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Zwischen Windeln, Brei und Tastatur – Einblicke in meinen Alltag als Mama und Autori...
Zwischen Windeln, Brei und Tastatur

Quelle: Burst / Pexels

Arbeit - Familie

Zwischen Windeln, Brei und Tastatur – Einblicke in meinen Alltag als Mama und Autorin

Ich sitze mit einer Freundin im Café und erzähle ihr von meinen aktuellen Schreibprojekten, von der Entwicklung meiner Tochter und von den geplanten Aktivitäten zu meiner Buchveröffentlichung. „Woher nimmst du die Zeit?“, fragt sie und schaut mich mit großen Augen an. Ich lache. Denn diese Frage bekomme ich ständig zu hören!

Wie ich zum Schreiben kam

Durch Ausbildung und Studium bin ich eigentlich im betriebswirtschaftlichen Bereich angesiedelt. Weil jeder Mensch Hobbys braucht, entschied ich mich im Jahr 2015 für ein Fernstudium zur Journalistin, das ich 2016 abgeschlossen habe. Noch während meinem Fernstudium googelte ich, was das Zeug hielt. Ich suchte Möglichkeiten, wie ich mein neu gewonnenes Wissen nutzen könnte. Und so wagte ich (nebenberuflich) den Schritt in die Selbstständigkeit. Seit 2015 bin ich also zusätzlich als freie Texterin – hauptsächlich für Online Medien – unterwegs.

Eine Idee, ein leeres Blatt Papier – und plötzlich stand der Plot zu meinem Buch

Schon seit Längerem schwebte mir eine Geschichte im Hinterkopf. Ganz grob. An einem freien Wochenende setzte ich mich hin und kritzelte meine Gedanken in ein Notizbuch. Stunde um Stunde wuchs die Geschichte. Durch ein Mindmap entstanden konkrete Kapitel. Innerhalb von drei Tagen stand der vollständige Plot für mein erstes Buchprojekt. Ein Mammutprojekt, denn es handelt sich um eine ganze Fantasy Reihe. Das Manuskript zu Band 1 war innerhalb weniger Wochen in einer Rohfassung getippt. Und ich widmete mich vorerst einem neuen Buchprojekt, das ich nach Fertigstellung verschiedenen Verlagen anbot. Unter anderem dem Mainbook Verlag, der mein (zweites) Buchprojekt leider ablehnte.

Doch dies war der Anfang meiner Reise, denn der Verlag fragte mein Fantasy Manuskript an – und war tatsächlich interessiert, mein Buch zu veröffentlichen. Seit Sommer 2016 arbeiten wir gemeinsam an meinem Manuskript, das bis Ende 2017 als eBook erscheinen soll. Aktuell befinde ich mich im Feinschliff – und damit an der finalen Version, die an die Öffentlichkeit gehen soll. Der Grafiker beginnt gerade mit der Gestaltung des Covers. Und nach und nach wachsen die Inhalte auf meiner Autorenseite, auf der ich den Veröffentlichungsprozess meines Buchs im Blog festhalte, Einblicke in mein Autorenleben gewähre und mich der Welt der Literatur widme.

Chaosmama mit Fläschchen, Windeln und jeder Menge Schreibarbeit

Im Februar 2017 wurde ich zum ersten Mal Mama. Mit Beginn von Mutterschutz und anschließender Elternzeit stellte ich sämtliche Aktivitäten als freie Texterin ein. Damit geht es für mich erst im Februar 2018 weiter. Allerdings widme ich meine Freizeit meinem Buchprojekt.

Meine Tochter ist seit ihrer Geburt eine kleine Schlafmütze. Zu meinem großen Glück! Denn so habe ich verhältnismäßig viel Zeit zum Schreiben. Wann immer die kleine Maus schläft, flitze ich durch die Wohnung, räume auf, koche (vor), kümmere mich um die Wäsche – und klappe den Laptop auf, um zu schreiben.

Zugegeben: Bei uns herrscht öfter das reinste Chaos. Ich bin alles andere als eine durchorganisierte Mutter und perfekte Hausfrau. Hektik kommt besonders gerne auf, wenn ich samt Baby zu Terminen spurte. Ja – spurte. Denn meist kommt etwas Unvorhergesehenes dazwischen, das meinen ach so genialen Zeitplan vollkommen durcheinanderbringt. Deshalb verlasse ich auch nur sehr selten gestylt das Haus. Schnell in Jeans und Pulli geschlüpft und die Haare zum Zopf zusammengebunden. Auf Make-up, Parfum und Schmuck verzichte ich im Alltagswahnsinn fast vollständig. Zeit, die ich für mein Styling bräuchte, investiere ich anders. Ich spiele lieber mit meiner Tochter und schreibe an meinem Buch, statt mich stundenlang im Bad aufzuhalten. So setzt eben jeder seine eigenen Prioritäten.

Obwohl unser Alltag meist chaotisch abläuft, verbringen wir dennoch viel Zeit mit singen, tanzen und spielen. Ich liebe es, meiner Tochter dabei zuzusehen wie sie die Welt entdeckt und genieße selbst die kleinsten Momente mit ihr. Und ich bin dankbar, dass ich trotz des Mamadaseins Zeit habe, mich auch um mein Autorenleben zu kümmern – und mich mein Mann darin voll unterstützt. Ich weiß, dass das nicht selbstverständlich ist und sich viele Mütter nach mehr Zeit für sich sehnen. Daher kremple ich jetzt auch wieder die Ärmel hoch und hau in die Tasten, bevor meine Tochter von ihrem Mittagsschlaf aufwacht.


Katja ist seit Februar 2017 in Elternzeit und steckt jede freie Minute in das Schreiben ihres Buchs, das Ende 2017 im Mainbook Verlag sein Debüt feiern darf. Die freie Texterin und Autorin lebt mit Mann und Baby im schönen Schwabenländle. Website | Facebook | Instagram | Twitter

  1. Ich finde es absolut toll und bewundernswert. Ich kenne einige Mütter, die sich selbst im Mitleid suhlen, weil sie „dank Kind“ ja noch nicht einmal den Haushalt schaffen und dann so ein schönes Beispiel beweisen kann, dass alles doch irgendwie geht, wenn man es nur will. Natürlich sind nicht alle Kinder gleich, aber kein Kind schreit 24/7 und es gibt auch immer noch den Papa oder Oma und Opa. Es liegt einfach viel an einem selbst, was man aus der Situation macht, daher Hut ab und Respekt von mir!

    8 Oktober

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