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Voll erkältet? Was gegen Schnupfen & seine Begleiterscheinungen hilft
Voll erkältet? Was gegen Schnupfen & seine Begleiterscheinungen hilft

Quelle: Pexel

Gesundheit

Voll erkältet? Was gegen Schnupfen & seine Begleiterscheinungen hilft

Du bist so richtig fies erkältet? Mit Hals- und Ohrenschmerzen, Schnupfen, leichtem Fieber, Halsweh, Husten und Gliederschmerzen? Tröste dich, denn wie du leiden in diesem Moment hunderttausende Deutsche. Im Durchschnitt erwischt uns das große Schniefen und Schnauben nämlich drei Mal pro Jahr. Und so häufig es auftritt, so unangenehm ist es auch. Aber du kannst dich selbst kurieren. Denn es gibt überaus wirksame und natürliche Erkältungs- und Schnupfen-Killer. Eine davon ist übrigens auch das Tragen einer FFP2-Maske am Arbeitsplatz.

Jetzt, ja genau an diesem Tag, schniefen und schnaufen etwa 400 000 Deutsche und fühlen sich ganz elendig. Und alles wegen einer höchst banalen 0-8-15-Krankheit: dem gemeinen Schnupfen durch eine Erkältung. Für Wissenschaftler ist er bis heute ein vielerforschtes Phänomen, für alle anderen eine einzige Plage. Der man im Übrigen kaum entkommen kann. Schließlich gibt es mehr als 200 verschiedene Erregerviren. Und in der nass-kalten Jahreszeit haben sie leider „Spielzeit“. Doch nicht etwa, weil Viren die Kälte besonders lieben. Im Herbst und Winter leben wir einfach enger zusammen. Zudem fährt unser Körper durch den Lichtmangel das Immunsystem runter. Geradezu eine Einladung für Viren, sich doch bei uns einzunisten. Und dann folgt das immer gleiche Szenario: nach kurzer Inkubationszeit  von nicht einmal acht Stunden brennt und kitzelt es in der Nase. Es folgen Frösteln, Niesreiz und schwacher Kopfdruck. Bildet sich Sekret in der Nase, begreift es schließlich jeder: Eine Erkältung mit fiesem Schnupfen hat uns erwischt!

Die „Strategie“ der Erkältungs-Viren: Sie greifen meist über die Nasenschleimhaut an. Denn dort ist es leicht kühler als im Rachenraum, und das zieht sie regelrecht und „magisch“ an. Einmal angekommen, verändern sie blitzartig das Programm der Zellen. Diese werden zu unfreiwilligen Komplizen und produzieren rasend schnell tausende neuer Viren. Der schlimmste Schnupfenvirus ist übrigens der winzige Rhinovirus –  50.000 von ihm würden auf nur eine Nadelspitze passen. Unter dem Mikroskop sehen sie übrigens aus wie winzige Golfbälle mit 20 Seitenflächen und kleinen Haken.

Der Virus selbst verursacht anfangs nur Mini-Schäden an der Schleimhaut. Zu schaffen macht uns unser ureigenes Immunsystem. Mit Körperreaktionen wie Schnauben, Schniefen und laufender Nase will es nämlich die Erreger aus dem Körper geradewegs heraus schleudern. Beim Niesen produzieren wir deshalb einen Luftstrom von erstaunlichen bis zu 50km/h. Und selbst über unsere permanent tränenden Augen werden noch Erreger ausgespült.

Muss alles nicht wirklich sein? Tja, leider ist es nur schwer bis gar nicht möglich, sich vollkommen vor Schnupfenviren zu schützen. Denn nicht nur durch direktes An-Niesen durch andere Personen können wir uns die Erreger einfangen. Sie schweben auch in zahllosen Mini-Tröpfchen stundenlang durch die Luft und werden zum Beispiel durch Klimaanlagen auch noch überall verteilt. Es ist in der Arbeitswelt daher nicht nur wegen einer Ansteckung mit den Corona-Viren ratsam, stets eine FFP2-Maske zu tragen.

Die fünf besten natürlichen Schnupfen-Killer

Frisch gekochte Hühnerbrühe: Eines der besten Hausmittel bei Schnupfen oder anderen Infektionen der Luftwege! Heiße Hühnersuppe macht verstopfte Nasen schneller frei als heißer Wasserdampf. Vollständig aufgeklärt ist ihre Heilwirkung bislang nicht. Vermutet wird, dass sie die Aktivität von weißen Blutzellen einschränkt. Sie rufen u.a. gereizte Atemwege und Schleimproduktion hervor. Zudem enthält Hühnerfleisch die natürliche Aminosäure Zystein. Sie ähnelt in ihrer chemischen Zusammensetzung dem Wirkstoff Azetylcystein, mit dem Atemwegs-Infektionen behandelt werden.

