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Work-Life-Balance – Segen oder Mythos?

Work-Life-Balance – Segen oder Mythos?

Work Life Balance - Segen oder Mythos?

Quelle: picjumbo.com

 

Werden neue Begriffe in der Alltagssprache geläufig, werden sie oft Stoff für Kontroversen. In nur einem Jahrzehnt ist der soziologische Begriff „Work-Life-Balance“ in der globalen Arbeitswelt Gegenstand von Zustimmung und Ablehnung geworden. Unsere Autorinnen schildern Euch ihre jeweiligen Pro- und Kontra-Standpunkte. Am Ende des Beitrags findet Ihr ein Abstimmungs-Tool, wo ihr selber eure Meinung dazu äußern könnt.

PRO

Die Balance finden

Arbeit und (Familien-)Leben selbst ausbalancieren zu können, empfinde ich als großen Segen. Besonders für Kreative mit Kind ist dieser Arbeits- und Lebensstil ideal. Warum? Weil die Vorzüge überwältigend sind. Du bestimmst – und das souverän und autonom – wann du dir für was und wie viel Zeit nimmst.

Mal ein Tages-Beispiel aus meinem Leben: Die Tochter muss um 7.15 Uhr zur Schule gehen und kommt um 13.30 Uhr zurück. Bleiben schon mal sechs Stunden, um deiner freiberuflichen Arbeit nachzugehen. Der Break zur Mittagszeit ist dann perfekt, um eine Pause von der Arbeit zu machen und den Kopf „auszulüften“. Und: Hausaufgaben am Nachmittag, ein Gespräch mit dem Lehrer, der Unterricht an der Musikschule – kein Termin, keine Anforderung wird zur unmöglichen Größe. Denn die Work-Life-Balance macht dich frei für deine ganz persönliche Tagesplanung.

Den Alltag selbstständig einteilen

Die Anwesenheitspflicht und das Absitzen von Stunden wie in meiner Zeit als festangestellte Redakteurin habe ich nur noch in allerschlechtester Erinnerung. Denn kreativ ist niemand auf Knopfdruck. Meine besten Ideen habe ich beispielsweise fast immer am Abend. Dann ist das Kind im Bett und ich kann ohne Zeitlimit Texte schreiben und neue Ideen entwickeln. Ein Lebenszustand, in dem meine Gedanken wirklich frei sind und es auch sein dürfen.

Nur mit Struktur und Disziplin möglich

Ich sehe für mich in der Work-Life-Balance auch deshalb keine Nachteile, weil ich gut strukturiert und diszipliniert arbeiten kann. Für Chaoten ist dieses Arbeits-und Lebens-Modell allerdings nichts. Denn es liegt tatsächlich ausschließlich an dir, Arbeit und Beruf auszubalancieren. Gelingt das aber, funktionierte die Work-Life-Balance letztlich wie ein perfektes Gebilde aus Zahnrädern, die geschmeidig ineinander greifen und deinen Tag balanciert in Bewegung halten.

Privates und Geschäftliches richtig trennen

Mein Tipp für „Nachahmer“: Am besten zwei Rufnummern haben. Eine ist für das „Arbeits-Telefon“ und eine für das „Familien-Telefon“. Bist du auf Arbeitsmodus, gehst du einfach nicht an das Familien-Telefon. Und umgekehrt. Klappt bei mir perfekt. Beide Rufnummern haben übrigens einen Anrufbeantworter. Wirklich Wichtiges kann darauf gesprochen und zur gegebenen Zeit angegangen werden.

Übrigens: Die Work-Life-Balance ist auch ein Segen für mein Kind. Mama hat Zeit! Seither auch für den von uns beiden so ersehnten Familien-Hund. Er balanciert ganz nebenbei unsere beiden Seelen aus.

CONTRA

Wundermittel oder Balanceakt

Der Bebriff Work-Life-BalanceKaum hat in den letzten 10 Jahren weltweit Personalabteilungen geprägt wie kein anderer. Er ist in aller Munde und prangt von den Titelseiten vieler Frauenmagazine. Aus Broschüren der Krankenversicherungen erfahren wir wie wichtig es doch sei, sie zu erreichen: die glückliche Balance zwischen der Arbeit und unserem Leben. Aber wovon was sprechen wir hier wirklich? Wann ist sie erreicht oder jagen wir ein Phantom?

