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Der große Selbst-Check: Wie gut ist mein Arzt?

Der große Selbst-Check: Wie gut ist mein Arzt?

Der große Selbst-Check: Wie gut ist mein Arzt?

Quelle: rawpixel.com

 
Die Gesundheit ist vielleicht unser wertvollstes Gut. Deshalb ist es auch so wichtig, sich in die richtigen Hände zu begeben. Doch wie findest du den besten Arzt für dich? Gesundheitsexperten haben zusammen mit Fachärzten für dich die wichtigsten Kriterien heraus gefunden

Die Gesundheit ist vielleicht unser wertvollstes Gut. Deshalb ist es auch so wichtig, sich in die richtigen Hände zu begeben. Doch wie findest du den besten Arzt für dich? Gesundheitsexperten haben zusammen mit Fachärzten für dich die wichtigsten Kriterien heraus gefunden

HAUSARZT

Er ist sehr wichtig. Denn 93 Prozent der Patienten und bestimmt auch du gehen bei Beschwerden zuerst zum Hausarzt.

Dein persönlicher Kompetenz-Check:

  • Er muss Zeit haben! Und nicht nur meinen Körper, sondern auch familiäre und persönliche Hintergründe kennen.
  • Ich erhalte bei ihm eine umfassende und vor allem verständliche Aufklärung über mein gesundheitliches Problem.
  • Ich kann gemeinsam mit dem Arzt über die Art der Behandlung entscheiden. Er nimmt mein Problem ernst.
  • Neben der Behandlung erhalte ich weiterführende Informationen über Hilfsangebote.
  • Hausarzt und Praxispersonal behandeln mich freundlich und respektvoll. Meine Intimshäre bleibt gewahrt.
  • Er akzeptiert, dass ich im Zweifelsfall eine zweite Meinung ein holen bzw. eine Überweisung zu einem Facharzt möchte.
  • Ich erhalte problemlos Zugang zu meinen Patientenunterlagen.
  • Er spricht mich gezielt auf Vorbeugemaßnahmen an und erstellt einen individuellen Gesundheitsplan.
  • Die Praxis ist so gut organisiert, dass ich nicht länger als ein halbe Stunde warten muss.

FRAUENARZT

Jede dritte Frau gibt an, dass sie beim Besuch des Frauenarztes schon einmal in ihrem Schamgefühl verletzt wurde. Daher ist bei der Wahl die Vertrauensbasis besonders wichtig.

Dein persönlicher Kompetenz-Check

  • Die Begrüßung erfolgt, wenn ich noch vollständig bekleidet bin.
  • Das Vorgespräch findet in einem separaten Raum statt. Dort wird genau besprochen, welche Untersuchungsmethoden warum durchgeführt werden.
  • Die Bitte sich frei zu machen, muss vom Gynäkologen kommen. Nicht etwa von der Praxishelferin.
  • Es gibt z.B. einen Sicht schützenden Paravent. Das Freimachen erfolgt partiell. Also nur Oberkörper oder Unterleib. Nicht beide gleichzeitig. Nach der Untersuchung kann ich mich sofort ankleiden.
  • Die Instrumente sind angewärmt. Das gilt auch für das Gel zur Ultraschall-Untersuchung.
  • Vaginale oder rektale Untersuchungen werden kurz zuvor vom Arzt angekündigt.
  • Er erklärt bei der Untersuchung, was genau er gerade macht.
  • Bemerkungen über körperliche Eigenheiten sind selbst als Kompliment tabu.
  • Beim Nachgespräch bin ich wieder bekleidet. Er erklärt die Untersuchungsergebnisse und Folgebehandlungen ausführlich.
  • Er weist mich auf Leistungen hin, die ich selbst bezahlen muss (IGeL). Dazu darf er mich nicht überreden oder überrumpeln.

ZAHNARZT

Ob ein Zahnarzt wirklich gut arbeitet, stellt sich oft erst nach Jahren heraus. Deshalb lohnt es sich, auf ganz spezielle Dinge zu achten.

