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Wo ist denn nur die Zeit geblieben? 5 Tipps, um endlich erfolgreich Gewohnheiten zu verändern

Quelle: Pixabay

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Wo ist denn nur die Zeit geblieben? 5 Tipps, um endlich erfolgreich Gewohnheiten zu verändern

Wo ist denn nur die Zeit geblieben? 5 Tipps, um endlich erfolgreich Gewohnheiten zu verändern

Montag, 25. September 2017. Längst sind die Sommerferien in eine weit entfernte Vergangenheit gerückt, der Herbst nähert sich langsam aber sicher mit eiligen Schritten. Die Tage werden kürzer, die Luft morgens früh schon ziemlich kühl. UND: Ganz realistisch gesehen bewegen wir uns auf das Jahresende zu.

Wenn du jetzt denkst, dass es doch nicht wahr sein kann, wie schnell das Jahr voran gerast ist, befindest du dich in guter Gesellschaft.

Gute Vorsätze für 2017? Was war das noch mal?

Sollte 2017 nicht endlich Vieles ganz anders werden? Stimmt, du hattest dir (nicht zum ersten Mal) für das neue Jahr hochmotiviert und voller Elan Ziele gesetzt. Und, was ist daraus geworden? Leicht betreten erinnerst du dich daran, dass du dich im Januar im Fitness-Studio anmeldet hast (da gab es ein Neujahres-Special, das war super günstig). Du bist ein paar Mal hingegangen (der Yogakurs freitags morgens, war der nicht unglaublich entspannt), aber wie lange ist es her, dass du dort auf der Matte geturnt hast? Ehrlich gesagt, es muss im März gewesen sein. Immer gab es Gründe, nicht hinzugehen, lieber zu Hause zu bleiben, etwas Anderes zu unternehmen.

Was hindert dich, das zu tun, was du eigentlich so gern tun wolltest?

Auch wenn du jetzt mit dir haderst, dass du all die guten Vorsätze, die du noch kurz vor dem Jahreswechsel gefasst hast, wenig bis (sei selbstkritisch) gar nicht umgesetzt hast, ist das kein Grund zur Resignation. Jederzeit lässt sich etwas Neues anfangen, ob das Kalenderblatt nun den 1. Januar oder aber den 1. Oktober anzeigt. Selbst wenn du mit dem Jahreswechsel voller Elan versucht hast, eine neue Gewohnheit zu verankern und schon am 15. Januar damit stecken geblieben bist, ist auch das kein Grund zur verzweifeln. Veränderungen brauchen oft mehrere Anläufe, einen konkreten Plan und etwas Disziplin, um von Erfolg gekrönt zu werden.

Fest im Griff der Gewohnheiten  

Vertraute Rituale und verlässliche Strukturen sind im Alltag enorm wichtig, denn ohne sie wären schon bei den kleinsten Fragen immer wieder vor kaum zu bewältigende Herausforderungen gestellt. Gewohnheiten helfen uns, den Alltag stressfreier zu strukturieren. Eine Verhaltensgewohnheit ist es zum Beispiel, den Bus zu nehmen und nicht das Auto, um zur Arbeit zu kommen. Oder flink die Treppe zum Büro hoch zu laufen und nicht bequem in den Fahrstuhl zu steigen. Und das tun wir einfach so, ohne darüber nachdenken zu müssen. Wir entscheiden nach festen Gewohnheiten und verlassen uns ein Stück weit auf unseren Autopiloten, um unseren Alltag souverän zu stemmen.

20.000 Entscheidungen täglich

Wusstest du, dass unser Gehirn ungefähr 20.000 Entscheidungen treffen muss? Tag für Tag auf ein Neues. Unser Energiesparmodus heißt deshalb „Routine & Gewohnheiten“, denn jede Entscheidung immer neu zu treffen, wäre für uns alle die pure Überforderung.

Was nun? Es braucht Durchhaltevermögen und Konsequenz, um eine neue Gewohnheit fest in deinem Alltag zu etablieren. Mindestens zwei Wochen, oftmals länger, benötigen wir als Übungszeit, um es nicht mehr als „neu und ungewohnt“, sondern als „vertraut und normal“ zu empfinden. So vertraut, dass du gar nicht mehr darüber nachdenken musst, sondern dieses neue Verhalten automatisch wählst, ganz selbstverständlich und von allein. Deine innere, kritische Stimme, die ab und an nörgelnd hervortritt und alles hinterfragt, tritt dann in den Hintergrund und lässt dich in Ruhe das tun, was du dir als Ziel gesetzt hast.

Dein 5-Punkte Plan, oder: So setzt du einen Vorsatz erfolgreich um

Ein guter Vorsatz kann nur nachhaltig in deinem Alltag verankert werden, wenn du deine Vorstellungen ganz klar formulierst und dabei systematisch vorgehst.

Und wie funktioniert das?

