Einfach besser fühlen mit Finger-Yoga!

Einfach besser fühlen mit Finger-Yoga!

Quelle: Pexels // Sprina Huang

 
Mit der über Jahrhunderte alten Technik der Mudra kannst du die Heilung von Alltagsleiden wie Stress & Kopfschmerz im wahrsten Sinne selbst in die Hand nehmen. Wende dafür nur die richtigen Übungen des Finger-Yoga an.

Mit der über Jahrhunderte alten Technik der Mudra kannst du die Heilung von Alltagsleiden wie Stress & Kopfschmerz im wahrsten Sinne selbst in die Hand nehmen. Wende dafür nur die richtigen Übungen des Finger-Yoga an.

Frei aus dem Altindischen übersetzt heißt Mudra „Ein Siegel, das Freude bringt“. In den Ländern Asiens werden die Mudras (Finger-Yoga) schon seit Jahrhunderten zu Heilzwecken genutzt. Sie eignen sich, um seelische und körperliche Beschwerden zu beseitigen. Denn in den Fingerspitzen liegen etwa 4000 Nervenfasern, die über Energiebahnen (Meridiane) mit allen Organen in Verbindung stehen. Werden sie mit sanftem Druck aktiviert, hat dies eine beruhigende, vitalisierende und anregende Wirkung. So manche Unpässlichkeit kannst du damit selbst in den Griff bekommen. Durch einen leichten Druck auf einzelne Finger und/oder die Handflächen wird beispielsweise das Immunsystem gestärkt, Stress abgebaut, werden Kopfschmerzen und depressive Verstimmungen gelindert. Zu jeder Tageszeit und an jedem Ort machbar, können die Mudras dir helfen, einfach besser durch den Alltag zu kommen.

 

Bei KOPFSCHMERZEN  Greife nicht gleich zu einer Tablette. Versuche folgende Mudra: Lege mit beiden Händen die Spitzen von Daumen, Zeigefinger sowie Mittelfinger aneinander. Der Ringfinger wird dabei eingeknickt in die Daumenmulde gelegt. Der kleine Finger wird weggestreckt. Während du nun sanft die Fingerkuppen gegeneinander drückst, tief ein- und ausatmen. Wiederhole diese Mudra mindestens drei Mal am Tag für jeweils fünf Minuten.

Speziell bei Spannungs-Kopfschmerz: Der Energie-Punkt für Nacken und Schulter liegt zwischen dem kleinen Finger und dem Ringfinger. Fünf Mal für etwa drei Sekunden kneifen, danach massieren.

 

Bei NERVOSITÄT  Bist du oft gehetzt, nervös, gereizt und angespannt? Dann solltest du folgende Mudra praktizieren: Führe die Zeigefinger und Daumen zusammen und drücke diese leicht aneinander. Die restlichen  Finger werden zur Faust geballt.  Den Druck nun bei tiefer und ruhiger Atmung für etwa eine Minute halten. Mindestens zwei Mal, ansonsten nach Belieben wiederholen.

Speziell bei unruhebedingter Schlaflosigkeit: Linke Daumen-Innenseite je drei Mal für ca. drei Sekunden mit dem Zeige -und Mittelfinger pressen. Dann die Hand wechseln. Die Hirnanhangdrüse wird aktiviert – sie reguliert die Schlaf-Hormone.

 

Bei MÜDIGKEIT  Wenn du mit Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Antriebslosigkeit zu kämpfen hast, dann pusche dich nicht mit Kaffee, sondern mache folgende Mudra: Die Spitzen von Daumen, Zeige- und Ringfinger mit leichtem Druck aneinanderlegen, Mittelfinger und kleiner Finger werden gestreckt. Für ein optimales Ergebnis diese Mudra fünf bis zwanzig Minuten durchhalten. Auch gut: Mit den Fingerspitzen abwechselnd die Innenseiten beider Hände massieren. Und zwar vom Handgelenk bis zu den Fingerspitzen. Bei Bedarf alle zwei bis drei Stunden wiederholen. Das stimuliert das Nervensystem und bringt den Kopf in Schwung.

Speziell bei Kreislauf-Beschwerden: Mit dem rechten Daumen in die Mitte der linken  Handfläche drücken. Etwa eine Minute Druck halten. Dann die Hand wechseln. Diese Mudra kurbelt die Durchblutung an.


