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Klick für Klick zum Mausarm?! Was dann hilft &...

Klick für Klick zum Mausarm?! Was dann hilft & wie du klug vorbeugst

Klick für Klick zum Mausarm?! Was dann hilft & wie du klug vorbeugst

Quelle: Vojtech Okenka / Pexels

 
Mediziner sprechen vom „Repetitive Strain Injuries“ (RSI), übersetzt in etwa mit Verletzungen durch wiederholte Belastung. Gemeint ist der Mausarm. Gefährdet sind alle mit Computerarbeit. Und die gehört für über 20 Millionen Deutsche zum Joballtag. Auf welche Symptome du achten, wie du dann reagieren und wie du vorbeugen solltest…

Mediziner sprechen vom „Repetitive Strain Injuries“ (RSI), übersetzt in etwa mit Verletzungen durch wiederholte Belastung. Gemeint ist der Mausarm. Gefährdet sind alle mit Computerarbeit. Und die gehört für über 20 Millionen Deutsche zum Joballtag. Auf welche Symptome du achten, wie du dann reagieren und wie du vorbeugen solltest…

In der Umgangssprache trägt er viele lustige Namen wie Organizerdaumen, Sekretärinnenfinger oder Nintendonitis – doch eigentlich ist der Mausarm gar nicht so harmlos, sondern seit einiger Zeit sogar als Berufskrankheit anerkannt und mit Repetitive Strain Injuries (RSI) hat er bereits eine medizinische Fachbezeichnung.

Wie es zum Mausarm kommt: Wer am Bildschirm arbeitet, kommt pro Tag ganz schnell auf tausende Anschläge und Mausklicks. Anfangs steckt man die noch locker weg. Doch über die Jahre – man geht von einem schleichenden Prozess von etwa fünf Jahren aus – kann daraus ein ernsthaftes Syndrom entstehen. Denn bei der Computerarbeit liegt die Hand über Stunden und Tage leicht angewinkelt auf der Maus. Dabei verkürzt sich die Muskulatur am Unterarm. Das ruft irgendwann eine Entzündung der Sehnenscheide oder des Sehnenansatzes am Ellenbogen hervor. Mit dem Mausarm kämpfen nach Schätzungen bereits etwa fünf Millionen Deutsche. Die Ursachen sind eindeutig:

  •  wiederholte, monotone und einseitige Belastung von Muskeln, Sehnen, Nerven und Gelenken durch unzählige Mausklicks pro Tag,
  •  hohe Arbeitsbelastung mit permanentem Stress, die zu einer verringerten Körperwahrnehmung führt,
  •  eine falsche Körperhaltung durch nicht ergonomisch eingerichteten Arbeitsplatz.

Wodurch sich das RSI-Syndrom bemerkbar macht: Das Problem entwickelt sich über einen langen Zeitraum und kann in Urlaubsphasen wieder völlig verschwinden. Doch durch die ständige Überbelastung kommt es zu winzigen Verletzungen an den beteiligten Muskeln und Sehnen und in deren Folge zu schmerzhaften Entzündungen. Aus diesen Gründen sollten auch schon die ersten Anzeichen durchaus ernst genommen werden:

  •  Allererste Anzeichen eines beginnenden Mausarms sind Kraftverlust und Missempfindungen im betroffenem Arm oder/ und der Hand. Noch tut es nicht weh, die Schmerzen setzen erst später ein.
  •  Kribbeln oder Taubheitsgefühle in der Hand, den Fingern oder im Unterarm,
  • nSteifheit der Gelenke in Hand, Arm und Schulter,
  •  Schmerzen in Handrücken, Unterarm und Gelenken,
  •  Muskelschmerzen bis hin zu Muskelkrämpfen,
  •  kalte und schmerzende Hände bereits am Morgen.

Diese eben genannten Mausarm-Symptome können unterschiedlich stark und an den verschiedensten Stellen auftreten.

Was du selbst dagegen tun und wie du vorbeugen kannst: Gibt es erste Anzeichen für einen Mausarm, sollten unbedingt die Bedingungen am Arbeitsplatz überprüft und ggf. verändert werden:

  •  Die Höhe von Tisch und Stuhl sollten aufeinander abgestimmt sein.
  •  Der Monitor sollte sich in Augenhöhe befinden.
  •  Lichtquelle sollten nicht zu Reflexen auf dem Bildschirm führen.
  •  Die Maus sollte zwischen Tastatur und Körper positioniert werden. Dann wird der Arm nicht mehr so stark überstreckt und das Mausarmrisiko sinkt.
  •  Wenn möglich sollte von einer konventionellen Maus (bei der die Hand auf der Maus liegt), auf eine aufrechte Maus oder Joysticks umgestiegen werden.
  •  Jeder Doppelklick bedeutet auch doppelte Belastung. Meist lässt sich diese Funktion auf nur einen Klick umdefinieren.
  •  Die Maus unbedingt loslassen, wenn sie nicht benutzt wird.
  •  An Stelle der Maus sollte möglichst oft mit den Kurzbefehlen der Tastatur gearbeitet werden.
  •  Monotonie vermeiden. Und alle zwanzig bis dreißig Minuten eine Arbeitspause einlegen und dann mit den Händen etwas ganz anderes machen. Noch besser: Ein paar Mal am Tag die unten genannten Dehnübungen machen.
  •  Zudem die Gelenke stets warm halten.
  •  In der Freizeit nicht noch Computerspiele nutzen, um dem Arm wirklich eine Ruhephase zu gönnen.

Diese Dehnübungen machen wieder locker

Arm: Dazu den betroffenen Arm vor dem Körper ausstrecken. Dabei die Hand ganz locker lassen und sie mit der anderen Hand zum Körper heranziehen oder die ausgestreckte Hand langsam nach unten biegen.

Schulter: Dafür seitlich zu einer Wand stellen. Den Arm, der die Maus bedient, anwinkeln und an die Wand anlehnen. Den Oberkörper leicht nach vorn beugen.

Hand: Kurz eine feste Faust machen und wieder öffnen. Mehrfach wiederholen und auch die „Ruhehand“ so trainieren.

Rumpf: Finger beider Hände verhakeln. Arme nach oben durchstrecken und dann den Oberkörper langsam nach links und nach rechts beugen.


ist Diplom-Journalistin und hat ein Staatsexamen in Psychologie. Die alleinerziehende Mutter war viele Jahre Mitglied der Chefredaktion großer deutscher Frauenzeitschriften. Derzeit ist die überzeugte Vegetarierin, freie Autorin und findet die besten Ideen auf Spaziergängen mit ihrem Hund Quadriga.

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