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Assessment Center: So klappt es mit dem Traumjob!
Assessment Center: So klappt es mit dem Traumjob!

Quelle: Pexels

Bewerbung - Karriere

Assessment Center: So klappt es mit dem Traumjob!

Die meisten von uns wollen im Beruf vorankommen. Aber neue Herausforderungen anzunehmen, bedeutet in vielen Fällen auch, die nächste Stufe auf der Karriereleiter zu schaffen, um dem Traumjob näherzukommen. Die Hürden in Bewerbungsgesprächen werden allerdings immer höher und immer öfter müssen Bewerber ihr Können in einem Assessment Center beweisen. Warum? Es geht Arbeitgebern nicht nur darum, herauszufinden, ob Bewerber den Anforderungen der Aufgabe inhaltlich gewachsen sind, es geht auch um Sozialkompetenz, Loyalität und Teamfähigkeit.

Damit ihr wisst, was auf euch zukommt, wenn ihr in ein Assessment Centern eingeladen werdet, haben wir 7 kluge Tipps zusammengestellt.

Was bedeutet Assessment Center?

Der englische Begriff Assessment Center ist ein Verfahren zur Personalauswahl und wird in Personalabteilungen auch als Beurteilungszentrum bezeichnet. Das englische Verb to assess bedeutet einschätzen oder beurteilen. Auch wenn in einem Assessment Center die fachliche Qualifikation von Bewerbern an erster Stelle steht, testen die meisten Unternehmen auch, ob die Bewerber teamfähig sind und über Sozialkompetenz verfügen. Denn ein fachlich exzellent qualifizierter Bewerber wird häufig abgelehnt, wenn er sich nicht in ein Team einfügen kann und nicht über die Fähigkeit verfügt, Empathie zu zeigen. Wer hier nicht punkten kann, fällt frühzeitig aus der Bewerberkreis heraus.

Wie sollten sich Bewerber vorbereiten?

Da in einem Assessment Center die berufliche Qualifikation an erster Stelle steht – sonst wird man nicht eingeladen – sollten Bewerber die eigenen Qualitäten für das Auswahlverfahren definieren und zusätzlich charakterliche Eigenschaften nennen können. Zur Auswahl stehen Spezial- und Fachwissen sowie technische Fähigkeiten, Aufbau von Kundenbindungen, Seriosität, Softwarekompetenzen und Netzwissen, Empathie- und Teamfähigkeit. Wichtig ist auch, dass Bewerber wissen, wofür das Unternehmen steht, für das man sich bewirbt, welche Ziele es hat und ob es global oder national ausgerichtet ist.

Welcher Dresscode gilt in einem Assessment Center?

Eigentlich gibt es keinen wirklichen Dresscode in einem Assessment Center, trotzdem wird „angemessene Kleidung“ erwartet und die sollte zum Unternehmen passen. Wie bei „normalen“ Bewerbungsgesprächen zählt der erste Eindruck und das äußere Erscheinungsbild wird bewertet. Wer sich in einer Klinik, einer Bank oder einem anderen Finanzunternehmen bewirbt, sollte Business Attire , also eine seriöse Variante wie Anzug (Männer) oder Hosenanzug (Frauen) wählen, denn dort wird oft konservativ gedacht. Ansonsten ist Business casual zu empfehlen – geschäftsmäßig aber trotzdem leicht leger.

4. Wie lange dauert das Assessment-Verfahren?

Bewerber sollten sich auf ein bis drei Tage einrichten – wie lange es tatsächlich dauert, bestimmt das Unternehmen und ist abhängig von der Stelle, die vergeben werden soll. Über den genauen Ablauf informieren die Firmen rechtzeitig und sehr detailliert.

5. Was erwartet die Bewerber im Assessment Center?

  1. Schritt: Mit dem Bewerber wird ein Bewerbungsgespräch geführt, in dem persönliche Stärken und Schwächen eine wichtige Rolle spielen und die Erfahrungen, die er mit Kollegen in seinem bisherigen beruflichen Umfeld gemacht hat. Wie schätzt sich der Bewerber selber ein und wie glaubt er, ist seine Wirkung auf Kollegen? Hier sollten Selbstblick und Fremdblick nicht stark auseinanderfallen.
  2. Schritt: Es wird die erste Aufgabe gestellt, in dem er um den Inhalt der Aufgabe geht. Die Leistungen werden häufig in Intelligenz-, Logik- oder Konzentrationstests abgefragt, denen sich der Bewerber stellen muss.
  3. Schritt: Hier kommen in vielen Unternehmen Postkorbübungen zum Einsatz. Dabei wird getestet, ob der Bewerber in Stress-Situationen kompetent die richtigen Entscheidungen trifft oder nervös wird und Fehler begeht.
  4. Schritt: In Rollenspielen soll die Sozialkompetenz der Bewerber getestet werden – hier geht es um Kundenfreundlichkeit und wie sich Bewerber in die Gruppenarbeit einfügen. Dazu werden gern konkrete Ereignisse aus den Unternehmen nachgespielt. Wer sich nicht in eine Gruppe einfügen kann, wer nicht erkennt, wann er Rücksicht nehmen sollte, wird den Test sicher nicht bestehen. Denn Egoismus sehen die meisten Arbeitgeber nicht gern.
  5. Schritt: Am Ende werden die Bewerber gefragt, wie sie ihre Leistung einschätzen und sie erhalten eine Einschätzung der Verantwortlichen des Assessment Centers. Es wäre gut, wenn die beiden Einschätzungen nicht „total“ unterschiedlich sind.

Betty arbeitet als freie Journalistin und ist Herausgeberin im Verlag Berliner Journalisten. Im Ullstein-Verlag veröffentlichte sie drei Sachbücher zu den Themen Europa, Verbraucherrecht und der Gleichstellung allein erziehender Mütter.

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