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Wie aus einer vergangenen Zeit! 7 alte Berufe mit super Zukunftschancen
Wie aus einer vergangenen Zeit! 7 alte Berufe mit super Zukunftschancen

Quelle: Ryan Russell / Unsplash

Beruf - Karriere

Wie aus einer vergangenen Zeit! 7 alte Berufe mit super Zukunftschancen

Manch altes Handwerk ist zu Unrecht aus dem Blick junger Leute geraten. Was mittelalterlich anmutet, ist es oftmals nicht. Einige historische Berufe werden bis heute geschätzt und gebraucht. Manche erleben sogar eine Renaissance. Hier ein Überblick über einige nostalgische Ausbildungsberufe mit Zukunft.

Manch altes Handwerk ist zu Unrecht aus dem Blick junger Leute geraten. Was mittelalterlich anmutet, ist es oftmals nicht. Einige historische Berufe werden bis heute geschätzt und gebraucht. Manche erleben sogar eine Renaissance. Hier ein Überblick über einige nostalgische Ausbildungsberufe mit Zukunft.

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BAUER/BÄUERIN

Einer der ältesten Berufe überhaupt. Allerdings spricht man heute vom Landwirt bzw. der Landwirtin. Sie erzeugen pflanzliche sowie tierische Produkte und verkaufen diese. Abhängig von der Jahreszeit bearbeiten sie Böden. Dazu gehört die Auswahl von Saatgut ebenso wie das Mähen, Düngen und Pflegen von Pflanzen. Meist kommen dafür heute moderne Nutzfahrzeuge zum Einsatz, die sie nicht nur bedienen und überwachen, sondern auch warten. Nach der Ernte lagern oder konservieren sie ihre Erzeugnisse oder vermarkten sie. In der Tierhaltung füttern, tränken und pflegen sie Nutztiere und reinigen Ställe. Auch die Buchführung gehört zu ihren Aufgaben. Wer diesen Beruf wählt, sollte körperlich fit sein und das Arbeiten im Freien mögen. Später arbeiten sie entweder im eigenen landwirtschaftlichen Betrieb oder in einem landwirtschaftlichen Großbetrieb.
Ausbildungs-Check: 3 Jahre duale Ausbildung, meist wird ein mittlerer Bildungsabschluss bzw. Hauptschulabschluss erwartet. Die Vergütung startet im 1. Ausbildungsjahr bei ca. 530 € und steigert sich im 3. Jahr auf bis zu 730 €.

BÖTTCHER/IN

Für diesen Beruf sind auch zwei weitere Bezeichnungen üblich – nämlich Küfer oder Fassbinder. Die letztere Berufsbezeichnung bringt es auf den Punkt: Böttcher/innen verarbeiten nämlich unterschiedliche Hölzer zu Fässern und Gefäßen für Weinbau, Brennereien und Brauereien, die Landwirtschaft, Papier- und Textilindustrie sowie den Wellnessbereich. Mit handwerklichem Geschick biegen sie einzelne Stäbe für bauchige Holzfässer durch Anfeuchten und Ausfeuern und bringen sie so in die passende Form. Sie beschichten die Gefäße mit Kunststoffen oder Harzen, je nach späterem Verwendungszweck. Darüber hinaus pflegen und warten sie die Maschinen zur Holzbe- und -verarbeitung. Deshalb braucht man dafür neben guter körperlicher Verfassung auch handwerkliches Geschick und Sorgfalt.
Ausbildungs-Check: 3 Jahre duale Ausbildung (Lehrbetrieb & Berufsschule), rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. Aber gute Noten in Mathematik und Werken/Technik sind wünschenswert. Die Vergütung startet im
1. Ausbildungsjahr bei maximal 606 € und steigert sich im 3. Jahr auf bis zu 780 €.

BRUNNENBAUER/IN

Für alle, die eine Arbeit im Freien lieben. Denn die Fachleute führen Bohrungen durch, um unterirdische Wasservorräte zu erschließen und nutzbar zu machen. Durch Probebohrungen stellen sie fest, wo gutes Trinkwasser zu finden ist. Dann richten sie die Baustelle ein, bohren Brunnenschächte, verlegen Rohre und bauen Pumpwerke ein, um das Wasser nach oben zu befördern. Mit den Bohrungen machen sie auch Bodenschätze ausfindig oder erkunden Grundwasservorräte. Zudem sanieren sie alte Brunnen und bauen Grundwasserabsenkungsanlagen für das Fundament von Bauwerken.
Ausbildungs-Check: 3 Jahre duale Ausbildung, Handwerksbetriebe stellen meist Azubis mit Hauptschulabschluss, Industriebetriebe mit mittlerem Bildungsabschluss ein. Neben einer guten Auge-Hand-Koordination werden gute Noten in Mathe, Physik und Werken/Technik erwartet. Die Vergütung liegt im 1. Ausbildungsjahr bei bis zu 708 € und im 3. Jahr dann sogar bei bis zu 1374 €.

