5 Wege zurück in unsere Energie

5 Wege zurück in unsere Energie

Quelle: Kasuma

 

Das neue Jahr hat begonnen. Die Feiertage liegen hinter uns und mit den ersten Tagen des Alltages beschleicht uns das Gefühl, dass der alte Trott wieder von Neuem beginnt.

Darin liegt zwar auch eine besondere Möglichkeit, sich von allem, was im vergangenen Jahr weniger gut gelaufen ist, zu lösen und es gibt Vorsätze, vieles besser oder anders zu machen. Dennoch werden unsere Vorsätze gerade in den dunklen Tagen von Müdigkeit, Lethargie oder der Unlust, morgens aufzustehen, überschattet. Wir fühlen uns schneller überfordert und empfinden den Alltag als kraftraubend. Warum ist das so?

Wir leben nicht bewusst.

Weder mit uns selbst, noch mit den Jahreszeiten, dem Wechsel des Sonnenstandes und damit verbunden den Energien, die uns ebenfalls beeinflussen. Doch sind wir Teil der Natur – der Erde, auf der wir leben. Auch wenn wir, von der Natur abgeschottet, in der Stadt wohnen oder es völlig anders sehen. Hinzu kommt, dass an uns permanent Anforderungen gestellt werden, sei es im Beruf oder in der Familie, die uns schnell überfordern. Wir leben in einer Welt, die von Aktivität und Erfolgsdruck geprägt ist, einer Welt, in der wir funktionieren müssen und daher mitschwimmen. Wir reagieren pausenlos auf alles, was von anderen auf uns ein- und damit in uns hineinströmt. Und das hat Auswirkungen. Denn wir reagieren nicht nur, sondern unterliegen (mehr oder weniger unbewusst) unserem eigenen ständig fließenden Gedankenstrom. Wir bewerten, denken über alles Vergangene nach und planen Zukünftiges, hängen in Erinnerungen fest … und verlieren dabei nicht nur ein Gefühl für uns selbst, sondern eine Menge Kraft. Denken kostet Energie.

Zudem achten wir zu wenig auf unsere Bedürfnisse, auf unseren Körper und wir Frauen zugleich nicht einmal auf unseren eigenen Zyklus. Damit katapultieren wir uns selbst aus der Kraft, empfinden die dunklen Tage als kräftezehrend und erkennen nicht, dass wir es in der Hand haben, in einer harmonischen Balance zu sein.

Es bedarf nur wenig, um in den Fluss der eigenen Energie zu gelangen

Zuallererst hat Balance etwas mit Bewusstheit zu tun. Es ist unser Atem, der uns zeigen kann, was gerade geschieht und der uns zurück zu unseren Bedürfnissen bringen kann. Er fließt auch ohne unseren Willen, und das ist gut so, denn wir würden sterben, da wir in all den viel beschäftigten Tagen, nie auf ihn achten. Aber gerade im Fokus des Atmens verbirgt sich eine enorme Kraft.

Sich dem Atmen bewusstwerden, bringt uns in die Achtsamkeit für uns selbst.

Wir können den Tag bereits auf diese Weise beginnen und noch vor dem Aufstehen spüren, wie unser Atem fließt, ob ruhig oder hektisch … ob kurz und schnell oder noch entspannt. Durch unseren Willen können wir den Fluss des Ein- und Ausatmens steuern, tief in den Bauch ein- und wieder ausatmen, um uns dabei zu spüren.

Was uns dann widerfährt, ist eine Ruhe, die über das tiefe Atmen hinein in den Bauch strömt. Je öfter wir uns auf den Fluss des Atmens besinnen, ihn willentlich langsamer und tiefer werden lassen, desto mehr kommen wir in unsere eigene Kraft. Im Yoga gibt es spezielle Atemtechniken, die uns dabei intensiver helfen und begleiten können.