Dein persönlicher Kompetenz-Check:

  • Ein wirklich guter Zahnarzt versucht sich selbst „arbeitslos“ zu machen. Weil sein Hauptaugenmerk der gesund Erhaltung meiner Zähne gilt.
  • Dafür bietet er professionelle Zahnreinigung an und erklärt ausführlich, was ich selbst vorbeugend gegen Karies und Zahnfleischerkrankungen tun kann.
  • Er erklärt mir die wirkungsvollste Zahnpflege.
  • Wenn ich noch Angst vor dem Zahnarzt habe, ist es der falsche. Denn ein guter Zahnarzt arbeitet stets mit Betäubungsspritze. Der Piekser dafür wird vorher mit lokalem Betäubungsmittel fast unspürbar gemacht.
  • Füllungen müssen sechs bis zehn Jahre halten. Sonst ist es Pfusch.
  • Bei Wurzelbehandlungen und Zahnfüllungen im seitlichen Bereich benutzt ein guter Zahnarzt einen Kofferdamm. Das ist ein kleines Spanngummi, das den Arbeitsbereich trocken hält.
  • Ausreißen und neu aufbauen sind Zeichen von gestern. Ein guter Zahnarzt erhält so viel gesunde Zahnsubstanz wie möglich.
  • Mehr als drei Behandlungsstühle bei einem Zahnarzt deuten auf „Fließbandarbeit“ hin.
  • Bei aufwendigen Behandlungen werden mir kostengünstige Alternativen angeboten.

AUGENARZT

Das Auge ist ein Hochleistungsorgan und unser „Fenster“ zur Welt. Damit sollte man sich tatsächlich nur in die allerbesten Hände begeben.

Dein persönlicher Kompetenz-Check:

  • Ein guter Augenarzt fragt im Vorgespräch alle voraus gegangenen Erkrankungen ab. Erkundigt sich nach Diabetes, Blutdruck, Blutfettwerten, Tabakkonsum und Ernährungsgewohnheiten.
  • Erst danach geht er auf das eigentliche Problem ein und achtet dabei auch auf vermeintlich kleine Probleme wie Augenjucken oder tränende Augen.
  • Ein guter Augenarzt kann eine Netzhautablösung oder trockene Augen direkt und sehr schnell erkennen. Wenn es lange dauert, ist es eher verdächtig.
  • Standard und Pflicht ist ein Sehtest.
  • Gute Augenärzte benutzen die Spaltlampe, um den Zustand der Netzhaut und die Tränenflüssigkeit zu überprüfen.
  • Wenn er Zusatzleistungen (IgsL) zu stark anpreist, sollte Skepsis aufkommen.

KINDERARZT

Den besten Kinderarzt für das Kind zu finden, sollten Eltern nicht der Empfehlung anderer Mütter oder Väter überlassen. Nur euer ganz persönliches Bauchgefühl sollte die Wahl entscheiden.

Dein persönlicher Kompetenz-Check:

  • Die fachliche Kompetenz ist fast immer gegeben. Ein wirklich guter Kinderarzt ist einfach gesagt kinderlieb. Deshalb bleibt er auch ruhig und besonnen, wenn das Kind quängelt oder weint.
  • Nicht nur die Eltern, auch das Kind muss dem Kinderarzt vertrauen.
  • Das Praxispersonal ist feundlich und geht auf die kleinen Patienten ein.
  • Ein guter Kinderarzt spricht auch mit dem Kind und nicht über das Kind hinweg.
  • Er erklärt dem Kind altersgerecht, was er gerade macht.
  • Du bekommst im Krankheitsfall am selben Tag einen Termin.
  • Im Notfall macht er sogar Hausbesuche.
  • Ohne Untersuchung gibt es keine Medikamente.
  • Er verschreibt keine Medikamente, wenn der Kinderkörper auch allein mit der Erkrankung fertig wird.
  • Er ist möglichst auch in der Homöophatie bewandert.
  • Er berücksichtigt stets die seelische Komponente einer Krankheit.
  • Eltern kennen ihre Kinder tatsächlich am besten. Ein guter Kinderarzt akzeptiert und konsultiert auch die Eltern als „Experten“.
  • Mal falscher Alarm? Und die Bauchschmerzen waren keine Blinddarmreizung? Ein guter Kinderarzt hat Verständnis dafür, dass Eltern auf Nummer sicher gehen wollen.

ist Diplom-Journalistin und hat ein Staatsexamen in Psychologie. Die alleinerziehende Mutter war viele Jahre Mitglied der Chefredaktion großer deutscher Frauenzeitschriften. Derzeit ist die überzeugte Vegetarierin, freie Autorin und findet die besten Ideen auf Spaziergängen mit ihrem Hund Quadriga.

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