Rote Chilischoten: Ganz nach dem Motto „Was uns nicht umbringt, macht uns stärker“ sind Chilischoten feuerrote Heiler. Das sie verstopfte Nasen und Nebenhöhlen schnell wieder freimachen, liegt am Inhaltstoff Capsaicin. Diese Pflanzensubstanz regt die Gehirnnerven an, bestimmte Impulse auszusenden. So kommt die Drüsen-Sekretion in Gang: die Augen tränen, die Nase läuft und der Schleim löst sich. Zudem wirkt Chili auch leicht abschwellend. Tipp: Sie können etwa zehn Tropfen Tabasco bzw. 1 klein gehackte Chilischote auch zur Hühnerbrühe geben und mit kochen.

Wasserschalen mit Minzeöl: Oft liegt die Luftfeuchtigkeit in beheizten Räumen unter 20 Prozent. Ganz schlecht für verstopfte Nasen. Die Trockenheit „piekst“ regelrecht auf der Schleimhaut und reizt sie noch zusätzlich. Selbst ohne Schnupfen. Dagegen am besten eine Wasserschale mit Minzeöl neben/an der Heizung aufstellen. Dazu dem Wasser 15 bis 20 Tropfen Minze-, Eukalyptus- oder Kamillenöl zusetzen. Die ätherischen Dämpfe plus Luftfeuchte beruhigen die Schleimhaut in Nase und Rachen.

Meersalz-Mandelöl-Spülung: Schnupfen „stresst“ die Schleimhäute und lässt sie nicht zur Ruhe kommen. Sie schwellen an und verstopfen so die Nase. Eine Kombination aus Meersalz (Natriumchlorid plus Fluor und Jod) und pflegendem Mandelöl wirkt hier beruhigend und pflegend. Dafür einen Viertel Teelöffel Meersalz und eine Messerspitze Natron in einer Tasse mit lauwarmen Wasser auflösen. Wattestäbchen in diese Lösung tauchen, noch tropfnass erst in das eine, dann in das andere Nasenloch stecken. Die Flüssigkeit ein paar Mal hoch ziehen. Anschließend die inneren Nasenwände sanft mit Mandelöl betupfen.

Heißes Dampfbad mit Kamille: Denn Kamillenblüten gehören tatsächlich zu den besten und auch am längsten erprobten Erkältungs-Kräutern. Sie werden bereits seit dem Mittelalter zur Linderung und Heilung genutzt. Denn Kamille lindert und stoppt die Entzündung der Nasenschleimhäute, lässt sie abschwellen und verflüssigt das Sekret in den Nasennebenhöhlen. Ein Dampfbad mit Kamille hilft deshalb besonders gut bei Schnupfen mit leichtem Druck-Kopfschmerz. Dazu etwa eine Hand voll getrocknete Kamillenblüten (am besten wirklich Bio-Kamillenblüten besorgen) in eine Schüssel geben, diese dann mit zwei Liter kochendem Wasser übergießen und für drei bis vier Minuten abgedeckt ziehen lassen. Anschließend das Gesicht für zehn Minuten über die Schüssel halten, Tuch über den Kopf legen und möglichst durch die Nase einatmen. Die lindernde Wirkung ist tatsächlich sofort zu spüren.

3 Tipps: Hier mal ein kleiner Schnupfen-Knigge

+ Beim Schnäuzen nicht gleichzeitig durch beide Nasenlöcher schnauben. Der entstehende Druck könnte die Bakterien bis in die Nebenhöhlen und ins Mittelohr befördern. Besser nur sanft durch je ein Nasenloch schnauben.

+ Bitte nur Papiertaschentücher benutzten und auch das nur für ein Mal. Sonst besteht die Gefahr der Wiederansteckung. Also ab in den Müll damit. Und viel häufiger als sonst die Hände waschen!

+ Damit der Schnupfen gar nicht erst in die Nebenhöhlen wandert, regelmäßig Nasenspray oder –tropfen verwenden. Etwa alle sechs Stunden wiederholen, und zwar bevor die Nase wieder zugeht. Aber nur maximal eine Woche lang. Ist der Schnupfen dann noch immer nicht weg, bitte vom Arzt andere Erkrankungen abklären lassen.