Work Bindestrich Life Bindestrich Balance

Speziell Frauen fühlen sich oft schuldig, wenn sie arbeiten und nicht bei ihren Familien sind. Dieses Schuldgefühl lässt nicht nach, selbst wenn sie am Freitagnachmittag bei der Familie sind und nicht bis 19.00 Uhr noch im Büro sitzen Der Wunsch nach einer Form von Work-Life Balance kann dann sehr stark werden.

Können wir diese Balance erreichen?

Donnerstagnachmittag, 17.10 Uhr.  Mit wehenden Fahnen und Haaren, zehn Minuten zu spät aus dem Büro rennen, das Firmenhandy noch am Ohr. Ins Auto springen und über die Freisprechanlage schnell die wichtigsten Instruktionen an die Familie geben während man hupend durch den Feierabendverkehr düst. Mein Multitasking wird immer besser!“, denke ich, als ich im Fitnessstudio ankomme. Auf dem Weg zur Balance zwischen Work und Life falle ich 18.00 Uhr pünktlich auf die Jogamatte.

Wundermittel oder versteckter Stressmacher ohne Ziel?

Auf der Suche nach Antworten steht die Frage, ob sich die Definition von Work-Life-Balance verändert hat? Hat sie heutigen Arbeitswelt von Generation Y und der nächsten Jobstarter-Generation einen anderen Sinn erhalten? Wo liegt die Diskrepanz zwischen dem, was wir unter dem Mantel der Work-Life-Balance eigentlich suchen, und dem was wir tagtäglich leben? Was soll Work-Life-Balance uns eigentlich bringen, das wir so stark brauchen? Und ist Work-Life-Balance überhaupt möglich, wenn ich täglich mit Freude und viel Leidenschaft meinen Job mache und diesen gar nicht mehr als Arbeit empfinde?

Die aktuellsten Studien zu diesem Thema zeigen, dass Millennials und Generation X Work-Life-Balance als immer wichtiger empfinden. In diesen Studien wurde sie stets weit höher als Karriereaussichten und Gehalt bewertet.

Flexibilität heißt das Zauberwort

Umfragen wie diese von PricewaterhouseCoopers zeigen aber auch, dass Menschen, denen Work-Life-Balance eines der höchsten Güter ist, sich eigentlich nur mehr Flexibilität schaffen wollen. Wäre es einfacher nun aus Work-Life-Balance das Wort Balance zu entfernen? LifeWork oder WorkLife! Integration statt Balance halten zwischen zwei Welten. Nun gleicht es mehr dem wahren Leben. Es darf alles dabei sein und gehört alles dazu aber wir möchten Flexibilität darüber, was unser Leben ausmacht. Flexibilität ist viel einfacher zu erreichen, wenn wir alle Bereiche unseres Lebens integrieren als sie strikt zu separieren.

Gepresst in enge Strukturen, die uns vorgegeneben werden, erreichen wir keine Flexibilität: Acht Stunden am Tag, an denen wir arbeiten. Acht Stunden am Tag an denen wir schlafen und acht Stunden am Tag, an denen wir leben und versuchen Work-Life Balance zu erschaffen und zu erleben? Wäre bei einer solchen gleichmäßigen Aufteilung unserer Zeit nicht das Gefühl der Work-Life-Balance erreicht?

Die sogenannten Millennials, die Generation, die das Gesuch und den Wunsch nach dem was wir heute Work-Life-Balance nennen vorangetrieben und eingefordert hat wie keine andere, sitzt nun als Teamleiter, Entscheider und in Chefpositionen. Sie arbeiten mit den Jobstartern ihrer nächsten Generation zusammen. Jede Generation hat das Gefühl, dass die Anforderungen steigen. Nun beginnen Generationen zusammen zu arbeiten, die gemeinsam den starken Wunsch von Flexibilität am Arbeitsplatz erkennen, um ihn wissen und beginnen könnten, ihn zu integrieren.

Von Balance halten zu Rhythmus und Integration

Work-Life-Balance vermittelt uns oft das Gefühl als hätten wir zwei Leben, zwei Gesichter. Eins gehört der Arbeit, eins gehört dem Leben. Zwei Lebensbereiche, die vollkommen unabhängig voneinander wären.

