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Was sie wirklich bedeuten: Die 8 berühmtesten Aber...

Was sie wirklich bedeuten: Die 8 berühmtesten Aberglauben aufgedeckt!

Was sie wirklich bedeuten: Die 8 berühmtesten Aberglauben aufgedeckt!

Quelle: Lisa Fotios / Pexels

 

Schwarze Katzen können Unglück bringen, wenn sie den Weg eines Menschen von rechts nach links kreuzen. Schornsteinfeger hingegen sind Glücksbringer und wer sie an ihrer Uniform zupft, darf sich etwas wünschen. Wenn wir jemandem fest die Daumen drücken, wird er Erfolg haben. An einem Freitag, den 13. gehen manche Menschen nicht aus dem Haus, denn es ist ein Unglückstag.

Stimmt das wirklich? Sind es zufällige Ereignisse oder ist es Aberglaube? Woher kommen all diese Mythen, an die Menschen glauben und die sie für Glück oder Unglück verantwortlich machen?

Was ist Aberglaube und woher kommt er?

Die Wissenschaft kennt keine eindeutige Antwort auf diese Fragen. Fest steht aber, dass es Aberglauben schon vor hunderten Jahren gab, als die Menschen sich viele Dinge nicht erklären konnten, die heute wissenschaftlich belegt sind. Sie interpretierten die Geschehnisse ihres Lebens, denn das Wort Aberglaube heißt in seiner ursprünglichen Bedeutung „Gegenglaube“ – also Vorstellungen, die dem kirchlichen Glauben widersprechen.

Der Wissenschaftler Dr. Rainer Wehse, vermutet sogar neurologische Gründe und sagte in einem Interview: „Aberglaube ist eine Gehirnfunktion. Die hat jeder – mehr oder weniger.“

Damit wir nicht weiter im Dunkel des Aberglaubens wandeln müssen, haben wir uns einige Mythen des Aberglaubens vorgenommen und deren Ursprung recherchiert.

Freitag, der 13 ist ein Unglück- oder ein Glückstag

Nicht nur Freitag, der 13. ist für viele Menschen ein Tag, der Unglück bringen kann. In vielen Hotels gibt es keine Zimmer mit der Nummer 13, weil die in manchen Regionen nicht zu vermieten sind. Warum? Während die gerade Ziffer 12 für Vollkommenheit steht (12 Monate, 12 Apostel, 12 Stunden), stört die ungerade Zahl 13 diese Harmonie – es wird ihr eine besondere Kraft nachgesagt, die negativ sein kann, aber auch positiv. Wer an einem 13. geboren wurde, wird die 13 sicher für eine Glückszahl halten – zum Beispiel Taylor Swift. Für sie ist die 13 eine Glückszahl, die sie sich angeblich vor jedem Auftritt auf den Handrücken malt.

Schwarze Katzen bringen Unglück

Katzen waren vor mehr als 1000 Jahren als Mäusefänger beliebt – bis zum Ende des Mittelalters und daran waren Kirchenvertreter beteiligt. Priester und Mönche sahen in schwarzen Katze ein Abbild des Teufels. Und sie verbreiteten, dass sich Hexen in Katzen verwandeln können, um Unheil über die Menschen zu bringen. Folglich konnte jeder, der eine schwarze Katze besaß, mit Hexen in Verbindung gebracht werden und die Inquisition auf den Plan rufen. In diesem Zusammenhang kann man aus heutiger Sicht sagen: Damals brachten schwarze Katzen Unglück, aber das war eindeutig menschgemacht. Erstaunlich ist allerdings, dass sich dieser Mythos als Aberglaube bis heute hartnäckig hält. Denn an Hexen glaubt ja auch kaum noch jemand.

Schornsteinfeger bringen Glück

Der Schornsteinfeger rangiert bei den Menschen als Glücksbringer ganz oben. Viele glauben, dass der schwarze Mann auf dem Dach nicht nur an einem Tag Glück bringt, sondern gleich eine ganze Woche.  Andere wollen den Schornsteinfeger unbedingt an der rußigen Uniform zupfen, um möglichst viel Glück zu haben. Warum? Dafür gibt es eine überlieferte aber sehr plausible Erklärung. Essenfeger oder Kaminreiniger gab es bereits im 12. Jahrhundert, weil ungereinigte Kamine in den strohdachgedeckten Häusern oft zu Bränden führten. Um Brände zu vermeiden, ließen viele Hausbesitzer ihre Kamine kehren und hatten das Glück, dass kein Brand entstand. Zwar kennen die meisten Menschen, die den Schornsteinfeger unbeirrt als Glücksbringer sehen, diesen Hintergrund nicht, aber sie glauben trotzdem ganz fest daran, dass er Glück bringt.

Vierblättriges Kleeblatt bringt besonders viel Glück

Wer ein vierblättriges Kleeblatt – also ein Glücksklee – findet, landet auf der Sonnenseite des Lebens. Dieser Mythos hat einen biblischen Ursprung, denn Eva soll ein solches Kleeblatt aus dem Paradies mitgebracht haben und danach nur noch Glück gehabt haben. Tja, wenn man ganz fest daran glaubt, kann das natürlich eintreten!

Maikäfer gelten als Glückskäfer

Nach der Überlieferung sollen die Marienkäfer von der Jungfrau Maria geschickt worden sein, um den Menschen Glück zu bringen. Wahr ist, dass sie bereits vor hunderten von Jahren wegen ihres landwirtschaftlichen Nutzens besonders bei den Bauern beliebt waren – denn sie fraßen fleißig die Blattläuse und Milben von der Ernte und eine gute Ernte war natürlich ein sehr großes Glück.

Hufeisen am Haus bringt Glück und Segen

Bereits vor hunderten von Jahren waren Hufeisen sehr beliebt. Schon damals mussten sie mit der Öffnung nach unten am Haus befestigt werden, damit das Glück nicht herausfallen kann. Außerdem glaubten die Menschen, dass der Teufel oder böse Geister nicht unter einem Bogen aus Eisen hindurchgehen konnten.

Hand vor den Mund halten

Wir halten uns beim Gähnen die Hand vor dem Mund, weil sich das so gehört? Nach dem ursprünglichen Aberglauben taten das die Menschen, damit der Teufel nicht durch den offenen Mund in den Leib fahren kann.

Mit Gläsern anstoßen

Wir prosten uns zu, wenn wir mit Gläsern anstoßen und uns gratulieren oder ein gutes neues Jahr wünschen. Das Klirren, dass beim Anstoßen der Gläser erzeugt wird, verbinden wir heute mit Freude –  im Mittelalter sollten klirrende Gläser den Beelzebub vertreiben, vor dem die Menschen früher so viel Angst hatten.

Es gibt sicher noch viel mehr Mythen, die aus dem Aberglauben entstanden sind. Kennt ihr weitere überlieferte Geschichten? Dann sind wir sehr darauf gespannt. Schreibt uns, was euch Glück bringt.


Betty arbeitet als freie Journalistin und ist Herausgeberin im Verlag Berliner Journalisten. Im Ullstein-Verlag veröffentlichte sie drei Sachbücher zu den Themen Europa, Verbraucherrecht und der Gleichstellung allein erziehender Mütter.

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