Sich dem ständigen Zwiegespräch mit uns selbst bewusstwerden

Über das bewusste Atmen können wir zugleich auch unserem eigenen Gedankenstrom entkommen und damit gewinnen wir an Energie bzw. gelangen in Balance. Indem wir uns auf das Atmen konzentrieren, schwindet die Aufmerksamkeit auf das ständige Denken. Diese Denkpausen schenken uns nicht nur Kraft. Je öfters wir uns besinnen, desto stärker werden wir uns zugleich dieser ständig plappernden Stimme in uns gewahr und können ihr ein Stück weit entkommen. Dazu dient ein kleines Experiment: Würden wir uns einen Tag Zeit nehmen, um all das aufzuschreiben, was wir sonst unbewusst denken, bewerten, planen, uns erinnern, würden wir am Abend ein dickes Buch gefüllt haben, das niemand zu Ende lesen wollte, da es zu 90 Prozent eine ständige Wiederholung wäre, die zutiefst ermüdet. Denn das tut diese innere Stimme auch mit uns. Das zu erkennen, ist eine gute Heilmethode aus dieser Unbewusstheit herauszugelangen.

Unsere innere Stimme können wir zudem durch Sport oder Yoga zur Ruhe bringen, um zumindest für einen kurzen Zeitraum Ruhe und Kraft tanken zu können. Denn nichts Anderes geschieht durch die Konzentration auf Körperbewegungen und den Atem.

Mit den Jahreszeiten leben

In der Natur folgt alles einem Rhythmus und zugleich dem Kreislauf des Lebens. Und wir sind Teil davon, ob wir es wollen oder nicht.

Jede Jahreszeit hat ihren Sinn und damit ihre Energie, in der auch wir uns bewegen. Beginnen wir mit den Zeiten zu leben, anstatt gegen sie zu kämpfen, werden wir nicht nur in Balance sein, sondern in einen Fluss kommen, der uns alles schaffen lässt.

Die dunkle Jahreszeit folgt auf den Sommer, in der die Natur vor Kraft und Aktivität geradezu sprüht. Nach jeder Aktivität bedarf es aber einer Erholung. Im Winter ruht die Natur und macht sich (unsichtbar, verborgen im Inneren) bereit, wieder in die (neue) Kraft zu gelangen. Auch wir können die kurzen Wintertage nutzen, denn sie helfen uns täglich weniger aktiv zu sein, frühzeitiger in eine Tiefenentspannung zu sinken. Oder sie lassen uns eher schlafen gehen, damit wir in unserem Inneren neue Kraftreserven tanken können – für die Zeit, in der die Sonne uns stärker in die neue Aktivität bringt.

In der Natur, und damit in uns, folgt alles dem Gesetz der Balance, von Yin und Yang

Je weniger wir uns gegen diese Naturkräfte stellen, desto weniger verbrauchen wir eigene Kraft an Lebensenergie. Die Natur lehrt uns, dort wo wir leben, den besten Rhythmus, um in Balance und damit in der Harmonie zu bleiben. Wir müssen nur die Augen öffnen, hinsehen und die Zyklen beachten. So auch jenen, der uns Frauen in unserer Weiblichkeit hält und stärkt. Denn auch der weibliche Zyklus bestimmt unser Leben. Er hat einen wesentlichen Anteil, wie wir Frauen uns fühlen, was wir schaffen, wie kraftvoll und wie kreativ wir sein können.

Wenn wir beginnen, auf all das zu achten und uns dessen bewusstwerden, kommt alles in einen wunderbaren Fluss, in dem keine Widerstände mehr auftauchen. Dann sind wir in Balance von Yin und Yang, im Rhythmus der Energien der Jahreszeiten. Das Geheimnis des Lebens liegt in der Balance.


Amanda Kochs Debütroman "Die Prophezeiung" erschien im fehu Imprint des familia Verlages als erstes Buch der Trilogie "Die Wächter von Avalon". In all ihren Romanen, Kinderbüchern und Erzählungen zeigt sie, wie wichtig es ist, in Achtsamkeit und Bewusstsein zu leben, um sich den Sinnfragen des Lebens zu stellen. In diesem Jahr erschien ihr vierter Roman "Ildathach. Jenseits des Vergessens". Es ist ein Roman, der mit der Geschichte einer jungen Frau zeigt, was wirklich wichtig ist im Leben und den Leser auf der Reise zu sich selbst begleiten kann. Amanda Koch unterrichtet Yoga, ist verheiratet und hat drei Kinder. Website | Facebook | Instagram

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