close
7 Tipps gegen Sodbrennen! So „löscht“ du das Feuer in deiner Speiseröhre
7 Tipps gegen Sodbrennen! So „löscht“ du das Feuer in deiner Speiseröhre

Quelle: Tanja Heffner / Unsplash

Gesundheit

7 Tipps gegen Sodbrennen! So „löscht“ du das Feuer in deiner Speiseröhre

Ein brennender Schmerz in der Speiseröhre, fast wie loderndes Feuer, Schluckbeschwerden, unangenehmes Aufstoßen: Alles Anzeichen für Sodbrennen! Und schon jeder Vierte kämpft damit. Keine Lappalie! Was dahinter stecken kann, wie du am besten reagierst – hier die wichtigsten Hinweise.

Ein brennender Schmerz in der Speiseröhre, fast wie loderndes Feuer, Schluckbeschwerden, unangenehmes Aufstoßen: Alles Anzeichen für Sodbrennen! Und schon jeder Vierte kämpft damit. Keine Lappalie! Was dahinter stecken kann, wie du am besten reagierst – hier die wichtigsten Hinweise.

Jeder 4. Deutsche leidet gelegentlich unter Sodbrennen. Bei knapp einer Millionen Menschen ist es bereits chronisch. Tendenz steigend. Glaubt man der Werbung, reicht eine Tablette und der „Spuk“ hört ganz einfach wieder auf. Doch so leicht sollten Betroffene die Symptome wie unangenehmes Aufstoßen bis hin zu brennendem Schmerz nicht nehmen. Schon gar  nicht, wenn sie häufiger auftreten. Gesellen sich Druckgefühle hinter dem Brustbein dazu, können dahinter auch andere Ursachen wie zum Beispiel Herzerkrankungen stecken. Spätestens dann sollte man einen Arzt konsultieren.

Was das Sodbrennen verursacht

Manchmal schlicht und einfach zu viel und besonders zu viel fettes Essen. Aber auch durch Medikamente (z.B. Beta-Blocker), Übergewicht oder Stress kann es dazu kommen, dass die Magensäure nicht durch den Schließmuskel im Magen gehalten wird. Sie schwappt in die Speiseröhre und verletzt dort die empfindliche Schleimhaut. Besonders Übergewicht hat meist zur Folge, dass eine so genannte Reflux-Erkrankung chronisch wird.

7 Tipps wie du selbst gegensteuern kannst

Wenn Sodbrennen nur selten auftritt, kann man mit recht einfachen Maßnahmen dagegen ankämpfen. Lies hier, was dann schnell und wirksam hilft:
Essgewohnheiten ändern: Wer ausreichend Ballaststoffe zu sich nimmt und zudem vitaminreich isst, hat schon viel gewonnen. Zudem sollten drei große Mahlzeiten durch fünf bis sechs kleine ersetzt werden. Reduziere darüber hinaus den Genuss von Zucker, Kaffee, Alkohol und fetter Nahrung.
Klug trinken: Generell solltest du viel stilles Wasser trinken oder Teemischungen aus Wermut, Fenchel, Anis und Kümmel. Und auch auf kohlensäurehaltige Getränke mit Zucker bitte besser verzichten. Das Gleiche gilt für Tomaten- und Zitrussäfte.

Normalgewicht ansteuern: Auch, wenn man das vielleicht nicht gern hört. Aber Übergewicht und Sodbrennen hängen meist eng zusammen. Neuere Studien zeigen einen direkten Zusammenhang zwischen dem Body-Mass-Index und dem Entstehen bösartiger Tumore in der Speiseröhre auf. Dieselben Untersuchung zeigten aber auch Erfreuliches: Abnehmen bewirkte bei diesen Risiko-Patienten wahre Wunder. Drei Viertel aller Betroffenen leiden auch nicht mehr unter Sodbrennen, wenn sie ihr Übergewicht reduziert haben.

Stress abbauen: Immer mehr Aufgaben in immer kürzerer Zeit – diese Tendenz hat die Jobrealität für Millionen Deutsche nachweislich. Weil Dauerstress ebenfalls zu den Auslösern von Sodbrennen zu zählen ist, solltest du in der Freizeit ganz bewusst auf Entstressung, also Entspannung setzen. Entweder leichten Ausdauersport (z.B. Walken, Joggen, Fahrradfahren) für drei Mal 30 Minuten pro Woche machen oder/und Entspannungsübungen wie autogenes Training erlernen.

Kopf hoch beim Schlafen: Da die Magensäure vorwiegend nachts produziert wird, sollten Kopf und Oberkörper höher gelagert werden. Dieser einfache Trick bewirkt, dass die Säure nicht so schnell nach oben steigen kann. Außerdem sollte die letzte Mahlzeit des Tages maximal vier Stunden vor dem zu-Bett-Gehen erfolgen.
Richtig kleiden: Trage möglichst lockere Kleidung, die nicht den Magen einschnürt.

Nur maßvoll Medikamente: Über einen kürzeren Zeitraum kann Sodbrennen auch mit  Medikamenten behandelt werden, die verhindern, dass überhaupt Säure gebildet wird. Kommt Sodbrennen nur sporadisch vor, können Magensäurehemmer (Antazida) eine schnelle Hilfe sein. Aber werden die Beschwerden chronisch – dauern sie also länger als drei Wochen – bildet sich ein gefährlicher Teufelskreis: Weil ständig Magensäure neutralisiert wird, bildet der Körper immer mehr Säure. Dies  lässt sich nur verhindern, wenn eine moderne Therapie unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt wird. Mit einer gezielten medikamentösen Therapie, z.B. durch Protonenpumpen-Hemmer, lassen sich die verheerenden Folgen für die Betroffenen effektiv verhindern.

Neue Untersuchungsmethode mittels Chip

Dabei wird ein elektronischer Chip ambulant und unter örtlicher Betäubung in die Speiseröhre eingesetzt. Er erfasst über  48 Stunden, wann, wie oft und wie lange die Magensäure in die empfindliche Speiseröhre gelangt. Ein kleiner Empfänger sammelt diese Daten, das Gerät kann der Patient am Gürtel tragen oder auf den Schreibtisch stellen. Das Ergebnis dieser Untersuchung ist eine exakte Messung des pH-Wertes in der Speiseröhre. Dieser Wert ist ein zuverlässiges Maß dafür, wie sauer die Umgebung in der Speiseröhre ist und zeigt an, wann  und bei welchen Tätigkeiten Magensäure zurückfließt. Der Chip selbst wird übrigens automatisch nach maximal vier Tagen von der Magenschleimhaut abgebaut und mit der ganz normalen Verdauung ausgeschieden. Je nach Ergebnis kann im Anschluss daran eine medikamentöse Therapie mit modernen Protonenpumpen-Inhibitoren einsetzen. Diese Medikamente verhindern direkt in den dafür verantwortlichen Zellen, dass zu viel Magensäure gebildet wird. Bei einigen Patienten ist noch eine Magenspiegelung im Anschluss erforderlich. Sie zeigt, ob und wie viel Gewebeveränderungen bereits vorliegen.


ist Diplom-Journalistin und hat ein Staatsexamen in Psychologie. Die alleinerziehende Mutter war viele Jahre Mitglied der Chefredaktion großer deutscher Frauenzeitschriften. Derzeit ist die überzeugte Vegetarierin, freie Autorin und findet die besten Ideen auf Spaziergängen mit ihrem Hund Quadriga.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.