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7 gesunde Argumente: Mal wieder mit dem Fahrrad zur Arbeit!
7 gesunde Argumente: Mal wieder mit dem Fahrrad zur Arbeit!

Quelle: Blubel / Unsplash

Gesundheit - Lesenswert

7 gesunde Argumente: Mal wieder mit dem Fahrrad zur Arbeit!

7 gesunde Argumente: Mal wieder mit dem Fahrrad zur Arbeit!

Wenn es Wetter und Entfernung zulassen, solltest du per Rad zur Arbeit fahren. Das schont nicht nur Umwelt und Geldbeutel, es ist auch super gesund. Denn dabei werden Stresshormone abgebaut, der Blutzucker verbessert, die Fettwerte gesenkt und noch viel mehr! Hier 7 Argumente, die auch dich vom „Draht-Esel“ überzeugen sollten. 

Kannst du dich noch daran erinnern, wie sehr du als Kind darauf gebrannt hast, es endlich zu lernen? Gemeint ist das Radfahren. Und wie stolz du warst, als du es dann ohne Stützräder konntest. Wer erst einmal das Wechselspiel von Balance, Antrieb und Lenkung beherrscht, kann es anschließend ein Leben lang. Fast mühelos und immer auch ein wenig erhaben. Schließlich rollt man reichlich einen Meter erhöht über die Wege und durch die Landschaft. Mini-Urlaub für die Seele.

75 Prozent der Deutschen haben ein Fahrrad. Und 45 Million sind auch regelmäßig damit unterwegs. Gut! Denn Radfahren ist neben dem Schwimmen die gesündeste Sportart überhaupt. Lese hier mal, was es dir und deinem Körper alles Gutes tut:

7 gesunde Argumente für den Arbeitsweg per Rad

Es schützt die Gelenke! Denn 70 bis 80 Prozent des Körpergewichtes werden vom Sattel „abgefangen“. Das entlastet vor allem die Kniegelenke und ist viel schonender als Joggen. Die zyklischen Bewegungen beim Treten sorgen für eine optimale Stimulation der Knorpel. Denn durch den nur leichten Druck werden der Energiefluss und die Nährstoffaufnahme in den Knorpel erhöht. Sie werden nämlich nicht über das Blut, sondern die Gelenkschmiere versorgt. Ein sehr guter Schutz vor Arthrose.

Es stärkt das Immunsystem! Beim Radfahren werden vermehrt Glückshormone wie Endorphine und Serotonin ausgeschüttet. Sie heben die Stimmung, steigern das Wohlgefühl und regen die Selbstheilungskräfte des Körpers an. Denn durch die Bewegung werden die so genannten Phagozyten (Fresszellen) stimuliert. Sie „fressen“ im Blut Bakterien und sogar Tumorzellen. Das schützt vor Krebs und wappnet gegen Infektionskrankheiten. Wer draußen fährt, produziert unter dem Einfluss der UV-Strahlen Vitamin D. Es reguliert nicht nur den Kalzium-Haushalt im Körper, sondern spielt auch eine wichtige Rolle bei der Reifung von Immunzellen.

Es hält Herz und Gefäße fit! Wer regelmäßig Fahrrad fährt – zwei bis drei Mal pro Woche mindestens für eine Stunde – bringt Herz und Kreislauf auf schonende Weise in Schwung. Es beugt damit koronaren Herzerkrankungen vor, weil es vor Gefäßverkalkung schützt. Das Risiko für einen Herzinfarkt sinkt um 50 Prozent. Der Grund: Während der Belastung wird das Herzschlagvolumen erhöht und dadurch das Herz nachweislich leistungsfähiger. Beim Radfahren wird zudem das negative LDL-Cholesterin abgebaut – es verursacht die Verkalkung (Plaque-Bildung) der Gefäße. Dagegen erhöht sich die Menge des positiven HDL-Cholesterin. Dieses Cholesterin schützt die Gefäße, macht sie flexibler und senkt den Blutdruck.

