiert. Hier gibt es gut gestufte Informationen von A bis Z für ca. 3.200 aktuelle Berufe sowie für weitere ca. 4.800 archivierte Berufsbeschreibungen – vom Ausbildungsinhalt über Aufgaben und Tätigkeiten, Zugangsvoraussetzungen, Verdienst- und Beschäftigungsmöglichkeiten und rechtlichen Regelungen bis zu Perspektiven, Alternativen und Hinweisen auf weitergehende Informationsquellen.

www.komm-mach-mint.de: Alle Projekte, Aktionen und Messen sind auf dieser Homepage als eine Art Aktionslandkarte zu finden. So kannst du dich auch vor Ort informieren.


ist Diplom-Journalistin und hat ein Staatsexamen in Psychologie. Die alleinerziehende Mutter war viele Jahre Mitglied der Chefredaktion großer deutscher Frauenzeitschriften. Derzeit ist die überzeugte Vegetarierin, freie Autorin und findet die besten Ideen auf Spaziergängen mit ihrem Hund Quadriga.

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