Vielleicht geht es im Tanz des Lebens zwischen Arbeit und Leben viel mehr um Rhythmus als um Balance. Können wir uns denn einen Tanz oder ein tolles Lied in reiner völliger Balance überhaupt leidenschaftlich vorstellen?  Es sind die Gezeiten unseres Lebens, und für jeden sind diese Gezeiten anders stark und intensiv, aber wir sollten uns ihn allen vollkommen hingeben und das Beste draus machen. Wenn wir offen und flexibel bleiben für was das Leben uns bietet in all seinen Facetten, dann haben wir die Möglichkeit Flexibilität zu erreichen.

Wundermittel oder Balanceakt

Der Bebriff Work-Life-Balance. Kaum hat in den letzten 10 Jahren weltweit Personalabteilungen geprägt wie kein anderer. Er ist in aller Munde und prangt von den Titelseiten vieler Frauenmagazine. Aus Broschüren der Krankenversicherungen erfahren wir wie wichtig es doch sei, sie zu erreichen: die glückliche Balance zwischen der Arbeit und unserem Leben. Aber wovon was sprechen wir hier wirklich? Wann ist sie erreicht oder jagen wir ein Phantom?

Work Bindestrich Life Bindestrich Balance

Speziell Frauen fühlen sich oft schuldig, wenn sie arbeiten und nicht bei ihren Familien sind. Dieses Schuldgefühl lässt nicht nach, selbst wenn sie am Freitagnachmittag bei der Familie sind und nicht bis 19.00 Uhr noch im Büro sitzen Der Wunsch nach einer Form von Work-Life Balance kann dann sehr stark werden.

Können wir diese Balance erreichen?

Donnerstagnachmittag, 17.10 Uhr.  Mit wehenden Fahnen und Haaren, zehn Minuten zu spät aus dem Büro rennen, das Firmenhandy noch am Ohr. Ins Auto springen und über die Freisprechanlage schnell die wichtigsten Instruktionen an die Familie geben während man hupend durch den Feierabendverkehr düst. Mein Multitasking wird immer besser!“, denke ich, als ich im Fitnessstudio ankomme. Auf dem Weg zur Balance zwischen Work und Life falle ich 18.00 Uhr pünktlich auf die Jogamatte.

Wundermittel oder versteckter Stressmacher ohne Ziel?

Auf der Suche nach Antworten steht die Frage, ob sich die Definition von Work-Life-Balance verändert hat? Hat sie heutigen Arbeitswelt von Generation Y und der nächsten Jobstarter-Generation einen anderen Sinn erhalten? Wo liegt die Diskrepanz zwischen dem, was wir unter dem Mantel der Work-Life-Balance eigentlich suchen, und dem was wir tagtäglich leben? Was soll Work-Life-Balance uns eigentlich bringen, das wir so stark brauchen? Und ist Work-Life-Balance überhaupt möglich, wenn ich täglich mit Freude und viel Leidenschaft meinen Job mache und diesen gar nicht mehr als Arbeit empfinde?

Die aktuellsten Studien zu diesem Thema zeigen, dass Millennials und Generation X Work-Life-Balance als immer wichtiger empfinden. In diesen Studien wurde sie stets weit höher als Karriereaussichten und Gehalt bewertet.

Flexibilität heißt das Zauberwort

Umfragen wie diese von PricewaterhouseCoopers zeigen aber auch, dass Menschen, denen Work-Life-Balance eines der höchsten Güter ist, sich eigentlich nur mehr Flexibilität schaffen wollen. Wäre es einfacher nun aus Work-Life-Balance das Wort Balance zu entfernen? LifeWork oder WorkLife! Integration statt Balance halten zwischen zwei Welten. Nun gleicht es mehr dem wahren Leben. Es darf alles dabei sein und gehört alles dazu aber wir möchten Flexibilität darüber, was unser Leben ausmacht. Flexibilität ist viel einfacher zu erreichen, wenn wir alle Bereiche unseres Lebens integrieren als sie strikt zu separieren.

