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Raus aus der „Corona-Gedankenblase“: Wie sollten wir mit der Angst umgehen?
Raus aus der „Corona-Gedankenblase“: Wie sollten wir mit der Angst umgehen?

Quelle: Unsplash

Lesenswert - Lifestyle

Raus aus der „Corona-Gedankenblase“: Wie sollten wir mit der Angst umgehen?

Corona, Corona, Corona – es scheint, als würde es keine anderen Nachrichten und keine anderen Gesprächsthemen mehr geben. Von früh bis spät werden wir mit den neuesten Entwicklungen auf dem Laufenden gehalten und immer neue Zahlen von Infizierten machen die Runde.

Viele Menschen verfallen in Panik und das äußert sich zum Beispiel in Hamsterkäufen. Anschließend werden die leeren Regale fotografiert und bei Facebook und Instagram hochgeladen. Weil das die Stimmung immer weiter anheizt, sollten wir alle mal einen Moment innehalten. Panik und Angst sind Gift in einer Situation, wie sie die wenigsten von uns schon einmal erlebt haben. Wir von Women at Work machen deshalb heute den Versuch, mit einer besonnenen Strategie über die nächsten Wochen zu kommen. Wir wollen es schaffen, mal aus der „Corona-Gedankenblase“ zu kommen und würden uns freuen, wenn ihr das auch mal versucht.

Nicht alle zehn Minuten aufs Smartphone schauen

Klar sind wir alle an den aktuellsten News interessiert und es ist auch richtig, dass wir wissen, welche Entscheidungen die Regierung trifft, welche Informationen das Robert Koch Institut gibt und was die eigene Landesregierung sagt. Und natürlich dürfen wir uns Sorgen machen, aber es ist nicht hilfreich, alle zehn Minuten auf das Smartphone zu schauen, ob es Neuigkeiten gibt. Diese „Nachrichtensucht“ bringt uns dazu, dass wir in eine „Corona-Gedankenblase“ kommen, die unseren kompletten Alltag bestimmt. Es wäre besser, sich nur alle ein bis zwei Stunden über Corona zu informieren und in der Zwischenzeit die Dinge zu tun, die im Leben außerdem wichtig sind.

Nicht den Verschwörungstheoretikern auf Facebook trauen

Viele informieren sich über das Coronavirus ausschließlich über Facebook – das ist grundsätzlich auch nicht schlimm. Allerdings tummeln sich gerade auf Facebook leider viele Verschwörungstheoretiker und Menschen, die Fake News verbreiten. Sie schüren damit gezielt Ängste und Unsicherheiten und genau das brauchen wir jetzt NICHT. Vor allem solltet ihr Posts, die Panik machen und Verschwörungstheorien verbreiten, auf Facebook nicht teilen!

Wichtige Informationen bei der Landesregierung und im Rathaus

Informiert euch über die Webseiten eurer Landeregierungen oder über die Webseiten der Rathäuser, Gemeindevertretungen und Gesundheitsämter – das ist besser, als sich auf nicht verifizierte Quellen zu verlassen. Falls euch die Meldungen über Corona belasten und ihr möchten fundierte Fakten wisse – informiert euch auf der Webseite des Robert Koch Institutes oder bei anderen wissenschaftlichen Instituten und Einrichtungen. Dort bekommt ihr sachliche Hinweise und Meldungen, die euch nicht sofort in Panik versetzen.

Ablenkung mit einem Buch oder Hörspiel

Viele Menschen können die ständigen Coronainfos schon nicht mehr hören, die seit Wochen unser Leben bestimmen. Wichtig ist, dass wir uns ablenken und eine „Corona-Pause“ einlegen. Nehmt euch die Zeit, mal wieder ein gutes Buch zu lesen, ein Hörspiel zu hören oder die Familienfotos zu sortieren. Und auf Netflix gibt es jede Menge neue Seien und Filme, mit denen ihr Corona mal ausblenden könnt.

Kümmert euch um eure Mitmenschen

Fast jeder von uns hat ältere Nachbar oder Menschen, die Hilfe brauchen. Ruft sie einfach mal an, fragt, wie es ihnen geht. Ob sie Hilfe brauchen oder ob ihr ihnen aus dem Supermarkt etwas mitbringen sollt. Vielleicht warten ältere Menschen nur darauf, dass sie angesprochen werden, weil sie sich selbst nicht trauen und anderen nicht zu Last fallen wollen. Sich um andere zu kümmern, stärkt das Gemeinschaftsgefühl und lenkt euch von den Ängsten ab. Denn: Zu wissen, dass andere ebenfalls Ängste haben, gibt euch das Gefühl, mit dem Problem nicht allein zu sein.

Im Moment ist Nein sagen die bessere Entscheidung

Auch wenn euer runder Geburtstag groß gefeiert werden sollte und ihr die Einladungen schon verschickt habt. Es ist jetzt nicht die Zeit für Partys – und die wenigsten Gäste werden es euch übelnehmen, wenn ihr die Party verschiebt. Und: Wer jetzt eine Einladung zu einer Party bekommt – auch wenn es eine „sehr kleine“ Party werden soll: Nein sagen ist richtige Entscheidung. Gesundheit steht jetzt über allem!

 


Betty arbeitet als freie Journalistin und ist Herausgeberin im Verlag Berliner Journalisten. Im Ullstein-Verlag veröffentlichte sie drei Sachbücher zu den Themen Europa, Verbraucherrecht und der Gleichstellung allein erziehender Mütter.

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