Vielleicht kennst du ja die altbewährte SMART-Formel gehört, nach der Ziele wie folgt gestaltet werden:

  • Spezifisch,
  • Messbar,
  • Akzeptiert,
  • Realistisch,

Spezifisch bedeutet, dass du dein Vorhaben so klar wie es nur geht benennst.

Zum Beispiel: Aus „ich möchte sportlich aktiver werden und melde mich im Fitness-Studio an“ formulierst du: „ich möchte gern aktiver werden und Yoga üben“.

Messbar heißt, dass du „aktiver“ noch genauer beschreibst. Möchtest du etwas für deine Gesundheit tun, dich zum Beispiel entspannter und wohler fühlen? Oder möchtest du ein klein wenig an der Figur shapen? Was soll aktiver für dich sein? Zum Beispiel: „Ich möchte mich nach langen Schreibtischtagen wohler fühlen, in dem ich zum Yoga gehe.“

Mit „akzeptiert“ weist die SMART-Formel darauf hin, wie wichtig es dir ist, ein Ziel zu formulieren, das deinen Wünschen und Vorlieben entspricht, denn nur so hast du eine innere Motivation, wirklich am Ball zu bleiben.

Ziele sollen „realistisch“ erreichbar sein. Wenn du bislang wenig sportlich aktiv warst, ist der Marathon gleich im ersten Jahr kein vernünftiges Ziel, eine entspannte Fünf-Kilometer-Runde schon eher.

Wenn du keinen kein Zeitplan mit einem Ziel verbindest, fängst du gar nicht erst an. „Terminiere“ also deinen guten Vorsatz!

Der Praxis-Check für deinen guten Vorsatz

Basis: „Ich möchte fitter werden und melde mich im Fitness-Studio an.“

Spezifischer: Ich möchte fitter werden, zwei Mal in der Woche zum Yoga gehen, und melde mich im Fitness-Studio an.“ Schon besser!

Aber, was fehlt? Der Zeitplan: „Ich möchte fitter werden, immer dienstags und freitags morgens zum Yoga gehen (das ist realistisch zu schaffen für mich) und melde mich ab SOFORT im Fitness-Studio an.“

Lege prophylaktisch einen Plan-B fest. Es kann ja schließlich immer etwas dazwischenkommen, das dich davon abhält, deinem Ziel näher zu kommen. Ohne einen Plan-B hat dein „innerer Nörgler“, die kleine meckernde Stimme, die dir manchmal stichelnd auf der Schulter sitzt, wieder eine Chance mehr, dir deinen guten Vorsatz madig zu machen. Wenn du locker deinen Plan-B aus dem Ärmel zauberst, bringst du die quengelnde, negative Stimme schnell und überraschend zum Schweigen. Zum Beispiel: Wenn ich dienstags und/oder freitags keine Zeit habe, nehme ich mir am Sonntag-Nachmittag Zeit für Yoga.

Konsequenz ist alles: Bleib dabei, auch wenn zwischendurch deine Motivation wellenförmig mal höher und mal tiefer schwingt. Höhen und Tiefen gehören dazu, aber das „Dranbleiben“ ist entscheidend, um erfolgreich zu sein.

Belohne dich, wenn du einen Monat konsequent geblieben bist. Belohnungen haben nach wie vor einen unglaublich motivierenden Charakter. Formuliere also deine Belohnung für dich und tu dir etwas Gutes. Wie wäre es mit einem Konzertbesuch mit der besten Freundin?

Gemeinsam geht es besser: Such dir jemanden, mit dem du aktiv wirst, dann könnt ihr euch gegenseitig motivieren und wieder „auf Kurs bringen“, sollte eine/r von euch mal einen Durchhänger haben.

Post für dich:

Formuliere deinen Wunsch, dein Ziel, in einem Brief. Ja, ganz richtig, du schreibst dir selbst einen Brief. Stecke diesen in einen Umschlag, frankiere ihn und adressieren ihn an dich selbst. Dann bitte einen lieben Menschen, dir diesen Brief in 4 Wochen zu senden. Du wirst sehen, eine kleine Erinnerung an deine guten Vorsätze, von dir selbst formuliert, wirkt Wunder, damit du mit dem, was du dir zum Ziel gesetzt hast, wirklich erfolgreich am Ball bleibst.

So, und nun kannst du entspannt dem Herbst entgegen sehen und dich darüber freuen, was du alles für dich getan hast und realistisch tun wirst.

Viel Erfolg wünscht dir Susann


Textexpertin und Projektmanagerin mit langjähriger Verlagserfahrung, Gesundheitscoach und Referentin mit den Schwerpunkten Rücken und Entspannung. Seit Januar 2015 verbindet Susann freiberuflich „Konzept & Redaktion“ mit ihren Trainings und freut sich über immer neue Herausforderungen – ob am Schreibtisch oder im Kursraum, ob indoor oder outdoor. Website | Facebook

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