Gepresst in enge Strukturen, die uns vorgegeneben werden, erreichen wir keine Flexibilität: Acht Stunden am Tag, an denen wir arbeiten. Acht Stunden am Tag an denen wir schlafen und acht Stunden am Tag, an denen wir leben und versuchen Work-Life Balance zu erschaffen und zu erleben? Wäre bei einer solchen gleichmäßigen Aufteilung unserer Zeit nicht das Gefühl der Work-Life-Balance erreicht?

Die sogenannten Millennials, die Generation, die das Gesuch und den Wunsch nach dem was wir heute Work-Life-Balance nennen vorangetrieben und eingefordert hat wie keine andere, sitzt nun als Teamleiter, Entscheider und in Chefpositionen. Sie arbeiten mit den Jobstartern ihrer nächsten Generation zusammen. Jede Generation hat das Gefühl, dass die Anforderungen steigen. Nun beginnen Generationen zusammen zu arbeiten, die gemeinsam den starken Wunsch von Flexibilität am Arbeitsplatz erkennen, um ihn wissen und beginnen könnten, ihn zu integrieren.

Von Balance halten zu Rhythmus und Integration

Work-Life-Balance vermittelt uns oft das Gefühl als hätten wir zwei Leben, zwei Gesichter. Eins gehört der Arbeit, eins gehört dem Leben. Zwei Lebensbereiche, die vollkommen unabhängig voneinander wären.

Vielleicht geht es im Tanz des Lebens zwischen Arbeit und Leben viel mehr um Rhythmus als um Balance. Können wir uns denn einen Tanz oder ein tolles Lied in reiner völliger Balance überhaupt leidenschaftlich vorstellen?  Es sind die Gezeiten unseres Lebens, und für jeden sind diese Gezeiten anders stark und intensiv, aber wir sollten uns ihn allen vollkommen hingeben und das Beste draus machen. Wenn wir offen und flexibel bleiben für was das Leben uns bietet in all seinen Facetten, dann haben wir die Möglichkeit Flexibilität zu erreichen.

DEINE MEINUNG

Work-Life-Balance - Segen oder Mythos?
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AUTORIN PRO

nkr_profil_greySYLVIA ist Diplom-Journalistin und hat ein Staatsexamen in Psychologie. Die alleinerziehende Mutter war viele Jahre Mitglied der Chefredaktion großer deutscher Frauenzeitschriften. Derzeit ist die überzeugte Vegetarierin freie Autorin und findet die besten Ideen auf Spaziergängen mit ihrem Hund Quadriga.

AUTORIN CONTRA

nkr_profil_greyNINA K. ROBERTS Als Karriere Stylistin, Mentorin und Expertin für Rekrutierung, Bewerbung und neue Karrierewege unterstützt Nina leidenschaftlich mit ninakroberts.de Frauen dabei, sich wieder in ihr Berufsleben zu verlieben und das Wort Karriere neu für sich selbst zu definieren. Des Weiteren berät sie internationale Konzerne und StartUps zu den Themen Rekrutierungs- und Talentmanagement sowie Talentgewinnung.

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In der Rubrik "Pro & Contra" zeigen wir dir zwei Sichtweisen eines aktuell diskutieren Themas, wodurch du die Möglichkeit hast, dir selbst eine Meinung zu bilden.

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  1. Mirijam

    20 Dezember

    Sorry! Das Pro war tatsächlich überzeugender geschrieben! Das Contra klang irgendwie nach Knoten im Gehirn = nicht wirklich zu greifen … und wahrscheinlich ist es das für jemanden mit 8+x Stunden Job ohne freie Zeiteinteilung auch einfach nicht! Wo ich feste Termine / Zeiten habe und für Freizeit eigentlich auch zu wenig Zeit (insbesondere nach Abzug Kinderzeit, Haushalt…) ist halt einfach nix mehr auszubalancieren … da hilft aus meiner Sicht nur: weniger arbeiten (und finanzielle Einbußen hinnehmen), extreme Einstellungsänderung zu beidem (also Arbeit SEHR lieben, danach aber VOLL UND GANZ im anderen sein bzw knappe Freizeit qualitativ wertvoll und bewusst verbringen) oder das ganze doch über die gesamte Lebensspanne sehen (wenn Kinder groß sind, ergeben sich wieder ganz neue Freiräume, dann kann ich wieder genau so gut ausbalancieren wie zu Singlezeit!). Trotzdem Danke für die Anregungen!!!