Kalt erwischt? 11-fache Soforthilfe gegen Erkältungs-Symptome 

Mit Kribbeln, Niesreiz und Halsschmerzen fängt es meistens an – eine Erkältung ist im An­marsch. Weil das Immunsystem in der nasskalten Jahreszeit ohnehin ge­schwächt ist, kön­nen Viren leichter angreifen. Sobald die ersten Anzeichen auftreten und um eine weitere Ausbreitung der Erkältung bzw. einen Totalausfall zu vermeiden, ist schnelles Handeln an­gesagt: Von der heißen Badewanne bis hin zur Kur mit Vitamin C gibt es viele einfache, aber wirkungsvolle Sofortmaßnahmen, einer entstehenden Erkältung Paroli zu bieten.

  • Halsschmerzen, Schluckbeschwerden: Einfach ein feuchtes, warmes Geschirrhandtuch um den Hals wickeln und darüber ein trockenes Frotteehandtuch schlagen. Die angenehme Wärme des Halswickels lindert die Schmerzen.
  • Schnupfen: Um die Nase zu befreien, einen gestrichenen Teelöffel Meersalz in 1/8 l Wasser aufkochen, abkühlen lassen. Mehrmals täglich die Nase damit spülen. Handlichere Alternative: Meerwasser-Nasensprays aus der Apotheke.
  • Fieber: Um die Temperatur zu senken, haben sich kalte Wadenwickel bewährt.
  • Kopf- und Gliederschmerzen: Diese besonders unangenehmen Beschwerden treten meist gleich zu Beginn einer Erkältung und als geballte Ladung in Verbindung mit Hals­schmerzen, Schnupfen oder Fieber auf. Jetzt helfen schnell wirksame Kombinationsmittel aus der Apotheke wie Aspirin Complex. Einfach in Wasser eingerührt, lindert es die schlimmsten Erkältungsbeschwerden auf einmal und unterstützt die Selbstheilungskräfte.
  • Husten: Inhaliere mit Heilkräutern wie Kamille, Salbei, Thymian oder Kümmel. Der warme Dampf befeuchtet die Schleimhäute und wirkt schleimlösend. Unterstützend wir­ken auch warme Tees aus Salbei, Fenchel oder Pfefferminze.
  • Ohrenschmerzen: Bei leichten Beschwerden hilft eine Wollmütze oder die Bestrahlung mit einer Infrarotlampe. Die gleichmäßige Wärme weitet die Gefäße und sorgt für eine gute Durchblutung. Etwas gewöhnungsbedürftig, hilft aber garantiert: Vier Mal täglich fünf Tropfen Weinessig ins schmerzende Ohr träufeln.
  • Heiserkeit: Wegen der Virusinfektion sind die Stimmbänder gerötet und geschwollen. Als schnelles Hausmittel hat sich Brombeersaft bewährt.
  • Erschöpfung: Bei einer Erkältung sind Erschöpfungszustände ganz normal. Deshalb gön­nen Sie sich und Ihrem Körper jetzt mehr Ruhe und Schlaf und vermeiden Sie unnötige Kraftanstrengungen.
  • Kalte Füße, Schüttelfrost: Ein Fußbad oder Vollbad mit Lavendel- oder Rosmarinöl als Zusatz bringt wohltuende Wärme. Dazu am besten heißen Holundersaft trinken.
  • Geschwächte Abwehr: Um das Immunsystem zu stärken und die Krankheits­dauer zu verkürzen, hilft Echinacin, ein pflanzliches Medikament aus Son­nenhutextrakt. Besonders wirksam ist es in Verbindung mit Vitamin C. Deshalb: Viel fri­sches und vitaminreiches Obst und Gemüse essen.
  • Appetitlosigkeit: Eine Hühnersuppe bringt den Körper wieder zu Kräften. Noch wichtiger ist es jetzt allerdings genügend zu trinken (2-3 Liter Wasser oder Kräutertee), um den Flüssigkeitsverlust durch den Schnupfen auszugleichen.

ist Diplom-Journalistin und hat ein Staatsexamen in Psychologie. Die alleinerziehende Mutter war viele Jahre Mitglied der Chefredaktion großer deutscher Frauenzeitschriften. Derzeit ist die überzeugte Vegetarierin, freie Autorin und findet die besten Ideen auf Spaziergängen mit ihrem Hund Quadriga.

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