Es trainiert den Rücken! Bei optimaler Sitzhaltung – der Oberkörper ist dabei 45 bis 50 Grad nach vorn geneigt – wird die Rückenmuskulatur gestärkt. Denn die Arm-, Schulter-, Rumpf- und Nackenmuskeln leisten durch die so genannte Vorspannung Haltearbeit. Dadurch werden diese Muskelgruppen trainiert und die Wirbelsäule entlastet. Die Beinbewegungen kräftigen zudem vor allem den Bereich der Lendenwirbel. Das beugt einem Bandscheibenvorfall vor. Weiterhin werden auch die kleinen Muskeln der Rückenwirbel stimuliert. Das ist durch Rückengymnastik nur schwer zu erreichen. Anders als beim Joggen wird auch nicht das Rückgrat gestaucht. Radfahren ist daher ideal für Menschen mit Rückenproblemen.

Es macht schöne Beine! Durch das Treten werden die Beinmuskeln optimal trainiert. In der Tretphase die so genannten Strecker und in der Zugphase die so genannten Beuger. Durch die gleichmäßige Beinarbeit wird das Blut in den Beinvenen wie durch eine Pumpe zum Herzen gedrückt. Die Venen werden dadurch entlastet. Deshalb ist Radfahren die ideale Therapie für Venen. Krampfadern werden dadurch verhindert oder zumindest gemildert.

Es pustet die Lunge durch! Da wir meist an frischer Luft fahren, bekommt die Lunge eine wahre Sauerstoffdusche und wird regelrecht durchgepustet. Sie wird beim Radfahren mit der doppelten Menge Sauerstoff versorgt als in Ruhe. Dadurch wird nicht nur die Lunge trainiert, sondern generell die Atmung angeregt und stabilisiert. Der Effekt: Radfahrer kommen nicht so leicht aus der Puste und die Lunge hat „gelernt“, den Sauerstoff optimal zu nutzen.

Es baut Übergewicht ab! Wer regelmäßig Rad fährt, baut Körperfett ab. Bedingung ist jedoch, du fährst mindestens 50 Minuten. Erst nach dieser Zeit greift der Körper auf gespeichertes Fett als Energielieferant zurück. Hierbei gilt die Faustregel: Je ruhiger der Puls, umso höher ist die Fettverbrennung. Denn dann fährst du im so genannten aeroben Bereich, der auf die unliebsamen „Freien Fette“ (Triglyceride) unter der Haut zurückgreift. Bei ruhigem Radfahren verbrennst du übrigens etwa 300 kcal/h. Zudem wird der gesamte Stoffwechsel angeregt und damit die Energieverbrennung auch nach dem Training angekurbelt.

3 Tipps: Woran du unbedingt denken solltest

  • Auch als Erwachsener solltest du einen Schutzhelm tragen. Wenn er beim Kopfneigen trotz geöffnetem Riemen fest sitzen bleibt, ist er passgenau.
  •  Wähle  für deine Bekleidung mindestens ein Teil in leuchtenden Farben. So bist du für Autofahrer besser zu sehen.
  •  Trage eine nur leicht getönte Sonnenbrille. Deine Augen sind damit vor  Schmutzpartikeln oder Insekten geschützt.

So stellst du deinen Fahrrad perfekt ein

Sitzhöhe: Sie markiert den Abstand zwischen Sattel und Pedale. Bitte so wählen, dass die Beine beim Treten nicht völlig durchgestreckt sind bzw. die Ferse bei ausgestrecktem Bein die Pedale berührt.

Sattel: Ähnlich wie bei Schuhen gilt – ist der Sattel zu klein oder zu schmal, dann drückt er. Als Faustregel gilt hier: Die Sitzknochen sollten vollständig auf dem Sattel aufliegen.

Lenkradhöhe: Am besten ist eine möglichst aufrechte Haltung. Der Oberkörper sollte nur um 45 bis 50 Grad noch vorn geneigt sein. Die Unterarme sollten einen rechten Winkel mit dem Oberkörper bilden.


ist Diplom-Journalistin und hat ein Staatsexamen in Psychologie. Die alleinerziehende Mutter war viele Jahre Mitglied der Chefredaktion großer deutscher Frauenzeitschriften. Derzeit ist die überzeugte Vegetarierin, freie Autorin und findet die besten Ideen auf Spaziergängen mit ihrem Hund Quadriga.

  1. Michael Bäcker

    Danke für die tollen Tipps zum Fahrradfahren. Ich habe sogar einen Fahrradanhänger und könnte so meine Kinder auf dem Weg beim Kindergarten absetzen. Dass dieser Sport auch vor Gefäßverkalkung schützen kann, ist echt gut zu wissen.
    LG

    19 September

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