Bei
RÜCKENSCHMERZEN  Vor allem Menschen mit einer sitzenden Tätigkeit haben oft mit Rückenbeschwerden zu kämpfen. Dann ist folgende Mudra ratsam: Die linke Daumen-Außenseite langsam von unten bis zur Spitze massieren. Danach den Daumen wechseln. Je Daumen drei Mal wiederholen. So werden die Nerven an der Wirbelsäule beruhigt.

Speziell bei regelbedingten Rückenschmerzen: Abwechselnd und sanft die kleinen Kuhle am Handgelenk massieren. Jeweils für etwa eine Minute. Diese Mudra wirkt  beruhigend auf die Gebärmutter. Die Kuhle unterhalb des kleinen Fingers wirkt übrigens auf die Eierstöcke.

 

Bei ERKÄLTUNG  Man versucht sie zu vermeiden und dann erwischt sie einen doch – eine Erkältung. Mit den folgenden Mudras wirst du die Erkältung schnell wieder los:  Oberhalb des mittleren Gelenks der Zeige- und Mittelfinger sanft massierend Druck ausüben. Jeweils etwa eine Minute lang. Dort liegt der Meridianpunkt für die Nasennebenhöhlen. Der Kopf wird wieder frei. Ebenfalls gut: Alle Finger mit ihrem jeweiligen Pendant  ineinander hakeln und gegeneinander bewegen. Etwa drei Sekunden lang, mehrfach am Tag wiederholen. Dieses Mudra aktiviert das Lymphsystem. Körpergifte werden schneller abtransportiert und das Immunsystem kann besser arbeiten.

Speziell für die Abwehrkräfte: Mit der rechten Daumenspitze gleichzeitig gegen die Kuppen vom linken Zeige- und Mittelfinger fest pressen. Für etwa zwei bis drei Minuten. Dann die Hand wechseln. Mehrmals am Tag wiederholen.

 

5 Tipps für eine optimale Wirkung des Finger-Yoga

Nicht von ungefähr werden die Mudras im Deutschen Finger-Yoga genannt. Und wie beim Yoga auch, solltest du dich für die Übungen möglichst in einen Zustand innerer Ruhe begeben. In einer stillen Ecke im Büro, auf einer lauschigen Bank oder daheim auf deinem Lieblingsstuhl:

  • Aufrechte Körperhaltung (am besten sitzend) mit geradem Rücken einnehmen.
  • Langsam ein Glas Wasser oder Tee trinken.
  • Bewusst, ruhig und gleichmäßig durch die Nase atmen.
  • Wer möchte, darf sich entspannende Musik auflegen.
  • Die Dauer des Finger-Yoga bestimmst du selbst. Die Zeitangaben sind nur Richtlinien, kein Dogma. Zwischen den Übungen ruhig mal kleine Pausen machen.

Welche spezielle Bedeutung jeder einzelne Finger hat

Den fünf Fingern unserer Hand werden sowohl mentale, als auch körperliche Kräfte zugeordnet. Einige der wichtigsten Bedeutungen im Überblick:

Der Daumen steht mental für Willenskraft, Vitalität und Lebensfreude. Und körperlich für Magen, Lunge, Immunsystem.

Der Zeigefinger steht mental für Mut, Selbstwertgefühl und Zuversicht. Organisch für Dickdarm, Bauchspeicheldrüse und Atmung.

Der Mittelfinger wird mit Harmonie, Geduld und innerer Ruhe verbunden. Er steht im Körper für Kreislauf, Blase und Galle.

Der Ringfinger aktiviert Sinnlichkeit, Lust und Liebesfähigkeit. Im Körper steht er für Leber, Nieren und Temperatur.

Der kleine Finger stimuliert Logik, Sprache und Geist. Im Körper ist er der Repräsentant für Herz, Dünndarm und Lymphe.


ist Diplom-Journalistin und hat ein Staatsexamen in Psychologie. Die alleinerziehende Mutter war viele Jahre Mitglied der Chefredaktion großer deutscher Frauenzeitschriften. Derzeit ist die überzeugte Vegetarierin, freie Autorin und findet die besten Ideen auf Spaziergängen mit ihrem Hund Quadriga.

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