BUCHBINDER/IN

Wer sich für diesen anspruchsvollen Beruf entscheidet, sollte Abi haben. Von angehenden Azubis wird nämlich meist Hochschulreife verlangt. Buchbinder/innen gestalten buchbinderische Erzeugnisse in Einzel-, Sonder- oder maschineller Fertigung. Sie reparieren aber auch Bücher und führen Sonderanfertigungen mit individuellen Vergoldungen, Einfassungen oder Applikationen aus. Auch verstärken und überziehen sie Pläne, Landkarten, Fotos oder Bilder, rahmen diese ein oder stellen Passepartouts her. Sie bestimmen Material und Arbeitsabläufe und überwachen zudem die Produktion von Büchern.
Ausbildungs-Check: 3 Jahre duale Ausbildung, meist ist Hochschulreife (Abitur) erwünscht, Gehalt ab 366 € im 1. Ausbildungsjahr bis zu 506 € im 3. Jahr.

ORGELBAUER/IN

Die Jobbezeichnung lautet heute Orgel- und Harmoniumbauer
/innen der Fachrichtung Orgelbau. Für diesen Beruf braucht man handwerkliches Geschick. Denn Orgelbauer/innen planen und fertigen Orgelgehäuse, Spieltische mit allen Klaviaturen und Registerknöpfen, Windladen und Trakturen. Dabei berücksichtigen sie nicht nur die Kundenwünsche, sondern auch die akustischen, architektonischen und klimatischen Bedingungen des Raumes, in dem die Orgel stehen soll. Sie montieren Orgeln und stimmen sie. Zudem warten, pflegen und reparieren bzw. restaurieren sie Orgeln bzw. Orgelteile und beraten Kunden. In diesem Beruf ist man also später meist viel unterwegs.
Ausbildungs-Check: 3,5 Jahre duale Ausbildung, meist wird von Azubis Abitur verlangt, Gehalt ab 400 € im 1. Ausbildungsjahr (im Handwerk) und bis zu 600 € im 4. Ausbildungsjahr. Bei Ausbildern in der Industrie ist die Vergütung höher.

SCHÄFER/IN

Heute wird dieser Beruf als Tierwirt/in mit Fachrichtung Schäferei bezeichnet – ein anspruchsvoller und vielseitiger Beruf. Sie züchten z.B. Qualitätstiere für die Vermehrung, halten Schafe für die Gewinnung von Fleisch, Milch und Wolle, sie versorgen und füttern Schafe, ziehen Jungtiere auf und pflegen kranke Tiere. Sie müssen scheren, melken und schlachten können. Für das Hüten einer Herde bilden sie Hunde aus. Bei Koppelhaltung bauen sie Koppeln und erstellen Weidepläne. Durch die Beweidung leisten sie wichtige Landschaftspflege. Später arbeitet man meist selbständig z.B. in Guts- oder Wanderschäfereien.
Ausbildungs-Check: 3 Jahre duale Ausbildung, mittlerer Bildungsabschluss bzw. Hauptschulabschluss erwünscht, Gehalt ab ca. 530 € im 1. Ausbildungsjahr und bis zu ca. 730 € im 3. Lehrjahr.

ZIMMERMANN/FRAU

Der wie man heute sagt Zimmerer/die Zimmerin arbeiten nach wie vor mit Holz. Sie bauen Holzhäuser und Dachstühle oder nehmen Innenausbauten vor. Sie errichten Fachwerkkonstruktionen, passen Fenster, Türen, Treppen und Holzdecken ein, die sie ggf. auch selbst gefertigt haben. Sie stellen Betonschalungen aus Holz her, montieren Wandverkleidungen und Trennwände. Zudem sanieren sie Altbauten und restaurieren historische Holzarbeiten. Bis heute hat sich die schwarze Zunftkleidung mit weißen Knöpfen erhalten. Manche Gesellen gehen sogar wieder auf Wanderschaft (Walz).
Ausbildungs-Check: 3 Jahre duale Ausbildung, meist werden Azubis mit Hauptschulabschluss oder mittlerem Bildungsabschluss eingestellt, das Gehalt liegt im 1. Ausbildungsjahr bei ca. 609 €, kann sich im 3. Jahr auf bis zu 1.339 € steigern.

Quelle: u.a. www.planet-berufe.de

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ist Diplom-Journalistin und hat ein Staatsexamen in Psychologie. Die alleinerziehende Mutter war viele Jahre Mitglied der Chefredaktion großer deutscher Frauenzeitschriften. Derzeit ist die überzeugte Vegetarierin, freie Autorin und findet die besten Ideen auf Spaziergängen mit ihrem Hund Quadriga.

  1. Ralf Weber

    Bitte, bitte, zeigen Sie mir diese Brunnenbauerin. Muß ja in diesem Beruf doch so eine -in geben, ganz bestimmt doch.

    24 Dezember

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