  2. Luise Neumann

    20 Dezember

    Pro/Contra finde ich eine super Idee! Sehr cool und mal ein anderer Ansatz!
    Zwei vollkommen underschiedliche Sichtweisen, Ansätze und auch Arten der Präsentation hier…gefällt mir persönlich gut!
    Ich kann die Contra-Ansicht sehr gut nachvollziehen und fühlte mich mehr angesprochen als mir lieb gewesen wäre. Die verschieden Sichtweisen selbst innerhalb der Contra-Haltung fand ich sehr gut und mal was anderes. Ich hatte aber auch für mich null das Gefühl von ‚Knoten im Hirn‘ wie es Mirijam hier beschrieb. Aber vielleicht weil ich es mehr als eine Ansammlung von Input & Sichtweisen sah für Contra als die Erwartung persönlich überzeugt werden zu wollen.
    Aber das ist ja der Sinn von Pro und Contra: konträre Sichtweisen, Überzeugungen und Blickwinkel.
    An Euch: weiter so!

  3. Ewa

    20 Dezember

    Interessante Sichtweisen!
    Ich persönlich kenne beide Sichtweisen aus eigener Erfahrung, wobei es für mich mittlerweile gar keine Unterscheidung zwischen Work und Life mehr gibt. Einen Vollzeit-Job zu haben kann sehr erfüllend sein, funktioniert allerdings nur dann richtig gut, wenn ein Partner teilzeit arbeitet und die familiären Herausforderungen abfangen kann, sonst kommt man früher oder später in die Situation, dass alles trotzdem irgendwie funktionieren muss. Das führt spätestens dann zu Rollenkonflikten, wenn z.B die Kinder mal „nicht“ funktionieren und mehr Aufmerksamkeit/Zeit bedürfen. Als Teilzeit-Angestellte hat man zwar faktisch gesehen mehr Zeit für die Familie, muss aber nicht selten Abstriche beim Job machen: die meisten Teilzeit-Stellen sind Assistenz-Stellen. Oder habt ihr schon mel eine Teilzeit-Teamleiter-Stellenausschreibung gelesen? – Ich noch nicht. Obwohl dies sicherlich eine riesige Chance für uns Frauen wäre. Andererseits müssen wir auch zugeben, dass man bei 5-6 Stunden einfach nicht fähig ist, bedeutende Projekte ausreichend voranzutreiben. Die Anwesenheits-Kultur kann ich insofern nachvollziehen, da ich selbst bei einer kleinen Firma angestellt bin. Es ist einfach notwendig, dass immer! jemand in der Firma anwesend ist, allein deswegen, weil Kunden erwarten, dass es Ansprechpartner gibt. Ein Kind im Hintergrund zu hören, sorry, aber soweit sind wir noch nicht
    Ich habe für mich einen zusätzlichen, dritten Weg gefunden, wo ich meine eigenen Maßstäbe setze und tatsächlich dann arbeite, wann ich will. De facto arbeite ich permanent, außer wenn ich schlafe, einfach, weil meine ganze Leidenschaft darin steckt. Zusammen mit meiner Geschätspartnerin haben wir ein Start-up gegründet. Das Arbeiten, wie ich es für meinen Arbeitgeber kenne, ist ein völlig anderes. Ständig schwirren die Gedanken um dieses Projekt, manchmal wacht man nachts auf und muss einen Anhaltspunkt unbedingt festhalten, weil er sonst weg ist. Aber es fühlt sich nicht wie „Arbeiten“ an, es ist Freiheit pur!
    Mein Fazit, ich bin irgendwo in der Mitte, da ich einen Weg für mich gefunden habe, welcher noch „in between“ liegt.
    In diesem Sinne ganz liebe Grüße, Ewa

  4. Ayleen

    12 Januar

    Eben erst diesen Pro / Contra Teil entdeckt. Die Contra Punkte von der Karriereberaterin haben mich überzeugt. Endlich (!) mal kein Sternenstaub mit Klangtrommel-Gefühl (sorry :=), dass einem so oft bei dem Thema verkauft wird. Verschiedene Ausgangspunkte in einer Argumentation, die dennoch alle auf Contra zeigten. Das Thema unter dem Aspekt Rhythmus zu beleuchten gefällt mir, damit kann ich mich gut anfreunden.

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